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TH 2007
Originaltitel:Body sob 19
Länge:119:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Paween Purikitpanya
Buch:Chukiat Sakveerakul, Paween Purikitpanya
Kamera:Somboon Phopitakkul
SFX:Siwakorn Suklankarn
Darsteller:Arak Amornsupasiri, Ornjira Lamwilai, Kritteera Inpornwijit, Patharawarin Timkul
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:13.11.2008 (Verleih) / 28.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Student Chon konsultiert die Psychiaterin Dr. Usa, weil ihn wiederkehrende Alpträume quälen. In seinen Träumen wird eine Frau, die Chon nur beiläufig kannte, von einem geheimnisvollen Mann ermordet, in Stücke gehackt und dann Teil für Teil in der Toilette runtergespült. Diese Visionen verfolgen Chon immer stärker, bis er sich selbst so fühlt, als ob er seziert wird. Während die Psychologin versucht Chon zu versichern, dass solche Träume nur symbolischen Charakter haben, kommt er zu dem Schluss, dass es sich hierbei um Botschaften der toten Frau handelt. Nur das diese nicht für ihn bestimmt sind, sondern für ihren Mörder. Chon muss dieses Geheimnis auf eigene Faust lösen, sonst verliert er den Verstand.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Visuell gefällt das anamorphe Bild mit passenden Stilmitteln, die sehr gut die Atmosphäre von "Body" unterstreichen. Besonders stechen die matten und tristen Farben hervor und lassen die Situation der Protagonisten in einem leblosen Glanz erscheinen. Die Grundschärfe überzeugen zudem und zeigt auch feinere Details. Negativ fallen hingegen waagerechte Kanten auf, da es häufig zu dem so genannten Treppcheneffekt kommt, was die Bewertung schmälert. Auch der Schwarzwert wirkt sich auf schwarze Flächen negativ aus und tendiert deutlich ins Gräuliche, was aber möglicherweise beabsichtigt ist. Der Kontrast wirkt dennoch sehr ausgewogen und lässt keine Beeinträchtigung der Detailwiedergabe zu. Rauschen ist dezent vorhanden und die Kompression lässt nur kleinere Unruhen im Bild entstehen. Insgesamt kommt somit ein guter Transfer zustande.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Thailändisch
UntertitelDeutsch
 Sowohl der thailändische Originalton als auch die deutsche Synchronfassung liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Überraschenderweise klingt die deutsche Tonspur besser als das Original, da die ein deutliches Rauschen wahrnehmen lässt. Eine atmosphärische Soundkulisse wird aber in beiden Tonspuren geschaffen, was sich besonders in den Schocksequenzen widerspiegelt, da in diesen durch den Einsatz des Subwoofers entsprechender Druck ausgeübt wird. Ansonsten wechseln sich ruhige Szenenabfolgen, die meist frontlastig klingen, mit einem dichten räumlichen Klangbild durch Nutzung der Effektlautsprecher ab. Der Score und gezielt eingesetzte Effekte innerhalb der dynamischen Abmischung wissen gekonnt die Handlung zu unterstützen. Deutsche Untertitel sind vorhanden, um die thailändische Sprache verständlich werden zu lassen, doch aufgrund der gelungenen Synchronisation wird diese Option wohl lediglich von O-Ton-Fans genutzt werden.
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Extras
Extras
  • Making of und Interviews (6:02 Min.)
  • Poster Gallery (54 Bilder)
  • Trailer + Teaser (4:26 Min.)
  • Musikvideo (3:42 Min.)
  • Trailershow:
    • Big Bad Wolf (2:08 Min.)
    • Manhunt (1:38 Min.)
    • Cherry Crush (1:50 Min.)
    • Nuit Noire (2:21 Min.)
    • Dark Shadows (0:52 Min.)
    • Killing Ariel (2:50 Min.)
    • Guard Post (2:15 Min.)
    • The Wig (2:29 Min.)
    • Weirdsville (2:52 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Das Bonusmaterial kann nicht sonderlich überzeugen, da die kurzen Laufzeiten der Beiträge nicht ausreichen, um Hintergrundwissen zu vermitteln. Zwar gibt es ein Making of, das durch Interviewsequenzen des Regisseurs und den Hauptdarsteller ergänzt wird, wirkliche Informationen kommen aber nicht zustande. Übrig bleibt ein schönes Musikvideo, Trailer, Teaser und eine Postergalerie mit verschiedenen Coverartworks. Die auf dem Cover angegebenen Visuell Effects sind nicht als Special vorhanden. Für den gesamten Bonus stehen deutsche Untertitel zur Verfügung. Weitere Anregungen zu Veröffentlichungen des Labels kann man sich innerhalb der Trailershow holen.
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Fazit
Wieder einmal erreicht dank I-On ein weiteres Kleinod des thailändischen Horrorfilms deutschen Boden. Hinter "Body" steht das Produzententeam des Erfolgsfilm Interner Link"Shutter", der mittlerweile auch ein amerikanisches Remake erfahren durfte. Bei "Body" wird man den Gedanken nicht los, dass dieser Film ein Kandidat für ein Remake ist, denn die Thailänder haben wieder einmal bewiesen, wie perfekte Gruselunterhaltung auszusehen hat, auch wenn ein paar altbekannte Muster durch das Handlungsgerüst schlüpfen.

Alles dreht sich um den jungen Studenten Chon, der von immer wiederkehrenden Alpträumen gequält wird. Chon sieht in diesen Träumen, wie eine Frau bestialisch umgebracht und zerstückelt wird. Mehr und mehr verliert er seinen Verstand und begibt sich auf die Suche nach der Person aus seinen Träumen. Mit Hilfe der Psychiaterin Dr. Usa findet er heraus, dass die getötete Frau ihm etwas mitteilen möchte. Scheinbar steckt mehr hinter den Träumen als es Chon lieb ist, denn es häufen sich seltsame Todesfälle in seiner Umgebung.

Was sich wie eine vorhersehbare Geschichte um Geister mit wehenden schwarzen Haaren anhört, entwickelt sich recht zügig zu einem Labyrinth, das zwar einen Ausgang besitzt, den Zuschauer zuerst aber geschickt in einige Sackgassen führt. Regisseur Paween Purikipanya lässt nicht einfach einen Geist dessen Mörder suchen, sondern nutzt dieses Handlungsmuster lediglich, um einen viel komplexeren Film zu schaffen, der, obwohl es den Anschein macht, zu keinem Zeitpunkt zu durchschauen ist. Erst als sich die Lösung anbahnt, fällt dem Zuschauer auf, dass Purikipanya die ganze Zeit mit dessen Wahrnehmung gespielt hat, indem er kontinuierliche wichtige Aspekte der Handlung preisgab ohne dass es vom Zuschauer bemerkt wurde. Obwohl er die richtige Fährte offenbart, ist es einfach nicht möglich, dieser zu folgen, sondern man verstrickt sich in der eigenen Wahrnehmung, um sich in Sicherheit zu wiegen. Dadurch sorgt "Body" für überraschende Wendungen, die Purikipanyas Werk zu einem grandiosen Albtraum werden lassen. Aber nicht nur durch die Handlung fällt bei "Body" positiv auf, auch visuell und akustisch überzeugt er auf ganzer Linie und erzeugt im Zusammenspiel mit der Geschichte eine sehr dichte Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Anfangs sind die dominierenden CGI-Effekte zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch freundet man sich recht zügig mit den Computeranimationen an. "Body" ist definitiv ein erster Geheimtipp des Jahres 2009 und eine Weiterentwicklung im asiatischen Horrorfilm.



Bilder der DVD




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