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NO 2008
Originaltitel:Rovdyr
Alternativtitel:Backwoods
aka. Manhunt
Länge:72:09 Minuten (gekürzt)
Freigabe:SPIO/JK: keine schwere Jugendgefährdung
Regie:Patrik Syversen
Buch:Patrik Syversen, Nini Bull Robsahm
Kamera:Håvard Byrkjeland
Musik:Simon Boswell
SFX:Dorte Pedersen, Jim Udenberg
Darsteller:Kristina Leganger Aaserud, Janne Beate Bønes, Henriette Bruusgaard, Jørn Bjørn Fuller Gee, Gudmund Groven, Trym Hagen, Kristofer Hivju, Jorunn Kjellsby, Jeppe Laursen, Nini Bull Robsahm, Martin Slaatto, Helge Sveen
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:13.11.2008 (Verleih) / 28.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Vier Freunde wollen einen gemütlichen Wanderausflug in die Wälder Norwegens unternehmen. Als sie an einer Tankstelle halten müssen, machen sie Bekanntschaft mit allerlei eigenartigen Hinterwäldlern, die sich schon anfänglich sehr aggressiv verhalten. Als die vier eine verzweifelte Frau mitnehmen, ahnen sie nicht, dass dies der Anfang vom Ende ist, denn unterwegs müssen sie halten und die Hölle bricht über sie herein. Im tiefen und undurchdringlichen Dickicht beginnt ein unbarmherziger Kampf auf Leben und Tod, der viele Opfer fordern wird ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild der deutschen DVD aus dem Hause I-On wurde anamorph codiert und zeigt eine überwiegend angenehme Schärfe, deren Detailbereich, aber nicht immer als optimal betrachtet werden kann. Verantwortlich dürfte das leichte Bildrauschen im Hintergrund sein. Die Farbgebung wirkt sehr blass, was zu Lasten der Natürlichkeit geht, aber als ein gewolltes Stilmittel des Regisseurs anzusehen ist. Zudem unterstreicht das farbarme Bild die auswegslose Situation der Protagonisten und passt somit perfekt zur Handlung. Der Kontrast arbeitet meist sehr ausgewogen und lässt lediglich in sehr hellen Bildbereichen Überstrahlungen zu. Ein weiteres Stilmittel dürfte der Schwarzwert sein, der gewisse Sequenzen etwas gräulich darstellt. Leichte Bewegungsunschärfen sind ebenfalls vorhanden, was in Anbetracht des verhältnismäßig kleinen Budgets und den verwendeten Kameras ein einkalkulierter Faktor gewesen sein dürfte, letztendlich aber das Bild nicht beeinträchtigt. Defekte treten zwar nicht auf, doch sind leichte Unruhen innerhalb der Kompression auszumachen. Somit ein Bild, dass sich durchaus sehen lassen kann, und für eine passende Atmosphäre sorgt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Norwegisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Dolby Digital Track bietet eine gute Sprachverständlichkeit, hätte jedoch etwas mehr Dynamik vertragen können. Die Frontkanäle übernehmen eine dominante Rolle, so dass die Tonspur etwas zu frontlastig wirkt. Die Rears werden lediglich für die Umgebungsgeräusche und den Score eingesetzt. Direktionale Effekte sind in einigen Szenen vorhanden, doch wäre besonders in den Spannungsmomenten mehr möglich gewesen. Dennoch kann man von einer ausgewogenen Tonspur sprechen, denn nimmt man alle Faktoren zusammen, schaffen die Soundeffekte und der solide Bass zumindest ein räumliches Klangbild, welches den Wald ganz ordentlich in das heimische Kino transferiert. Der norwegische Originalton wirkt natürlicher und lässt die Dialoge nicht ganz so dominant erscheinen. Auch die Dynamik klingt etwas kräftiger. Insgesamt können sich aber beide Tonspuren hören lassen, wobei die deutsche Spur allein schon wegen der guten Synchronisation vorzuziehen wäre. Wer anderer Meinung sein sollte, darf gern zum Originalton auch deutsche Untertitel der Verständlichkeit wegen zuschalten.
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Extras
Extras
  • Behind the Scenes (31:49 Min.)
  • Outtakes (5:46 Min.)
  • Trailer (1:33 Min.)
  • Teaser (0:30 Min.)
  • TV Spot (0:22 Min.)
  • Trailershow:
    • Big Bad Wolf (2:07 Min.)
    • Body (2:54 Min.)
    • Cherry Crush (1:51 Min.)
    • Dark Shadows (0:59 Min.)
    • Gong Tau (1:56 Min.)
    • Guard Post (1:59 Min.)
    • Nuit Noire (2:27 Min.)
    • The Wig (2:29 Min.)
    • Vexille (2:12 Min.)
    • Weirdsville (2:52 Min.)
VerpackungMetalpak
 Etwas über 30 Minuten geht das interessante Behind the Scenes, in dem neben diversen Interviews mit den Machern auch ein kurzer Blick hinter die Kulissen offenbart wird. Besonders aufschlussreich wird die Entstehungsgeschichte beleuchtet, die mit der Vorproduktion beginnt und mit der Kinopremiere endet. Die Outtakes sind eine nette Dreingabe und zeigen lustigerweise einige der in der deutschen Fassung gekürzten Szenen. Wieder eine etwas merkwürdige Vorgehensweise der Jugendschützer, denn dürfen diese aus dem Kontext des Films gerissenen so etwa gezeigt werden? Aber die Wege der deutschen Zensurbürokratie sind sowieso unergründlich. Teaser, TV-Spot und eine Trailershow (inklusive dem zu "Manhunt Backwood Massacre") runden das mit deutschen Untertiteln versehene Bonusmaterial ab.
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Fazit
Norwegen ist nicht unbedingt die Heimat des Horrorfilms und so erfreut es, wenn man genrespezifische Kost auch aus dem Land der Fjorde probieren kann. Die Zutaten für dieses Rezept sind allerdings bekannt und so werden Kenner nur wenig Neues in "Manhunt Backwood Massacre" vorfinden. Macht aber überhaupt nichts, denn die richtigen Zutaten ergeben immer ein gut bekömmliches Gericht. Ganz in Tradition der Terrorfilme, die ihre Anfänge in den 70er Jahre mit Klassikern wie Interner Link"Texas Chainsaw Massacre" und Interner Link"Last House on the Left" fanden, nahm sich Patrick Syversen diesem Schema an und schickte vier junge Leute in die norwegischen Wälder, um ein sehr derbes Überlebenstraining abhalten zu dürfen. Weiterhin dürfte wohl John Boormans "Beim Sterben ist jeder der Erste" Pate gestanden haben, so dass eine perfekte Symbiose des Backwoodslasher entsteht. Großstadtkids gegen Hinterwäldler heißt die Devise und dies wird in vollen Zügen bei einer perversen Jagd durch die Wälder ausgelebt. Das Besondere an "Manhunt Backwood Massacre" ist allerdings sein eigener Stil, der den 2008 entstandenen Film wieder zurück in die 70er versetzt, aber wiederum durch die moderne Inszenierung der verwackelten Handkamera an zeitgemäße Produktionen wie Interner Link"Cloverfield" oder Interner Link"Rec" erinnert. So vermischt Patrick Syversen zwei Zeitebenen der Filmindustrie, wodurch sein Werk gegenüber anderen ähnlich gearteten Filmen deutlich heraussticht. Hinzu kommt ein sehr stimmungsvoller Soundtrack, gute Darsteller, die das physische sowie psychische Leiden gekonnt darbieten können und die wunderbaren norwegischen Wälder.
Auch mit Gewalt wird nicht gespart, wobei in der deutschen Fassung von I-On leider ein paar Minuten der Schere zum Opfer vielen, da die Herren Moralaposteln dem Film ansonsten eine schwere Jugendgefährdung bescheinigt hätten. Ungekürzt liegt die Gewaltschraube in der Liga des Interner Link"Texas Chainsaw Massacre"-Remakes und bietet eine kompromisslose Härte. Einige der Effekte stammen aus dem Computer, was man ihnen anmerkt, doch befinden sich die CGI-Effekte in der Unterzahl und beschränken sich meist auf Einschüsse. Werden Wunden gezeigt, bekommt man allerdings gute handgemachte Splattereffekte serviert. Was Syversen Werk gänzlich fehlt, ist eine Prise Humor, wodurch zartbesaitete Zuschauer doch an die Grenze des Erträglichen gelangen. Somit bleibt zu sagen, dass "Manhunt Backwood Massacre" zwar wenig Innovationen zu bieten hat, dafür aber mit einem bekannten Muster und einer sehr stimmigen Inszenierung jeden Genrefan überzeugen dürfte. Aufgrund der Kürzungen in der deutschen Fassung leider nur bedingt zu empfehlen, aber die Spatzen in den norwegischen Wäldern haben schon von einer möglichen Uncut-Fassung gezwitschert.



Bilder der DVD




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