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D 1967
Originaltitel:Oswalt Kolle: Das Wunder der Liebe
Alternativtitel:Miracle of Love, The
aka. Wonder of Love, The
Länge:75:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Franz Josef Gottlieb
Buch:Oswalt Kolle
Kamera:Werner M. Lenz
Musik:Johannes Rediske
Darsteller:Biggi Freyer, Wilfrid Goessler, Mathias Grimm, Ortrud Gross, Katarina Haertel, Manfred Tümmler, Régis Vallée
Vertrieb:3L / e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:29.01.2009 (Kauf)



Inhalt
In einer Gesprächsrunde diskutiert Oswalt Kolle mit zwei Wissenschaftlern über die Notwendigkeit der Sexualaufklärung und stellt fest, dass Sexualität eine besondere Quelle von Freude und Lust für den Menschen ist. Anhand zweier Beispiele verheirateter Ehepaare werden deren Probleme und dessen Ursachen kommentiert.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Der in schwarzweiß vorliegende Dokumentationsfilm hat gute 40 Jahre auf dem Buckel und verbirgt sein Alter leider nicht allzu gut. Zwar ist die Schärfe ausreichend, jedoch der Detailgrad sehr gering und außerdem erreicht der Schwarzwert nur selten gute Werte. Selbst der Kontrast wirkt meist nur durchschnittlich bzw. sehr wechselhaft. Die üblichen Alterserscheinungen und Defekte erhalten den nostalgischen Touch, die Kompression arbeitet überraschend ruhig im Hintergrund.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Trotz des hohen Alters klingt die Monospur angenehm sauber und nur wenig blechern. Die Dialoge sind gut zu verstehen und bis auf leichtes Rauschen gibt es keine sonderlich auffälligen Störungen.
 ++----

Extras
Extras
  • Trailershow:
    • 1968 Das Wunder der Liebe (3:55 Min.)
    • 1968 Das Wunder der Liebe II (3:29 Min.)
    • 1969 Deine Frau das unbekannte Wesen (3:13 Min.)
    • 1969 Zum Beispiel: Ehebruch (4:03 Min.)
    • 1970 Dein Mann das unbekannte Wesen (3:48 Min.)
    • 1970 Dein Kind das unbekannte Wesen (3:43 Min.)
    • 1971 Was ist eigentlich Pornographie? (1:06 Min.)
    • 1972 Liebe als Gesellschaftsspiel (3:46 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Bonus gibt lediglich eine Trailershow der kompltten Oswalt Kolle-Reihe. Es wäre jedoch schön gewesen, hätte man neue Interviews oder eine Dokumentation produziert.
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Fazit
Trübsal ist nicht alles was man blasen kann, das wusste in den 1960er Jahren sogar schon Oswalt Kolle, der Mann, wenn es um die "schmutzige" Seite der Menschlichkeit ging. Kaum zu Glauben, dass Sexualität in den späten 1960er Jahren noch solch ein Tabu-Thema war. Jeder tat es, aber niemand sprach darüber. Kinder, die onanierend unter der Bettdecke ertappt wurden, kassierten eine saftige Ohrfeige. Das Bekommen der Periode wurde für die nicht aufgeklärten Mädchen zum Trauma und Jungs durften nicht schmusen, schließlich müssen sie später ihren "Mann" stehen, um als Ernährer zu funktionieren. Gleichzeitig sollen sie ihrer Frau aber auch ein zärtlicher Liebhaber sein - zwei Dinge, die einfach nicht zueinander passen. Sex außerhalb der Ehe war nicht nur undenkbar, sondern stand sogar unter Strafe und nur selten gab es so etwas wie Aufklärung. Und hier kommt Oswalt Kolle ins Spiel. Er war weltweit für mehr als 140 Millionen Zuschauer (allein 6 Millionen in Deutschland) der Aufklärer schlechthin, veröffentlichte bereits in der Zeitschrift "Neue Revue" einige Aufklärungsartikel und brach mit seinem ersten Film "Das Wunder der Liebe: Teil 1 - Sexualität in der Ehe" das Schweigen und sämtliche Tabus.
Neben der katholischen Kirche, die den Film verteufelte, traten auch die Zensurbehörden auf den Plan und verordneten der Produktion einige Auflagen. So durfte der Film nur Schwarzweiß gedreht werden, damit er sich von der Pornografie abgrenzt. Selbst die Musik musste verändert werden und durfte emotional wirken. Hinzu kam der Titelzusatz "Sexualität in der Ehe", um zumindest in diesem Punkt einen "gesitteten" Eindruck zu hinterlassen.
Dabei ist das Gezeigte nur halb so schlimm, aus heutiger Sicht sogar etwas kitschig, spiegelt jedoch die damaligen Ansichten der Menschen wieder. Leider ist "Das Wunder der Liebe: Teil 1 - Sexualität in der Ehe" zu sehr eine Pseudo-Dokumentation und zeigt überwiegend gespielte Szenen, die den Alttag widerspiegeln sollen. Hinzu kommen Kommentare aus dem Off und Interviews von Prof. Dr. Dr. Hans Giese und Prof. Dr. W. Hochheimer, welche als wissenschaftliche Berater fungierten und etwas zum Schmunzeln einladen. Wie erwähnt, für die heutige Zeit ist das Gezeigte teilweise kitschig, aber dennoch interessant, vor allem da viele der rein wissenschaftlichen Erläuterungen auch heute noch Wirkung haben. Außerdem verzichtet Oswalt Kolle auf eine reißerische Inszenierung, wirkt teilweise zahm und man kann mit Sicherheit sagen, dass Sendungen wie "Liebe Sünde" bei der Kirche und den Zensurstellen für Massensuizid gesorgt hätte.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Oswalt Kolle: Das Wunder der Liebe Teil 2 - Sexuelle Partnerschaft
IMDb.com OFDb.de



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