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UK 1961
Originaltitel:Taste of Fear
Alternativtitel:Scream of Fear
aka. Hurler de Peur
Länge:78:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Seth Holt
Buch:Jimmy Sangster
Kamera:Douglas Slocombe
Musik:Clifton Parker
SFX:Les Bowie
Darsteller:Susan Strasberg, Ronald Lewis, Ann Todd, Christopher Lee, John Serret, Leonard Sachs, Anne Blake
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.02.2009 (Kauf)



Inhalt
Um sich Zugang zur Villa der Applebys zu verschaffen und herauszufinden, was mit Mr. Appleby passiert ist, gibt sich eine alte Freundin als die gelähmte Penny Appleby aus. Obwohl man ihr sagt, dass der Hausherr sich auf einer Geschäftsreise befindet, sieht sie ihn zu ihrem Schrecken tot in mehreren Räumen das Hauses. Während Applebys Frau Jane ihr einreden will, dass sie unter Halluzinationen leidet, behauptet der Chauffeur, dem Penny sich anvertraut, dass Jane sie in den Wahnsinn treiben will. Sie ahnt nicht, dass die Ehefrau und der Chauffeur einen perfiden Plan verfolgen und, nachdem sie Appleby bereits aus dem Weg geräumt haben, nun auch dessen Tochter ermorden wollen ...

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 "Ein Toter spielt Klavier" zählt zu einen der letzten Schwarzweiß-Produktionen aus den Hammer Studios und wurde von Sony Pictures im anamorphen Format von 1,66:1 veröffentlicht. Auffällig ist das extreme Bildrauschen, das vor allem in Totalen sehr deutlich und unangenehm auffällt. Sobald viele kleine Details wie z.B. zu Beginn des Filmes zu sehen sind, ersäuft das Bild in einem hässlichen unruhigen Brei. Hinzu kommen die deutlichen Mängel im Bereich der Kompression. So zeigt das Bild starkes Blockrauschen und Artefaktbildung. Diese fallen meist auf homogenen Flächen und im Hintergrund auf. Die Schärfe erreicht lediglich mittelmäßiges Niveau und erscheint durchweg sehr wechselhaft; mal ist es "noch" angenehm, dann wieder sehr unscharf und verwaschen, wirklich gute Werte werden aber niemals erzielt. Zumindest bleiben die Konturen auf einem Level, so dass der Transfer wengistens noch ansehnlich bleibt. Als Zuschauer können wir von Glück sagen, dass trotz deutlicher Defizite im Bereich der Schärfe und der Kompression noch ausreichend Details gezeigt werden und somit der Film noch durchweg anschaubar bleibt. Der Kontrast ist zum Glück nicht sonderlich hart ausgefallen, zeigt sich aber meist sehr instabil. So wirkt das Bild meist eine ganze Spur zu dunkel, feine Details saufen ab, im nächsten Moment sieht der Kontrast wieder milchig aus und der Schwarzwert fällt nur mittelmäßig aus.
Für einen fast 50 Jahre alten Hammer-Film ist das Ergebnis zwar noch grundsolide und bleibt selbst auf Großbildschirmen noch schaubar, jedoch gerade was die Kompression angeht hätte ich mir etwas mehr Sorgfalt gewünscht. Dafür ist das Bild weitgehend sauber und zeigt nur selten etwas Schmutz oder Defekte.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hindi (Indisch), Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch
 Die deutsche Sprachfassung klingt überraschend sauber und bleibt stets gut verständlich. In Anbetracht des Alters klingt der Mono-Track natürlich etwas muffig und leicht dumpf, schlägt sich aber sehr wacker und ist frei von störendem Rauschen. Die Dialoge bleiben stets gut zu verstehen und klingen nur dezent kratzig bzw. etwas unsauber im Hochtonbereich. Für einen Film diesen Alter geht das aber absolut in Ordnung. Der englische Mono-Mix klingt etwas rauschig, bietet dafür aber eine etwas natürlichere Sprachwiedergabe, wobei diese sehr kratzig wirkt und stets verzerrt und zischt. Insgesamt wollen die Stimmen nicht so recht zum restlichen Klangbild passen, weshalb der englische Track um einiges dumpfer erscheint. Optional lassen sich weitere Sprachfassungen, sowie diverse Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Theatrical Trailer (1:08 Min.)
  • Trailershow:
    • Hancock (1:36 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Bonus gibt es leider nur einen Trailer zu Interner Link"Hancock", sowie den originalen Kinotrailer. Leider befindet sich auf der Disc kein Werbematerial, keine Bildergalerie und ein Booklet gibt es leider auch nicht.
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Fazit
Die Hammer Studios stehen auch nach über 60 Jahre noch als Garant für tolle Monsterfilme mit blutsaugenen Vampiren, den Mond anheulenden Werwölfen und allerlei düsteren Kreaturen. Doch auch "normale" Krimis und Thriller stammen aus der legendären britischen Filmschmiede, auch wenn letztere kaum mit ihnen in Zusammenhang gebracht werden. "Ein Toter spielt Klavier" ist einer von den klassischen Krimis und wurde im Gegensatz zu den Horrorfilmen der Studios noch in schwarzweiß gedreht. So erinnert Seth Holts Film ein wenig an Werke des Altmeisters Hitcchock, auch wenn dieser Vergleich vielleicht etwas hinkt und "Ein Toter spielt Klavier" nicht dessen Klasse erreicht, ist es doch die unverkenbare Handschrift Holts, die den Film aus der Masse der typischen Krimis positiv hervorhebt. Dank eines spannenden Skripts von Hammer Film-Veteran und Stammautor Jimmy Sangster , sowie der sympathischen und emotional hervorragenden Darstellung der hübschen Susan Strasberg gehört "Ein Toter spielt Klavier" mit recht zu einen der besten Krimis der britischen Studios. Dank einer gekonnten Kamerarbeit von Douglas Slocombe (Interner Link"Tanz der Vampire") wird uns eine klaustrophobische Atmosphäre geschaffen und die Hilflosigkeit der im Rohlstuhl sitzenden Haupdarstellerin auf die Spitze getrieben. Sie kann niemanden trauen, ist aber auf die Hilfe der anderen Personen in der Villa angewiesen, was den Spannungsbogen stets aufrecht erhält. Der Plot bleibt nur selten vorhersehbar und als Zuschauer mag man immer wieder gern miträtseln und weiß eigentlich nie so genau, was für ein Spiel gespielt wird.
"Ein Toter spielt Klavier" hat dabei sicherlich auch seine Mängel und enthält einige Logiklöcher und Ungereimheiten, über die man aber getrost hinwegsehen kann und die einen gewissen Charme ausmachen. Wenn wir z.B. einen kleinen Swimmingpool sehen, der unter Wasser plötzlich zu einem riesigen See mutiert, kommt man um das Schmunzeln nicht herum. Für die musikalische Untermalung sorgt im übrigen Clifton Parker, dessen Score sehr dezent eingesetzt wurde, so dass stellenweise sogar komplett auf den Einsatz von Musik verzichtet wurde und das Hauptaugenmerk vielmehr auf Nebengeräusche gelenkt wird, welche die düstere Grundstimmung nochmals unterstreichen sollen.

"Ein Toter spielt Klavier" versprüht wohliges Gruselambiente und ist dabei nicht einmal ein Horrorfilm. Man leidet als Zuschauer förmlich mit der Hauptdarstellerin mit und weiß bis zur letzten Minuten niemals wirklich, wer nun auf wessen Seite steht. Christopher Lee ist in einer Nebenrolle als Arzt zu sehen, aber nicht allein deswegen sollte man diesen Film gesehen haben. Desweiteren dürfen wir uns über das solide Spiel von Ann Todd, Ronald Lewis und nicht zuletzt Fred Johnson freuen. Düster und beklemmend inszeniert gehört "Ein Toter spielt Klavier" trotz einer technisch schwachen Umsetzung in jede gut sortierte Sammlung.



Bilder der DVD




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