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USA 2007
Originaltitel:Species: The Awakening
Alternativtitel:Species IV
Länge:94:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Nick Lyon
Buch:Ben Ripley
Kamera:Jaime Reynoso
Musik:Paul Cristo, Kevin Haskins
SFX:Dan Crawley
Darsteller:Ben Cross, Helena Mattsson, Dominic Keating, Marlene Favela, Meagen Fay, Roger Cudney, Marco Bacuzzi, Edy Arellano, Jan Bouda, Montserrat de León, German Fabregat, Kristian Ferrer
Vertrieb:MGM / 20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:21.08.2008 (Verleih) / 23.01.2009 (Kauf)



Inhalt
Als die junge College-Professorin Miranda Hollander nach einem mysteriösen Blackout inmitten eines grausamen Schauplatzes einer blutigen Metzelei aufwacht, wendet sie sich an ihren Onkel Tom, um Antworten zu finden. Als er ihr die schockierende Wahrheit erzählt, dass sie in einem Labor entstanden ist, und bei ihr eine fremdartige DNS eingesetzt wurde, fliehen sie nach Mexiko, um den Wissenschaftler ausfindig zu machen, der sie erschaffen hat. Doch schon bald befinden sie sich inmitten einer Schlacht mit einer unaufhaltsamen Horde von tobenden Hybriden und die Zeit läuft gegen sie, denn Miranda ergibt sich zwangsläufig dem Killerinstinkt, welcher in ihr schlummert.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Um die düstere Optik hinzubekommen, wurde "Species IV" sichtlich verfremdet. Während Aufnahmen bei Tageslicht weitgehend natürlich erscheinen und mit realistischen Farben aufwarten, sind Sequenzen in Räumen und Nachtaufnahmen blau-grünlich getränkt. Der Kontrast arbeitet solide, trotz der eingesetzten Stilmittel werden nicht allzu viele Details verschluckt und dank meist sehr sauberer Konturen und einer gehobenen Kantenschärfe bietet der anamorphe Transfer einen angenehm plastischen Eindruck. Insgesamt ist die Schärfe überraschend gut ausgefallen und in Nahaufnahmen dürfen wir uns sogar über eine hohe Detailwiedergabe freuen. In Totalen sieht das jedoch etwas anderes aus bzw. variiert sehr deutlich. Mal ausreichend scharf, dann wieder sehr weich und stellenweise etwas schwammig, bleibt das Bild aber immer auf einem angenehmen Level, gibt sich rauschfrei und die Kompression arbeitet ebenfalls sehr sauber. Lediglich in schnellen Bewegungen lassen sich ein paar Unschärfen feststellen, was aber nicht sonderlich stört.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch
 Die Abmischung ist sehr monoton ausgefallen und bedient überwiegend die Front. Auf direktionale Effekte muss nahezu gänzlich verzichtet werden und Räumlichkeit entsteht ebenfalls so gut wie gar nicht. Die Rears werden nur selten genutzt und bleiben die meiste Zeit über stumm. Hier werden die Möglichkeiten einer 5.1-Abmischung nicht einmal ansatzweise genutzt. Lediglich der Score darf sehr dezent aus den Effektkanälen hallen und vereinzelt huschen ein paar Effekt über die Rears. Insgesamt scheint der Ton aber an der Front zu kleben und zudem arbeitet der Subwoofer extrem zurückhaltend und die Dialogwiedergabe klingt etwas muffig. In den Actionszenen wird es zwar etwas räumlicher, jedoch hört man hier erst so richtig, wie schwach die Abmischung ist und wie dumpf und unspektakulär das Klangbild erscheint. Der engliche Mix klingt kaum anders, leidiglich die Stimmen passen sich etwas besser dem restliche Klangbild an, erscheinen aber ebenfalls nur bedingt natürlich. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 Leider muss die Disc ohne Bonusmaterial auskommen.
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Fazit
Jetzt hat man immerhin auch in Sachen Franchise-Ausweitung mit der "Alien"-Reihe gleichgeschaltet: das Alien-Rip-Off Interner Link"Species" hat sich endlich "quadrilogiert". Mit dem Allerwelts-Fortsetzungsuntertitel "The Awakening" ging's in die vierte Runde, und das, obwohl eigentlich schon den zweiten Teil kaum noch jemand mochte. Aber Sex sells eben, an diesem Universalgesetz konnte nicht mal der unterirdische dritte Teil rütteln.
Wenn es so etwas wie einen typischen Teil 4 einer Serie gibt, so passt "Species IV" perfekt in die Gussform. Inzwischen ist die ursprüngliche Thematik dermaßen oft durchdekliniert worden, dass etwas Neues her muss. Tradition ist ja eh nicht so das Ding der Alien-Mensch-Hybrid-Saga, also werden die einst von H.R. Giger ins Leben gerufenen Kreaturen zu Chop Suey verwurstet und neu zusammengefügt.
Während Interner Link"Species III" noch die Fäden seines direkten Vorgängers aufnahm, es sonst aber auch nicht so genau nahm mit den Regeln, so hat "Species IV" nun gar nichts mehr mit den Ursprüngen gemein. In Nonnenkleidern durch die Gegend hüpfende Eidechsenfrauen geben ein absurdes Bild ab, das es mit Natasha Henstridge nie gegeben hätte, sind aber noch gar nichts gegen den Taxifahrer, dem ein Maul aus dem Maul wächst, aus dem wiederum ein neues Maul wächst und nach seinem Opfer schnappt - wenn das eine Reminiszenz an die Fresswerkzeuge des "Alien" sein soll, ist sie ziemlich plump ausgefallen. Die relevantere Veränderung liegt aber bei der eigentlichen Hauptattraktion: Helena Mattsson. Mal davon abgesehen, dass sie die etwas hübschere Variante gegenüber ihrer Vorgängerin Sunny Mabrey ist, bedient sie zwar bloß wieder den gleichen Typus, den Henstridge einst vorgegeben hat: blond, hübsch, vollbusig. Doch ihre Rolle, die ist diesmal anders: Mattsson muss (zunächst) keine "Terminatrix" à la Weltall spielen, die mit kaltem Blick Männerherzen und -Köpfe bricht. "The Awakening" versteht sich allen Ernstes im Subtext als "Coming of Age"-Drama, und es würde kaum verwundern, wenn demnächst fürs Fernsehen eine Serie namens "Speciesville" produziert würde. Das junge Ding weiß nicht, wie ihm geschieht. Und es verhält sich folglich wie ein Mensch, nicht wie ein Kühlschrank. Emotional gesteuert, nicht instinktiv.
Gezogen wird daraus selbstredend nichts, denn das Drehbuch ist ein wirres Hin und Her, das gar nicht sowas Vielschichtiges wie einen Subtext zulassen würde. Die Konstellation ist nahezu äquivalent zu Interner Link"Species III"; wie damals Robert Knepper spielt nun Ben Cross den Mentor und wie damals Amelia Cooke spielt Marlene Favela die dunkelhaarige Mutanten-Widersacherin. Wobei es psychologisch gesehen höchst interessant zu erfahren wäre - gerade in diesem immerhin sexuell sehr aufgeladenen Zusammenhang - weshalb die dunkelhaarigen Frauen in der "Species"-Franchise das Böse verkörpern und die Blonden die Unschuld. Zumindest dahingehend geben die Sequels, wenn auch unfreiwillig, einiges her. Erstaunlich nun, dass diese dtv-Produktion ihren dtv-Vorgänger handwerklich in nahezu jeder Hinsicht übertrifft. Die Regie wirkt besonnener, die Effekte sind besser, die Drehbucheinfälle etwas raffinierter, die Kostüme erinnern nicht ganz so sehr an Japaner in Godzilla-Kostümen und die Optik wirkt teurer, obwohl Atmosphäre leider trotzdem nicht aufkommt.

Wenigstens hat die "Species"-Reihe mit "The Awakening" nun das etwas bessere Ende für sich als nach Abschluss der Trilogie. Dennoch sollte nun unbedingt ein Schlussstrich gezogen werden, egal wie verlockend es scheint, das nächste blonde Supermodel nackt durch die Kulissen wandern zu lassen - zumal die Erotik ohnehin mit Natasha Henstridge ausgeschieden ist. Daran kann auch der an sich schöne, als Untermalung für die Paarungsszene jedoch peinlich verfehlt eingesetzte Soundtrack von Luscious Redhead ("Dark as Love") nichts ändern.
Die DVD bietet eine gutes Bild, aber keinerlei Bonusmaterial und einen eher schwachen Soundmix. Zudem brauchte "Species IV" ein ganzens halbes Jahr bis er den Weg von der Videothek in den Verkauf fand. Dafür landet der Film direkt im Nice Price-Segment und liegt bei unter 10 Euro, ist völlig unzensiert und entspricht der amerikanischen Unrated-Version.



Bilder der DVD




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Species 2
Species
Species III
News"Species IV - Das Erwachen" von Fox
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