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AR 2005
Originaltitel:Death Knows Your Name
Alternativtitel:Muerte conoce tu nombre, La
Länge:88:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Daniel de la Vega
Buch:Demián Rugna
Kamera:Alejandro Millán Pastori
Musik:Jose C. Komesu
SFX:Simon Ratziel
Darsteller:Rodrigo Aragón, Kevin Schiele, Hugo Halbrich, Mimi Rivera, Verónica Mari, Patricia Gomez, Gonzalo Alfonsin, Javier Gorleri, Enrique Liporace, Marcos Montes, Pablo Tur, Alicia Vidal
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.07.2008 (Verleih) / 27.08.2008 (Kauf)



Inhalt
Bruce Taylor arbeitet als Psychiater in einer in die Jahre gekommenen Anstalt. Dort macht er die Entdeckung seines Lebens, die alles für immer verändern wird. In den Gängen eines schon vor einhundert Jahren geschlossenen Flügels werden die Überreste eines menschlichen Schädels gefunden. Bruce ist von diesem skelettierten Schädel wie besessen und drängt seinen Vater Anthony, einen forensischen Anthropologen, mit einem komplizierten Verfahren die Gesichtsstruktur des Kopfes nachzubilden. Doch was Bruce erwartet, lässt ihn an seinem eigenen Verstand zweifeln: Der Schädel trägt sein Gesicht!

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Diverse Stilmittel des Regisseurs erschweren deutlich die Bildbewertung. So bekommt man lediglich eine zurückhaltende Farbgebung geboten, die aus sehr sterilen und kalten Farbtönen besteht. Dies sorgt für ein etwas unnatürliches Bild, wirkt zur Handlung und der Krankenhauskulisse aber sehr passend. Weiterhin verursacht der Kontrast starke Überstrahlungen auf hellen Flächen, wodurch die Darsteller fast keine Hautfarben aufweisen und meist sehr fahl wirken. Dunkle Szenen und Bildbereiche können durch den guten Schwarzwert aber überzeugen und beinhalten alle nötigen Bildinformationen. Sehr positiv sticht die Schärfe hervor, die trotz der verwendeten Stilmittel für ein plastisches Bild sorgt. Feine Details werden problemlos dargestellt und auch die Tiefenschärfe darf an dieser Stelle wirklich als optimal gelten. Dennoch gibt es einige Szenen, die etwas abfallen und eine leichte Unschärfe bereithalten. Auch die Kompression, macht durch kleinere Unruhen auf sich aufmerksam. Ein leichtes Bildrauschen ist vorhanden, kann das anamorphe Bild aber nicht trüben. Unter der Berücksichtigung der Stilmittel und dem ansonsten fehlerfreien Bild kommt der Transfer auf gute 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Stereo (Deu, En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Tonspuren können nicht ganz so überzeugen wie das Bild. Der Originalton leidet unter der nicht sehr guten englischen Aussprache der argentinischen Darsteller, wodurch nicht alle Dialoge einwandfrei zu verstehen sind. Dieses Problem gibt es bei der deutschen Synchronfassung nicht, denn hier sind alle Stimmen sehr gut zu verstehen, doch hapert es an der Dolby Digital 5.1-Abmischung. Diese ist nämlich nur ein gesplitteter Upmix der Stereospur und verteilt lediglich die Frontkulisse auf die Rears. Dadurch entsteht auch kein räumliches Klangbild. Entschädigt wird man zumindest mit einer ordentlichen Dynamik, die auch den Subwoofer gelegentlich anspricht. Als Alternative steht auch noch die Stereospur zur Verfügung, denn auch in dieser Abmischung überzeugt die Verständlichkeit der Dialoge. Störgeräusche sind nicht auszumachen und deutsche Untertitel sind als Ergänzung zum O-Ton vorhanden.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Alien Agent - Trailer 1 (2:59 Min.)
    • Alien Agent - Trailer 2 (1:59 Min.)
    • Phantom Force (1:34 Min.)
    • Inhospitable (1:27 Min.)
    • End of the Line (1:46 Min.)
    • Lost Colony (1:31 Min.)
    • Dragon Storm (0:45 Min.)
    • Last Sentinel (1:57 Min.)
    • Streets of Philadelphia (2:13 Min.)
    • Kids - in den Straßen New Yorks (2:15 Min.)
    • Jackbutt (2:19 Min.)
    • Die Kreuzritter 4 (1:06 Min.)
    • Kiltro (1:54 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Bonus gibt es eine umfangreiche Trailershow zu weiteren Titeln des Anbieters. Leider ist der Trailer zum Film nicht enthalten.
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Fazit
Argentinien gehört sicherlich nicht zu den Ländern, die bekannt für ihren Output im Horrorgenre sind. Umso erfreulicher, wenn solch ein Titel seinen Weg nach Deutschland findet. "Death Knows Your Name" ist einer dieser seltenen Vertreter und ein ungewöhnlicher Film noch dazu. Dies liegt an der surrealen Handlung von Autor Demián Rugna , die zwar stimmig von Regisseur Daniel de la Vega inszeniert wurde, sich aber in der erschaffenen Welt deutlich verfängt: Der Film ist einfach zu bizarr, auch wenn alles einen scheinbar normalen Verlauf nimmt.

Bruce Taylor arbeitet als Psychiater in einer Nervenheilanstalt und muss sich mit den etwas merkwürdigen Patienten abgeben. Diese reden wirres Zeug von einer Wiedergeburt. Durch Zufall entdeckt Bruce einen versteckten Gang, der in einen abgeriegelten Teil der Anstalt führt. Hier hat vor einem Jahrhundert das Gelbfieber die Insassen hingerafft. In einem dieser Gänge findet Bruce die Überreste eines menschlichen Skeletts, dessen Schädel er seinem Vater, einem Anthropologen übergibt, in der Hoffnung, dass dieser das Gesicht wieder rekonstruiert.

Soweit baut sich eine kontinuierliche Spannung auf und man fiebert förmlich mit der Hauptfigur Bruce mit, welches Geheimnis sich hinter dem Schädel verbirgt. Bis hier lässt sich die Geschichte auch problemlos verfolgen. Erst als das rekonstruierte Gesicht sein Ebenbild zeigt, fängt der Film an aus dem Ruder zu laufen. Schlagartig wird die Handlung von Minute zu Minute absurder und die Geschichte verfängt sich in einem Netz, das nicht leicht zu durchschauen ist. Stellenweise zeigen sich deutliche Parallelen zu Lars von Triers Meisterwerk Interner Link"Kingdom - Hospital der Geister", wenn eine schwangere Frau einen erwachsenen Mann zur Welt bringt oder mysteriöse Erscheinungen umher irren. In diesen Wirren des Drehbuchs, kommt es mehr als einmal vor, dass sich der Zuschauer fragt, wohin die Handlung noch führen mag. Das könnten sich auch die Darsteller gefragt haben, denn so wirklich scheinen diese auch nicht zu wissen, auf welche Art von Film sie sich eingelassen haben, was die Leistungen zwischen enthusiastischen Overacting und untalentiertem Rumstehen erklärt. Aber gerade diese Mischung wirkt sehr passend und steigert die absonderliche Stimmung des Films. Für die breite Masse ist "Death Knows Your Name" nicht geeignet, Fans von Cronenberg oder Lynch dürfen aber getrost einen Blick in die Welt dieses argentinischen Horrorfilms werfen.



Bilder der DVD




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