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USA 2006
Originaltitel:Mammoth
Alternativtitel:Outbreak
Länge:86:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Tim Cox
Buch:Tim Cox, Brook Durham, Don Guarisco, Sean Keller
Kamera:Bing Sokolsky, Vivi Dragan Vasile
Musik:John Dickson
SFX:Kaia
Darsteller:Vincent Ventresca, Summer Glau, Tom Skerritt, Cole Williams, Charles Carroll, Mark Irvingsen, David Kallaway, Leila Arcieri, Marcus Lyle Brown, Andrew Peter Marin, Dan Radulescu, Karen Parden Johnson, Coca Bloos
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:07.08.2008 (Verleih) / 04.09.2008 (Kauf)



Inhalt
Ein heißer Sommernachmittag im verschlafenen Städtchen Blackwater. Plötzlich zischt ein Meteor über den Himmel, crasht durch das Dach des Naturkundemuseums. Was die arglosen Einwohner Louisianas nicht ahnen: Mit ihm kommt ein die Gestalt veränderndes Lebewesen aus dem All und materialisiert sich in der erstbesten organischen Form, die es finden kann - einem im Eis konservierten, 40000 Jahre alten Mammut. Das Urtier erwacht zum Leben und bedroht die Stadt und ihre Einwohner. Den Special Agents Powers und Whitaker bleibt nur wenig Zeit, um das Urtier zu fangen. Unterstützt werden sie von Frank Abernathy, dem Kurator des Museums, der sein Lebenswerk zerstören muss, um seine Tochter zu schützen und der Bestie aus der Vergangenheit nicht die Zukunft des Landes zu opfern.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Dass "Mammut" mit kleinerem Budget spielt, sieht man ihm mit dieser DVD-Auswertung vorerst gar nicht an. Die Farben geben sich kräftig, aber nicht zu fröhlich, die Kompression zeigt sich kaum als solche und die Schärfe ist auf einem Niveau, das für Titel der Oberliga vielleicht noch etwas zu schwach wäre, hier aber völlig ausreicht. Das natürlich anamorph transferierte Bild ist darüber hinaus frei von Defekten und sieht die meiste Zeit auch angenehm plastisch aus, ohne dass der Detailgrad sonderliche Höhen oder Tiefen zeigt. Es gibt aber etwas, das "Mammut" ein wenig reduziert in der Qualität: die Vielzahl an düsteren Szenen. Auch wenn es hier sicherlich nichts Katastrophales zu berichten gibt, gelingt es doch nicht wirklich, sowohl Details als auch Schatten richtig herauszuarbeiten. Der Kontrast könnte auch etwas höher gezogen werden, ist doch der Schwarzwert noch nicht perfekt. Ein dezentes Rauschen befindet sich auch auf dem Bild, aber stören sollte es keinen. Somit eine gute Leistung mit Abstrichen in den dunklen Sequenzen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Während des Vorspanns meine ich noch herausgehört zu haben, dass die englische Version etwas weiträumiger agiert, wenn die Sonde durch das Meteoitenfeld fliegt. Später aber relativiert sich der Eindruck und die beiden Sprachversionen nähern sich einander an. Das ist sicherlich nicht schlecht, wird doch eine sehr gute Verständlichkeit, ein rauschfreier Ton und in Musikmomenten auch eine angenehme Dynamik geboten, die beinahe Hollywood reif klingt. Es mangelt dem Film aber immer wieder an durchstartenden Effekten, die etwas mehr aus den hinteren Lautsprechern herauskitzeln. Es fehlt zwar nicht völlig an Surround-Informationen, nur wäre eine mehr actionorientierte Abmischung wünschenswert gewesen. Dennoch sind 4 Punkte drin, denn der Klang wird beispielsweise beim Eintreffen des Ungetüms (bzw. nicht nur dann) mit einem aktiven Subwoofer-Einsatz aufgewertet. Außerdem existieren deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Making Of (23:27 Min.)
  • Trailer:
    • Mammut (2:03 Min.)
    • First Sunday (1:42 Min.)
    • 21 (1:58 Min.)
    • Verliebt in die Braut (2:19 Min.)
    • Die Kammer der toten Kinder (1:41 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Making Of ist neben dem Trailer zwar das einzige Film bezogene Extra, aber in dem werden auf durchaus sympathische Weise die Darsteller, der Regisseur und die Dreharbeiten vorgestellt, die zum Teil in Rumänien stattfanden. Auch die CGIs werden ein wenig vorgeführt, sind aber nur sehr kurz dran. Das englischsprachige Extra besitzt deutsche Untertitel, was bei der manchmal etwas lauten Hintergrundmusik auch ganz nützlich ist.
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Fazit
"Mammut" fährt zwar nicht im Windschatten des Emmerich-Blockbusters Interner Link"10,000 B.C.", der erst 2008 in die Kinos kam, seine Versuche, entweder durch Referenzen oder plumpe Zitate den Großen des Genres etwas Ruhm abzuheimsen, sind aber unüberschaubar. So sind es mal mehr (das an Interner Link"Men In Black" erinnernde Ermittlerduo), mal weniger (Kopie der berühmten Wasserglasszene aus Interner Link"Jurassic Park") offensichtliche Zitate, mit denen sich die Verfilmung über Wasser halten möchte. Und genau hier krankt die Idee von "Mammut" etwas: Er hat trotz seiner Witzigkeit an vielen Stellen einfach null Eigenständigkeit, kopiert zwar gut, aber zu offensichtlich und manchmal auch ungeschickt und kann seinem Genre nicht wirklich gerecht werden. Denn das titelgebende Ungeheuer aus der irdischen Vorzeit ebnet lediglich den Weg zu übernatürlichen Handlungssträngen, die für kurze Zeit Alien-Theorien mit einbringen, dann aber nicht dran festhalten. Das klingt nach einer interessanten Idee, verfängt sich aber ein wenig in der Zielstellung, eine Komödie inszenieren zu wollen.
Gerade das ist der Hauptgrund für mich gewesen, warum "Mammut" irgendwie nicht so richtig funktionierte. Mit all seinen flachen Witzeleien und (fast schon furchtbar) stereotypischen Charakteren gehört er von vornherein zu den Gehirn-aus-Vorhang-auf-Filmen, aber dass man letztlich so wenig aus dem Monster gemacht wird, ist schon ärgerlich. Das CGI-Ungetüm, das weniger durch Intelligenz als durch schiere Körpergröße beeindrucken soll und Menschen ihr Leben aussaugt, bekommt es einfach nicht hin, hier und da mal so ordentlich zuzulangen, dass auch der Tierhorror-Fan bei der Stange gehalten wird. Die FSK12-Einstufung hat also durchaus ihre Berechtigung, denn selbst als kurz angedeutet wird, wie der vorzeitliche Riesenelefant ein Opfer zerstampft, sieht und hört man nicht mehr als ein Knochenkrachen.
Zugegeben, Regisseur Tim Cox, der diesen Film fürs TV erarbeitete, kann sich schon etwas vom Großteil der TV-Produktionen abheben, denn sein "Mammut" sieht erstmal nach mehr aus als seine Kollegenwerke. Er zielt aber zu sehr auf ein junges, vielleicht etwas anspruchsloseres Publikum, dem die fast schmerzhaften Dialoge ebenso wenig ausmachen wie die Formelhaftigkeit der Geschichte.

Ein schlechter Film ist der beste Kopierschutz, sagt man. In diesem Falle reichte das aber nicht aus, denn es wurde eine nicht grad PC-verträgliche, sehr aggressiven Zusatzmaßnahme ergriffen, um Raubkopierern das Leben schwer zu machen. Leider trifft das auch ziemlich jeden, der die DVD so über den PC abspielen möchte. Finger weg!



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsSony bringt Monster-Streifen "Mammut"
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