Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2007
Originaltitel:Werewolf: The Devil's Hound
Länge:85:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Gregory C. Parker, Christian Pindar
Buch:Gregory C. Parker, Christian Pindar
Kamera:Gregory C. Parker, Christian Pindar
Musik:Christian Devein
SFX:Colin Theys, Dental Distortions
Darsteller:Michael Dionne, Tamara Malawitz, Phil Gauvin, Christy O. Cianci, Adam Loewenbaum, Michael Wrann, Kirsten Babich, Greg Nutcher, Kevin Shea, Jennifer Marsella, Lance Hallowell, Art Longley, Brian J. Zompanti, Christian Jankowski, Richard Guerreiro, Joe Cappucci
Vertrieb:Atomik-Films / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.09.2008 (Verleih) / 23.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Ein in Deutschland gefangener Werwolf gelangt über Umwege zu dem Besitzer eines "Special Effects"-Studios in Amerika. Prompt bricht das Tier aus und beißt den Sohn des Besitzers, der sich von nun an in eine haarige Bestie verwandelt und so den Fortbestand der Monster-Rasse sichern soll. Mit unbändiger Wucht töten die Werwölfe ihre Gegner, jeder Widerstand endet mit aufgerissenen Kehlen. Als dann auch noch die Familie des ersten Monsters und eine Gruppe Werwolf-Söldner auftauchen, bricht endgültig die Hölle los. Diese Werwölfe verstehen überhaupt keinen Spaß ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Insgesamt bin ich zufrieden mit der Bildqualität, denn schließlich ist "Lycan" eine Low Budget-Produktion, bei der nicht alles perfekt sein muss. Gerade Szenen im Hellen sind aber schon fast 4 Punkte wert, denn die Schärfe stimmt und insgesamt sieht das anamorphe Bild auch natürlich aus. Es wurde zusätzlich mit vielen Filtern gearbeitet, was die Defizite von Digital Video etwas überdeckt. Die sind in Bewegungsunschärfen, manchmal etwas rötlichen Gesichtsfarben und einem nicht ganz sauberen Kontrast zu suchen. Gerade im Mittelteil fehlt es an Deutlichkeit in dunklen Szenen und der Schwarzwert stimmt nicht ganz. Darüber hinaus überzeugt das Gezeigte aber, denn die Kompression arbeitet weitgehend sauber und es gibt keinen Bildschmutz zu entdecken.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Wäre die deutsche Synchro nicht so dünn (und auch nicht gerade mit den besten Sprechern besetzt), wäre auch in diesem Bereich ein halber Punkt mehr fällig. Die Rear Speaker machen immer wieder mal auf sich aufmerksam, ebenso wie die Frontlautsprecher für Beweglichkeit sorgen können. Dabei fehlt es aber an Dynamik und immer wieder bleibt der Ton seltsam monoton. Die Verständlichkeit der Dialoge ist dagegen über die gesamte Spielzeit hervorragend, der Klang bis auf die etwas dünne Abmischung ebenfalls rund und vor allem rauschfrei. Auch beim englischen Originalton (ebenfalls Dolby Digital 5.1) tritt nie der Eindruck auf, es würde Live-Ton verwendet werden. Da dieser aber etwas bassiger klingt, was den Effektsequenzen zugute kommt, sind für ihn die vollen 4 Punkte gerechtfertigt. Außerdem gibt's deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Feature "Composing A Monster" (11:13 Min.)
  • Trailer dt. / engl. (1:54 Min.)
  • US-Trailer (0:47 Min.)
  • Musikvideo "Spit You Out" (3:22 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Forest Of The Damned (2:04 Min.)
    • Katie Bird (2:30 Min.)
    • Headhunter (2:12 Min.)
    • Five Across The Eyes (1:44 Min.)
    • Bone Dry (1:25 Min.)
VerpackungKeepCase
 Für die deutsche DVD gibt es etwas Bonusmaterial, nur muss man sich mit einem abfinden: Deutsche Untertitel sucht man vergebens. Sehr schade, denn allein der Audiokommentar ist gleichweg unterhaltsam wie interessant. Die Regisseure Gregory Parker und Christian Pindar haben sich für diesen eingefunden, um ziemlich genau die Intention hinter dem Film und ihre Vorbilder zu erläutern. Genauso wenig wie sie ihren Film ernst verstanden haben möchte, der ihnen einige schlaflose Nächte bereitet hat, darf man auch nicht erwarten, dass es im Kommentar immer nur ernst zugeht. Ein Making Of gibt es zwar nicht, im Making Of zum Score und zum Soundtrack, den es übrigens auch als CD gibt, werden aber einige Szenen vom Dreh gezeigt. Vor allem aber erzählt Christian Devein, der für die Musik zuständig war, wie er die Songs geschrieben hat, ein paar befreundete Bands um Songs anfragte und auch ein Stück seiner eigenen Band Die Symphony dazu tat. Das kurz angespielte "Spit You Out" kann man sich an anderer Stelle auf der DVD noch mal in geesamter Länge anschauen. Ansonsten gibt es noch Trailer.
 ++----

Fazit
Das Werwolf-Genre neu zu erfinden ist mittlerweile kaum noch möglich, also ist eine schnippige Interpretation davon bereits eine nette Angelegenheit, die man sich wie im Falle "Lycan" gern auf DVD geben kann. Die Macher von "Lycan", einem Independent-Projekt, lassen ihre Geschichte zwar nur auf den üblichen Werwolf-Mythos inkl. Werwolf-Jägern basieren, was inhaltlich keinerlei Überraschungen bereit hält, gehen diese aber selbstironisch, manchmal fast schon parodistisch an, um den Zuschauer zu unterhalten. So fällt vor allem der schnelle Schnitt zu Beginn auf, der weniger die Action, sondern die seichte Situationskomik unterstreicht und die Handlung peppig und rasant werden lässt. Die leichten Witzeleien, die fast alle auf den Charakteren basieren, sind nicht übertrieben und wurden mit ein paar netten Schnitt- und CGI-Techniken verfeinert. Gerade die Computereffekte erkennt man zwar als solche, glücklicherweise wird aber viel davon mit Selbstironie geschickt überspielt.
Toll ist es außerdem, dass man die Charaktere familiär bzw. über ihren gemeinsamen Beruf (eine kleine Pyro-Effekt-Agentur) miteinander verbunden hat. Das schafft eine Atmosphäre, die die comichaften Figuren nicht zu überdreht erscheinen lässt. So ist der Vater Chef der Firma, seine Frau Tierärztin (und zufällig Werwolfjägerin), sein Sohn der Auslöser für den ganzen Schlamassel und der Rest der Familie fortan aufgebracht darüber, wie man die Probleme und die aufkommende Präsentation vor Hollywood-Investoren unter einen Hut bekommt. Natürlich nimmt niemand die Bedrohung wirklich ernst und dementsprechend fällt auch der Endkampf wie eine Parodie aus, allein weil man dort mehrfach das Monster in voller Statur sieht, das eher an einen Yeti als an einen Werwolf erinnert.
Dafür kommen die blutigen, handgemachten Effekte nicht zu kurz. Es wird zwar immer wieder mal versucht, die Gewalt durch Abblenden oder Dunkelheit zu entschärfen, das Kunstblut spritzt aber literweise und ein abgetrenntes Körperteil wird auch mal "zum Spaß" missbraucht.

Inhaltlich zwar nur durchschnittlicher Beitrag, dem es aber nicht an Spritzigkeit, Witz, stilistischer Eigenständigkeit und Action fehlt. Wer also etwas für kleinere Produktionen übrig hat, sollte einen Blick riskieren.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.