Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
AUS, D, IT, ZA, USA 1984
Originaltitel:Shaka Zulu
Länge:449:05 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:William C. Faure
Buch:Joshua Sinclair
Kamera:Alec Mills
Musik:David Pollecutt
SFX:Chris Wallace
Darsteller:Edward Fox, Robert Powell, Trevor Howard, Fiona Fullerton, Christopher Lee, Henry Cele, Dudu Mkhize, Roy Dotrice, Gordon Jackson, Kenneth Griffith, Conrad Magwaza, Patrick Ndlovu, Roland Mqwebu, Gugu Nxumalo, Tu Nokwe, Vuyisile Bojana, Bingo Bentley, Simon Sabela, Sam Williams, Alex Heyns, Graham Armitage
Vertrieb:Polyband
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:30.01.2009 (Kauf)



Inhalt
Seine Untertanen nannten ihn respektvoll "den großen Elefanten": Zulu-König Shaka (1787-1828) schaffte es Anfang des 19. Jahrhunderts in kürzester Zeit, die vielen verschiedenen, teilweise untereinander zerstrittenen Stämme seiner Heimat im heutigen Südafrika zusammenzuschweißen. Shaka Zulu wurde zu einer mythischen Führerfigur, die noch heute von der schwarzen Bevölkerung verehrt wird. Die Serie beginnt 1823 in Kapstadt - zu einer Zeit, als Shaka Zulu den Gipfel seiner Macht bereits erklommen hatte. Der britische Gouverneur, Lord Charles Somerset, fürchtet um die Sicherheit der englischen Kolonie. Da kommt ein junger Lieutenant nach Kapstadt und entwickelt einen Plan, um auf friedlichem Wege mit den Zulus ins Gespräch zu kommen ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Beim Vollbild-Transfer muss man schon etwas mit Altersbonus an die Bewertung herangehen, denn die verwendeten deutschen TV-Master haben die Zeit zwar relativ gut überstanden, doch sind deutliche Altersdefizite vorhanden. Besonders auffällig sind die zahlreichen Defekte und Verschmutzungen, die aber nur bedingt als störend empfunden werden. In einigen Folgen tauchen zudem gelegentlich Laufstreifen senkrecht im Bild auf. Die Schärfe hingegen macht einen soliden Eindruck und lässt sogar eine ordentliche Detailzeichnung aufkommen. Zudem ist Rauschen nur dezent im Hintergrund auszumachen. Bei der Farbgebung dominieren erdige Töne, wodurch nicht immer Natürlichkeit zustande kommt. Letztendlich sie jedoch zur afrikanischen Kulisse. Aufgrund eines nicht optimalen Schwarzwertes wirkt das Bild etwas zu hell und auch der Kontrast wirkt besonders bei hellen Bildbereichen etwas steil, was zu leichten Überstrahlungen führt. Die Kompression ist des Öfteren mit leichten Artefaktbildungen zugegen und sorgt für Unruhen. Somit kommt die Bildbewertung auf knapp 3 Punkte, der Altersbonus mit eingerechnet.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die deutsche Synchronfassung liegt im gut verständlichen Mono vor und lässt trotz des Alters keine Schwächen aufkommen. Die Abmischung ist vorbildlich und im Verhältnis Dialoge, Soundtrack und Effekte homogen gehalten, wodurch keine Überlagerungen entstehen. Defekte und Verzerrungen halten sich angenehm zurück. Lediglich ein leichtes Hintergrundrauschen ist in ruhigeren Passagen wahrzunehmen. Leider wurde auf den Originalton verzichtet und demnach auch auf entsprechende Untertitel.
 ++----

Extras
Extras
  • Interview mit Regisseur William C. Faure und Darstellerin Dudu Mkhize (10:55 Min.)
VerpackungDigipak
 Als Bonus bietet Polyband ein 10minütiges Interview mit Regisseur William C. Faure und der Hauptdarstellerin Dudu Mkhize aus dem Jahre 1984. Trotz der kurzen Laufzeit ist das Interview sehr informativ ausgefallen. So erfährt man von den Schwierigkeiten, einen Produzenten für die Serie zu finden und weiteres Hintergrundwissen zur Person des Shaka Zulu. Deutsche Untertitel stehen zur Verfügung, da das Interview in englischer Sprache geführt wurde.
 +-----

Fazit
Es war zu einer Zeit, da gab es lediglich drei Programme im deutschen Fernsehen und die Qualität der gebotenen Sendungen war als sehr hoch anzusehen. Vor allem die Fernsehserien überzeugten mit tollen Geschichten und lenkten vom arbeitsreichen Alltag ab. Eine dieser Serien war "Shaka Zulu", die in eindrucksvollen Bildern die kriegerische Auseinandersetzung zwischen der afrikanischen Zulu-Kultur und den britischen Kolonialmächten aufzeigte. Basierend auf authentischen Berichten des Zulukönigs Shaka Zulu wird dessen Lebensweg dargestellt. Handlungsort ist das Afrika der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit ist das Reich der Zulus stark expandiert, was von britischer Seite argwöhnisch betrachtet wird. Aus diesem Grund wird eine Expedition gestartet, um sich vor Ort einen genauen Überblick zu verschaffen. In der Person des Königs Shaka Zulu findet man aber nicht wie erhofft einen Primitiven, sondern einen wissbegierigen und aufrechten Herrscher. In den Europäern sieht er eine Interessengemeinschaft und so eröffnet er ihnen seine Lebensgeschichte. Diese wird in über 9 Stunden spannender Unterhaltung wiedergegeben. Dies liegt vor allem an der Faszination, die von der Person Shaka Zulu ausgeht. Neben seinen intelligenten Handlungsweisen fällt auch der besondere Hang zur Brutalität auf. Genie und Wahnsinn geben sich die Hand zum Wohle des afrikanischen Zulu-Volkes. Denn geboren als unehelicher Sohn eines wenig bedeutenden Königs erhebt sich Shaka Zulu wie Phönix aus der Asche zu einem Krieger, dem gottgleich der Königsstatus in die Wiege gelegt wurde. Gezielt vernichtet er diejenigen, die ihm in seiner Planung im Wege stehen. Alles, was er tut, ist wohl überlegt, ohne blinde Zerstörungswut. Erst als er einem Attentat zum Opfer fällt und nur durch die medizinische Versorgung der Europäer sein Leben gerettet wird, macht er einen entscheidenden Fehler, indem er ihnen aus Dank einen wichtigen Teil seines Landes überschreibt, wodurch die Saat der kommenden Zulu-Kriege gepflanzt wird, die wiederum zum Ende der Zuluherrschaft in Süd-Afrika führten.
Das gesamte Serienkonzept wirkt sehr ausgereift und wurde glaubhaft in Szene gesetzt. Großes Lob gebührt Henry Cele in der Rolle des Shaka Zulu. Mit ihm arbeiten Robert Powell und Edward Fox, die ebenfalls eine gute Rollenbesetzung abgeben. In einer Nebenrolle ist noch Christopher Lee zu beobachten. Weiterer Höhepunkt des Films ist die Kameraarbeit von Alec Mills, die einen fulminanten Blick auf die afrikanische Steppe gewährt, als auch der Soundtrack von David Pollecutt.

Die vorliegende Fassung aus dem Hause Polyband entspricht dem deutschen Fernsehmaster. Dieses soll, wie es in den 80ern üblich, auf fernsehtaugliche 45 Minuten pro Folge gebracht worden sein. Zum Vergleich: Die US-DVD soll pro Folge knapp 6 Minuten länger laufen, was jedoch mangels Vergleich nicht nachgewiesen werden konnte. Schnitte sind nicht bemerkbar, wobei es für damalige Verhältnisse auch nicht gerade zimperlich zugeht. "Shaka Zulu" ist großes Unterhaltungsprogramm mit einem geschichtlichen Hintergrund. Nicht immer einfache zu konsumierende Kost, denn die bleibenden Eindrücke regen zum Nachdenken an.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.