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ESP 2005
Originaltitel:Belcebú
Länge:77:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Sergio Blasco
Buch:Sergio Blasco
Kamera:Cueto Lominchar
Musik:Javier Giner, Juan Lizaso, Juanma Millán
SFX:Juan Serrano
Darsteller:Oscar Pastor, Mapi Romero, Diego Braguinsky, Rubén Rodríguez, Ramón Blanco Solaz, Diego Brawinsky, Ricardo Jordán, Oscar Pastor, Sergio Blasco
Vertrieb:Shock DVD Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:08.01.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Musiker Belcebu ist auf dem Rockolymp angekommen. Er ist reich, berühmt und berüchtigt. Sein Ruhm geht so weit, dass seine Fans in Scharen Selbstmord begehen. Auf der Suche nach Antworten auf diese mysteriösen Vorkommnisse trifft Belcebu auf eine dämonische Frau, die ihm einen Pakt mit dem Teufel anbietet. Eine Hölle voller Sex und Gewalt öffnet ihre Tore ...

Bild
Format1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Vollbild hat mit den üblichen Problemen eines Low Budget-Films zu kämpfen. So fällt vor allem die schlechte Ausleuchtung in dunklen Szenen, wovon es viele gibt, auf. Es ist zwar nicht so, dass nichts mehr erkannt werden kann, doch werden viele Detailbereiche deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kommt noch ein schwacher Schwarzwert, der deutlich ins Gräuliche tendiert, ansonsten ist der Kontrast den Umständen entsprechend solide ausgefallen. Die Farben wirken in hellen Szenen natürlich, in dunklen aufgrund der Ausleuchtung und dem Einsatz von Rotlicht hingegen nicht. Gerade durch den Einsatz des Rotlichts kommt eine leichte Übersättigung zustande. Die Schärfe wirkt die gesamte Laufzeit über sehr weich, was zur Folge hat, dass Detailarmut vorherrscht. Rauschen ist vorhanden und nimmt besonders in den dunklen Szenen an Intensität zu. Die Kompression zeigt kleinere Schwächen, wodurch minimale Artefaktstrukturen in Erscheinung treten.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Deu, Spa)
SpracheDeutsch, Spanisch
Untertitel-
 Neben der spanischen und deutschen Stereospur befindet sich noch eine deutschsprachige Abmischung in Dolby Digital 5.1 auf der DVD, die nicht auf dem Cover angegeben ist. Die Synchronisation ist als passabel einzustufen, unterstreicht allerdings den Charakter des Films, wenn auch nicht unbedingt den dramatischen Handelsverlauf bezüglich der Drogenproblematik. Stereo hätte völlig ausgereicht, denn besondere Aktivitäten sind auf den hinteren Lautsprechern nicht vorhanden. Zumindest werden die Rears für der Score und einige Nebengeräusche genutzt, wobei eigentlich nur ein Upmix des Originaltons angefertigt wurde, was in Szenen ohne Dialoge deutlich auffällt. Während die synchronisierten Dialoge lediglich vom Center wiedergegeben werden, verteilen sich beispielsweise Schreie auch auf die Rears, was der natürlichen Klangkulisse etwas schadet. Besser gefällt die deutsche Stereospur, die diese Effekte nicht zu verbuchen hat und demnach auch bevorzugt werden sollte. Die Dialoge selbst sind zu jeder Zeit gut zu verstehen, was auch beim spanischen Original so ist. Ein Unterschied wird bei den beiden Sprachfassungen allerdings deutlich: Die Dialoge der Synchronfassung treten sehr dominant in den Vordergrund und überlagern die Musik sowie Umgebungsgeräusche, beim spanischen Original ist dies genau andersrum, da man den Setton nutzte und nachträglich die Musik und Effekte abmischte. Gemessen am Produktionsstandard gehen beide Tonspuren aber völlig in Ordnung, da keine Störfaktoren wie übermäßiges Rauschen oder anderweitige Defekte die Tonspuren beeinflussen. Deutsche Untertitel sind nicht vorhanden.
 +++---

Extras
Extras
  • Making of (6:57 Min.)
  • Music Clip (2:39 Min.)
  • Trailer (1:40 Min.)
  • Veneral Disease Clip (2:19 Min.)
  • Pronogore (2:28 Min.)
  • Trailer: Litio (1:12 Min.)
  • Trailer: Mas Carnaza (1:06 Min.)
  • 4 Collector Cards
VerpackungKeepCase im Schuber
 Leider sind die Extras relativ kurz und nur in spanischer Sprache ohne deutsche Untertitel vorhanden. Lediglich beim Making of stehen eingebrannte englische Untertitel zur Verfügung. Trotz der kurzen Laufzeit ist es zumindest interessant gestaltet und gibt einen kleinen Einblick in die Produktion, die zudem von Sergio Blasco kommentiert wird. Im Beitrag "Pornogore" wird mittels kurzem Clip auf Genremischungen aus Porno/Erotik und Horrorfilmen eingegangen. Weiter geht es mit dem im Film gezeigten Auftritt der Band um Belcebu, der im Bonusmaterial als separater Musik Clip anwählbar ist. Ein weiterer Musik Clip der Band Veneral Disease sowie der Filmtrailer zu Belcebu und zwei weitere Blasco-Werke runden die Extras ab. Wie bei Shock DVD Entertainment üblich befinden sich wieder 4 Collector Cards im KeepCase, die diesmal verschiedene Coverartworks zum Film zeigen.
 +/----

Fazit
Nachdem Shock DVD Entertainment Sergio Blascos gesuchten Debütfilm Interner Link"Burrp" auf die Gorehounds losließ, gibt es nun Nachschub in Form seines neuesten Werks, das auch schon wieder 4 Jahre auf dem Buckel hat. Manchmal braucht es eben eine gewisse Zeit, bis man auf bestimmte Personen und deren Filmschaffen aufmerksam wird. Mit "Belcebu" nahm sich der Spanier dem Thema um Goethes "Faust" an und inszenierte einen Film, der alles andere als massenkompatibel ist. Weit entfernt vom üblichen Mainstream entfaltet Blasco ein Feuerwerk aus Blut, Sex und Drogen.
Diese drei Grundinhalte verbinden sich mit dem psychischen Verfall der Protagonistin Mani. Die junge Frau arbeitet als Prostituierte, nachdem sie frisch aus dem Frauenknast entlassen wurde. Eigentlich hat ihr der Aufenthalt gut getan, schließlich konnte sie sich so von ihrer Heroinsucht befreien, die sie zuvor mit Überfällen finanzieren musste. Doch alte Gewohnheiten lassen sich nicht so schnell abstellen, wenn sich das übliche Umfeld erst wieder eingestellt hat. Um endlich einen Ausweg aus der ganzen Misere zu finden, macht sich Mani auf die Suche nach ihrer Schwester. Diese Suche bringt sie auch wieder in die Nähe ihrer alten Liebe, einem Metaller, der sich Belcebu nennt, und in der Szene ein gefragter Star ist. Belcebu verkauft mit seinen Platten unzählige Exemplare, doch merkwürdigerweise treiben seine Songs die Hörer in den Selbstmord. Eine mysteriöse Aura umgibt diesen Sänger, obwohl er alles andere als ein sympathischer Kerl ist. Manis persönlicher Horrortrip nimmt viel gravierendere Formen an, als sie selbst für möglich gehalten hätte.

Trotz der Handlung im Drogen- und Erotikmilieu fehlt es dem Film an ausgereiften Erotikszenen, da diese sich sehr zurückhaltend geben, was man von den Drogeneskapaden und den Gewaltausbrüchen nicht behaupten kann. Hier nimmt Blasco kein Blatt vor den Mund und zeigt dem Zuschauer ein breites Spektrum seiner obskuren Ideen. Leider braucht der Film fast eine Stunde, um den nötigen Drive zu erhalten, was den einen oder anderen Zuschauer sicherlich abschrecken wird. Etwas zu belanglos wird Manis Drogenproblematik abgehandelt und auch die Hintergründe um Belcebu wirken anfangs etwas fehl am Platz. Schuld daran ist nicht nur der eigenwillige Stil des Regisseurs, sondern die Riege der Darsteller, die scheinbar mit den ihnen auferlegten Rollen überfordert sind. Entschädigt wird man zumindest in den letzten 20 Minuten, die irgendwie so gar nicht zum Rest des Films passen möchten. Alles, worüber nur diskutiert wurde, nimmt nun blutige Formen an. Als sich die gesamte Belegschaft um Belcebu mit ein paar Auserwählten auf einer okkulten Party treffen, nimmt diese groteske Formen an und entschädigen für die Durchhänger der ersten Stunde. Wie in der Höllenszene in Olaf Ittenbachs Interner Link"The Burning Moon" wirft nun auch Blasco Perlen vor die Säue und erfreut mit einer wahren Splatter-Orgie, die von aufgespießten Frauen über Riesenpenisse reicht. Die Effekte sind aufgrund des geringen Budgets sehr einfach gestrickt, was dem Film zudem einen trashigen Charakter verleiht. Somit ist "Belcebu" kein schlechter Film geworden, hätte aber schon wesentlich früher aus dem Quark kommen können anstatt sein ganzes Potenzial für die letzten 20 Minuten aufzusparen. Davon steckt zumindest genug in Sergio Blasco, doch von seinem ersten Langfilm hätte man sich etwas mehr erwartet.

Beim Kauf von "Belcebu" bitte darauf achten, dass man auf die Veröffentlichung von Shock DVD Entertainment zurückgreift. Die deutsche Kaufhausfassung von Cult Entertainment musste für eine FSK-Freigabe erheblich gekürzt werden.



Bilder der DVD




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