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AUS 2007
Originaltitel:Rogue
Länge:89:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Greg Mclean
Buch:Greg Mclean
Kamera:Will Gibson
Musik:Frank Tetaz
SFX:Brian Pearce
Darsteller:Radha Mitchell, Michael Vartan, Robert Taylor, Stephen Curry, Barry Otto, Sam Worthington, John Jarrett, Heather Mitchell, Geoff Morrell, Damien Richardson, Caroline Brazier, Celia Ireland, Mia Wasikowska
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:09.09.2008 (Verleih) / 10.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Pete McKell glaubt, dass ihn nichts mehr überraschen kann. Der abgebrühte US-Journalist hat auf der ständigen Suche nach dem ultimativen Thrill schon fast alles gesehen. Als er sich in Australien einer Touristengruppe anschließt, die eine Bootstour durch den Kakadu National Park unternimmt, wird ihm schnell langweilig. Er überredet die attraktive Bootsführerin, unerforschte Gewässer anzusteuern. Ein ganz schwerer Fehler, wie er feststellen muss, als ein gigantisches Krokodil aus dem Wasser schnellt und das Boot zerlegt. Die geschockten Insassen können sich auf eine schlammige Flussinsel retten. Doch die liegt mitten im Jagdrevier des gefräßigen Reptils. Ein gnadenloser Kampf ums Überleben beginnt ...

Bild
Format1,78 (anamorph)
NormPAL
 "Rogue" hinterlässt auf DVD einen sehr angenehmen Eindruck. Die Farbgebung ist satt und kräftig, bleibt in ihrer Natürlichkeit aber bestehen. Der Kontrast arbeitet sehr sauber und ausgewogen, feine Details gehen dabei nicht verloren. Selbst in dunklen Szenen dürfen wir uns über eine sehr gute Durchzeichnung sowie einen guten Schwarzwert freuen. Die zum Einsatz kommenden Farbfilter gehen niemals zu Lasten der Bildqualität und selbst in den Nachtaufnahmen erfreut sich der anamorphe Transfer einer guten Schärfe und zeigt sich vor allem in Nahaufnahmen sehr detailliert. Dank sauberer Konturen und einer angenehmen Plastizität gibt sich das Bild sogar in Totalen überraschend scharf. Referenzwerte dürfen wir zwar nicht erwarten, aber "Rogue" eignet sich ideal dafür, auf Blu-ray veröffentlicht zu werden. Die Kompression arbeitet weitgehend sauber und lediglich leichtes Rauschen ist im Hintergrund auszumachen. Ein durchweg gelungener Transfer, der von uns auch dementsprechend honoriert wird.
 +++++-

Ton
FormateDTS 6.1-ES discrete (dt.), Dolby Digital 5.1 (engl., dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Dieser Tierhorror bietet kein Action-Feuerwerk, dafür aber viele gut verständliche und saubere Dialoge, sowie einen sehr aktiven Einsatz der Rears für den atmosphärischen Soundtrack, der die aussichtslose Situation stets im richtigen Moment kraftvoll unterstützt. So schleicht der Score mal sehr dezent, aber gut ortbar über sämtliche Kanäle und steigert die Lautstärke mit ansteigender Spannung, bis wir mit einem Schlag aus dem Sessel geschleudert werden. Denn wenn das Krokodil zuschnappt, dann wird dies mit einem mächtigen Tiefenbass unterstützt und macht den Schockmoment fast perfekt. Aber auch feine Umgebungsgeräusche werden sehr gut wiedergegeben, was der Räumlichkeit nochmals zugute kommt. Der deutsche DTS-Mix klingt eine Spur kräftiger, unterscheidet sich ansonsten aber nicht sonderlich vom Dolby-Track. Der englische 5.1-Ton klingt aber nochmals kräftiger, vor allem die Musik wird um einiges dominanter und präziser eingesetzt. Da kann der deutsche Mix einfach nicht mithalten. Die Balance zwischen Dialogen und Soundtrack ist einfach fantastisch und während in der deutschen Fassung die Stimmen über dem Score liegen, darf dieser im englischen Original wesentlich mehr Druck und Dynamik versprühen, klingt sogar noch um einiges besser als der DTS-Mix. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++++/

Extras
Extras
  • Trailershow: (startet beim Einlegen der DVD)
    • Saw IV (0:34 Min.)
    • Awake (1:38 Min.)
    • The Bank Job (2:18 Min.)
  • Trailershow:
    • Rogue (dt.) (2:02 Min.)
    • Rogue (engl.) (2:01 Min.)
    • Fight Club (2:22 Min.)
    • Mensch, Dave! (1:54 Min.)
    • Julia (1:44 Min.)
    • Shine A Light (2:20 Min.)
    • Wolf Creek (2:02 Min.)
  • Making of (46:07 Min.)
  • Spezialeffekte-Featurette (17:25 Min.)
  • Fotogalerie (24 Bilder)
VerpackungKeepCase
 Neben einem deutschen und englischen Trailer gibt es noch ein 46minütiges Making of, welches sehr ausführlich ausgefallen ist und uns einen sehr tiefen Einblick in die Produktion gewährt. So wird zu Beginn über die traumhafte Location im Film gesprochen und dass man stolz ist, dort überhaupt drehen zu dürfen. Desweiteren geht man auf die Spezialeffekte ein und zeigt sehr ausführlich, wie einzelne Szenen entstanden. Wir dürfen z.B. eine spektakuläre "Fresssequenz" in diversen Stadien der Produktion begutachten. Es ist sehr interessant zu sehen, wie "einfach" gewisse Effekte gemacht werden und wie aufwendig die Arbeit der visuellen Effekte war, die in den Film integriert werden mussten. Solche "Making ofs" sollte es ruhig des Öfteren geben. Aber das war noch nicht alles. In knapp 17 weiteren Minuten wird nochmals sehr ausführlich auf Effekte im Film eingegangen. Von den ersten Testphasen und Animationstests bis zum fertigen Effekt blicken wir den Machern über die Schultern und werden nicht mit dümmlichen Floskeln genervt, sondern bekommen einen unkommentierten Einblick in die Arbeit und die Dreharbeiten. Ein paar Aufnahmen sah man zwar schon im großen "Making of", dies ist aber nicht weiter schlimm. Zum Schluss gibt es noch eine Fotogalerie und diverse Kinowelt-Trailer.
 +++---

Fazit
Der Australier Greg McLean legt mit "Rogue" seinen zweiten Film vor, nachdem er mit Interner Link"Wolf Creek" einen internationalen Achtungserfolg verbuchen konnte. Wie schon sein Debüt basiert auch "Rogue" vage auf wahren Begebenheiten und bleibt sehr realistisch in dramaturgischer Gestaltung und der wenig sensationalistischen Auseinandersetzung mit dem Thema.
War Interner Link"Wolf Creek" noch ein zeitgemäßer Terrorfilm und sprang oberflächlich gesehen auf einen sicheren Zug, indem er Backpack-Tourismus mit folternden Hinterwäldnern und dem unübersichtlichen Outback Australiens kombinierte, so positioniert sich "Rogue" in einem weit unpopuläreren Subgenre - dem Tierhorror. Die Blütezeit jener Gattung, die besonders Trash-Gourmets zu erfreuen vermag, ist lange vorbei und wird ohnehin meist reduziert auf billige Unterhaltungsware, die nicht selten durch unfreiwillige Komik begeistert. McLean will aber mehr erreichen und nimmt seinen Film sehr ernst - völlig ironiefrei, ohne augenzwinkernde Filmzitate oder reißerische Gore-Effekte. "Rogue" hat so wenig gemeinsam mit postmodernen Genre-Verbeugungen wie Interner Link"Arac Attack" mit Kult-Trash à la Interner Link"Fluss der Mörderkrokodile".
Schon in der Eingangssequenz besticht die brillante Kameraarbeit, die dem Film einen außergewöhnlich schicken Look verleiht, der nichts zu tun haben will mit der dreckigen Atmosphäre seiner Genre-Verwandten. Weiterhin erzählt Greg McLean, der auch das Drehbuch schrieb, seine Geschichte sehr langsam und lässt sich Zeit, die wundervollen Landschaftsaufnahmen wirken zu lassen. Die Figurenzeichnung nähert sich behutsam und versucht wenigstens, dreidimensionale Charaktere abzubilden statt austauschbarem Krokodilsfutter. Der eigentliche Star des Films, das Killerkrododil, bleibt lange Zeit nur zu erahnen und wird erst im Schlussdrittel ausführlich gezeigt. Dabei fällt nicht nur die hervorragende CGI-Arbeit auf, mit der das Tier zum Leben erweckt wird, auch die sehr naturalistisch gehaltenen Bewegungsabläufe können gefallen. Das Krokodil bleibt immer nur ein Krokodil, ohne wirklich zum Monster stilisiert zu werden - es verhält sich natürlich und ist auch optisch keineswegs extravagant geraten - nur eben etwas größer als seine Artgenossen. Selbst als die Touristengruppe samt Führerin und einheimischem Rowdy kentert und es die Gruppe auf eine Insel im Fluss verschlägt - und der Film damit zur obligatorischen geografischen Geschlossenheit greift, um die Situation zuzuspitzen - ist es nicht McLeans Absicht, das 10-kleine-Negerlein-Prinzip anzuwenden und einen nach dem anderen zu dezimieren. Als der Großteil der Gruppe sich in Sicherheit bringen kann, konzentriert sich "Rogue" nur noch auf einen Protagonisten, der allerdings kaum in das übliche Heldenschema passt, und dessen verzweifelten Versuch, die Gruppenleiterin aus der Vorratskammer des Krokodils zu retten.
Scheinbar vergisst das Drehbuch die restlichen Figuren, was aber sehr zur Effektivität der finalen Auseinandersetzung beiträgt. Dass bemerkenswert wenig Menschen ihr Leben lassen müssen und der größte Teil der Gruppe unversehrt gerettet werden kann und das Schnippchen, das der Film seinem Publikum damit schlägt, kann man McLean nur anrechnen. Besonders wenn man insgeheim auch selbst mehr zerrissene Körper und Monster-Action gesehen hätte - wer sich hier ertappt fühlt, der ist gerade auf die größte Qualität eines gar nicht so undurchdachten Films gestoßen.

Der wohl bestaussehendste Tierhorrorstreifen seit langer Zeit, vom Australier McLean gekonnt umgesetzt. Auch wenn noch viel Platz für Verbesserungsmöglichkeit für den Regisseur besteht, lässt sich "Rogue" als rundum gelungen bezeichnen, für das, was er sein will. Gerade der Mut zur altmodischen, eher konservativen Machart mit niedrigem Erzähltempo und überraschend unspektakulärer Gewaltdarstellung muss hervorgehoben werden. Der Film biedert sich nicht seinem Publikum an sondern versucht den Respekt vorm Genre zu wahren. Die DVD bietet alles, was das Herz begehrt: Eine tolle Bild- und Tonqualität, zwei mehr als sehenswerte Features und zudem liegt "Rogue" hier in seiner völlig ungekürzten und sechs Minuten längeren Unrated-Version vor. Zugreifen, es lohnt sich.



Bilder der DVD




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NewsKroko-Horror "Rogue" von Kinowelt
"Rogue" - Der Kroko-Horror kommt doch in die Kinos
Kroko-Horror "Rogue" von Dimension Extreme
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