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TH 2008
Originaltitel:Chocolate
Alternativtitel:Chocolate - ...süss und tödlich
Länge:88:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Prachya Pinkaew
Buch:Chukiat Sakveerakul, Nepalee Sakweerakul
Kamera:Decha Srimantra
Musik:Nimit Jitranon, Rochan Madicar, Korrakot Sittivash
Darsteller:Ammara Siripong, Anusuk Jangajit, Aroon Wanatsabadeewong, Dechawut Chuntakaro, Hirokazu Sano, Hiroshi Abe, JeeJa Yanin, Kittitat Kowahagul, Nattakit Teachachevapong, Pirom Ruangkitjakan, Pongpat Wachirabunjong, Taphon Phopwandee, Thanyathon Seekhiaw, Yanin Vismitananda
Vertrieb:3L / e-m-s / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:01.10.2008 (Verleih) / 06.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Zin ist Mitglied der thailändischen Mafia. Ihr Boss und Freund hat eines Tages Probleme mit den Yakuza, die sich in seine Geschäfte einmischen. Masashi, der Anführer der Yakuza verliebt sich in Zin. Dem Paar ist allerdings keine glückliche Zukunft beschert, so dass Masashi schließlich zurück in seine Heimat geht und Zin die gemeinsame Tochter Zen zur Welt bringt. Zen ist Autistin und wächst versteckt vor der Außenwelt vor dem Fernseher auf, wo sie mit Klassikern wie Bruce Lee und anderen Kampfkunstfilmen ruhig gestellt wird. Den Rest ihrer Zeit verbringt sie am Fenster, von dem sie auf einen Trainingshof einer gegenüberliegenden Muay-Thai Schule sehen kann. Eines Tages erkrankt Zin an Krebs und benötigt dringend Geld für ihre Behandlung. Mooma, ein Freund der Familie, findet eine Liste, in der einige Personen aus Zins alten Mafiatagen verzeichnet sind, die ihr noch Geld schulden. Zusammen mit der schlagkräftigen Zen sucht er diese auf um die Schulden einzutreiben ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild von "Chocolate" hinterlässt einen überraschend guten Eindruck. Zwar wechselt die Schärfe immer mal zwischen gerade noch gut und sehr gut, aber über weite Strecken der Laufzeit darf man die Schärfe wirklich als sehr gut bezeichnen. Der Transfer zeigt auch viele kleine Details, die nur manchmal in dunklen Szenen verschluckt werden, wodurch der Schwarzwert nicht als optimal angesehen werden kann. Zudem ist besonders in dunklen Szenen ein deutliches Rauschen bemerkbar. Ansonsten wirkt der Kontrast ausgewogen. Die Farbgebung ist meist natürlich und erfreut mit kräftigen Tönen, wobei bedingt durch den Einsatz von Farbfiltern auch Szenenfolgen vorhanden sind, die etwas verfälscht wirken, was als Stilmittel funktioniert, da die dominierenden Braun- und Grüntöne dem Bild ein passendes Flair verleihen. Defekte sind nicht vorhanden, doch sorgt die Kompression in einigen wenigen Szenen für leichte Unruhen im Hintergrund, die den Filmgenuss aber nicht im Geringsten trüben.
 ++++--

Ton
FormateDTS 5.1 (Deu), Dolby Digital 5.1 (Deu, Thai)
SpracheDeutsch, Thailändisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton liegt sowohl in DTS als auch in Dolby Digital 5.1 vor. Ersterer ist im direkten Vergleich etwas kräftiger abgemischt worden, kann ansonsten aber keine hörbaren Unterschiede vorweisen. Beide Tonvarianten bieten auf der Front eine äußerst dynamische Abmischung, doch leider sieht dies innerhalb des Effektbereichs etwas anders aus. Direktionale Effekte werden sehr selten genutzt, wodurch kaum Umgebungsgeräusche vorhanden sind. Dass dies deutlich zu Lasten eines räumlichen Klangbildes geht, dürfte klar sein. Besonders da die Front einiges zu bieten hat, ist es schon schade, dass vorhandenes Potenzial ungenutzt bleibt und so Bewertungspunkte verschenkt werden. Dennoch erfreuen die beiden Abmischungen mit sauberen Dialogen, die homogen im Klangbild ausbalanciert wurden. Ebenfalls vorhanden ist der thailändische Originalton, der jedoch "nur" in Dolby Digital 5.1 angewählt werden kann. Auch hier sind die in der deutschen Fassung angesprochenen Kritikpunkte vorhanden, wobei die Dialoge zudem etwas leiser und auch dumpfer klingen. Optional sind deutsche Untertitel vorhanden, bei denen sich allerdings einige Schreibfehler eingeschlichen haben.
 +++/--

Extras
Extras
  • Making of (18:15 Min.)
  • Bei den Dreharbeiten (19:23 Min.)
  • Originaltrailer (2:46 Min.)
  • TV Spots (1:45 Min.)
  • Bildergalerie (2:36 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ist nur bedingt zu empfehlen, da keine echten Informationen geboten werden. Das Making of entpuppt sich recht schnell als Werbefeature für Hauptdarstellerin Yanin Vismitananda, welche neben anderen Crewmitgliedern kurze Bemerkungen zum Film abgibt. Dennoch sind die Lobeshymnen, auch wenn sie ihre Arbeit sehr gut verrichtet, eher nervig und man hätte diese Zeit für mehr Hintergrundmaterial nutzen sollen, denn der Einblick in die Produktion kommt deutlich zu kurz. Löblich sind aber die zuschaltbaren deutschen Untertitel, welche EMS dem Käufer spendiert. Hinter dem Titel "Bei den Dreharbeiten" werden fast 20 Minuten unkommentierte Behind-the-Scenes-Aufnahmen präsentiert, die recht interessant ausgefallen sind, da man einen kleinen Einblick in die Entstehung der Kampfsequenzen erhält. Abgerundet wird die Bonussektion durch den Originaltrailer, vier TV-Spots und eine Bildergalerie.
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Fazit
Dass sich Regisseur Prachya Pinkaew nicht lange auf seinen Lorbeeren, die er durch die Entdeckung von Martial Arts-Talent Tony Jaa und den daraus entstandenen Filmen Interner Link"Ong Bak" und Interner Link"Revenge of the Warrior", ausruht, war eigentlich abzusehen. Sein neues Werk "Chocolate" ist abermals ein Sprungbrett für einen bis dato unbekannten Schauspieler, der in diesem Fall weiblich ist und ebenfalls das Talent eines Jaa besitzt. Die Rede ist von Yanin Vismitananda, die auch unter ihrem Künstlernamen JeeJa Yanin auftritt. Sie ist mit unglaublichem Talent im Bereich des Martial Arts gesegnet und schlägt sie damit durch Pinkaews Film. Doch die Kämpfe sind nicht alles von "Chocolate", der eine besondere Mischung aus Drama und Kampfsport sein möchte, weil Yanin Vismitananda in ihrer Hauptrolle eine autistische Jugendliche verkörpert.
Ihre Mutter Zin ist die ehemalige Braut eines mächtigen Bosses der Thai-Mafia, während ihr Vater Masashi der Yakuza angehört. Als aus dieser verbotenen Liebe die gemeinsame Tochter Zen entsteht, muss Masashi das Land verlassen und Zin wird verstoßen. Zen lebt in ihrer eigenen Welt, hat aber die Gabe Kampfsportarten innerhalb kürzester Zeit zu erlernen. Jahre später erkrankt Zin an Krebs und es scheint unmöglich, die teuren Medikamente für die Behandlung zu bezahlen. Zens bester Freund, den die Kleinfamilie vor Jahren aufnahm, als er von einer Horde Schläger mishandelt wurde, findet ein altes Buch, in dem Zin die Namen aller Personen eingetragen hat, die ihr noch Geld schulden. Zusammen mit Zen macht er sich nun auf, um das überfällige Geld einzutreiben. Doch ist dies leichter gesagt als getan, denn die Kleinganoven sind von dem Vorhaben der beiden wahrlich nicht angetan. Bedingt durch Zens Kampfkünste erreichen sie ihr Ziel, doch ist auch der Boss der Thai-Mafia auf die beiden Jugendlichen aufmerksam geworden, nicht ohne den Hintergedanken, dass er noch eine offene Rechnung mit Zens Mutter zu begleichen hat.
Die Mischung aus Drama und Martial Arts funktioniert bei "Chocolate" außerordentlich gut, obwohl das Drehbuch nicht wirklich mit den besten Ideen gefüllt ist und auch für die Logik keinen Oscar erhalten wird. Dank eines hohen Erzähltempos fällt die Einfallslosigkeit der Drehbuchschreiber aber nur wenig auf. Auch wenn der Grundgedanke des autistischen Mädchens sehr interessant umgesetzt wurde, hat man diese Thematik schon Jahre zuvor in "Rain Man" mit Tom Cruise und Dustin Hoffman in einem anderen, weiter ausgeführten Zusammenhang gesehen.
Dafür sind die Kämpfe in "Chocolate" echte Attraktionen, denn was die Choreografen hier an halsbrecherischen Einlagen entwickelt haben, ist ein wirklicher Blickfang geworden. Kennt man bereits Interner Link"Ong Bak" oder Interner Link"Revenge of the Warrior", wird man technische Parallelen innerhalb der Kämpfe feststellen, doch hat "Chocolate" die bessere Geschichte von den drei Prachya Pinkaew-Werken vorzuweisen. Viel ist Yanin Vismitananda zu verdanken, die kämpferisch eine noch bessere Figur als Tony Jaa abgibt und zudem auch auf dramatischer Seite die Autistin überzeugend verkörpert. Die weiteren Hauptrollen wurden ebenfalls gut besetzt, so dass Vismitananda Unterstützung erhält und ihr Talent perfekt ausspielen kann. In Nebenrollen konnten für das feindliche Lager auch einige echte Kampfsportchampions engagiert werden, was besonders den Martial Arts-Elementen zugute kommt. Ansonsten fungieren die meisten Nebencharaktere nur als Spielball für Zen und kommen ohne große Dialogszenen aus, liefern aber eine solide Leistung.
Das Zielpublikum von "Chocolate" dürfte vor allem beim Martial Arts-Fan zu finden sein. Dennoch ist der Film auch für ein breites Publikum geeignet, da der dramatische Aspekt um den Autismus überzeugend in Szene gesetzt wurde. Storytechnisch müssen zwar Abstriche hingenommen werden, doch die Choreografien der Kämpfe gleichen jedes Defizit problemlos aus.



Bilder der DVD




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Chocolate - ... süß und tödlich
News"Chocolate – Süß und tödlich" ab November auf Blu-ray
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