Login 18er Bereich
![]() | |
| Gil Renard (Robert De Niro), ein desillusionierter Vertreter für Jagdmesser, scheint das Pech förmlich anzuziehen. Erst verliert er seinen Job, dann das Besuchsrecht für seinen Sohn und schließlich auch noch jeden Sinn für Realität. Stattdessen entwickelt der passionierte Baseballfan eine teuflische Obsession für Starspieler Bobby Rayburn (Wesley Snipes). Um diesem aus einer Formkrise zurück an die Spitze zu helfen, schreckt Gil auch vor Gewalt nicht zurück ... |
![]() | |
| Format | 2,35:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| Von den frühen DVDs dieses Titels hab ich leider noch nichts gesehen, aber da diese im falschen Format vorlagen und keine allzu gute Qualität besessen haben sollen, darf man sich sicher sein, dass die Neuauflage aus dem Hause Highlight / Constantin wesentlich besser ist. Die zeigt sich im korrekten, anamorph auf DVD gebrachten Bildformat und beweist, dass "The Fan" eine große Produktion ist, die es verdient ordentlich auszusehen. Das können auch kleinere Fehler kaum vermiesen, z.B. die immer wieder mal aufblitzenden, weißen Kratzer, die aber zu wenig sind, um wirklich von Verschmutzung zu reden, oder die dezenten Kompressionsunreinheiten. An den Farbstil des Films muss man sich erst ein wenig gewöhnen, denn viele Aufnahmen sehen in den Farben etwas reduziert bzw. düster aus. Der Sinn macht sich spätestens ab der zweitens Hälfte des Filmes bemerkbar, wenn Antagonist Gil Renard anfängt seine fiese Nummer abzuziehen. Bei der Schärfe wird meistens sehr Gutes erreicht, denn die Details sind ebenso wie die Konturen sehr gut ausgeprägt. Lediglich die Konturen sehen manchmal dezent überzeichnet aus, weil die Details nicht ganz mitziehen, aber das ist bei einem fast sehr guten Bild wie diesem kaum von Belang. | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
| Formate | Dolby Digital 5.1 (Deu, En), Dolby Digital 2.0 (Deu) |
| Sprache | Deutsch, Englisch |
| Untertitel | - |
| Es scheint mir so, als ob die Dialogwiedergabe bei der deutschen 5.1-Spur etwas aus dem Gleichgewicht gerät. Gleich zu Beginn braust Bobby Rayburn bei lauter Musik mit seinem Wagen durch die Gegend und telefoniert dabei mit einem Radiosender, was die Stimmen durch die laute Beschallung über die hinteren Lautsprecher etwas leise geraten lässt. Das Gefühl hat man später noch ein paar mal, denn die Musik versucht sich immer wieder in den Vordergrund zu drängen. Davon abgesehen ist die Akustik aber sehr hochwertig, auch weil nie vergessen wurde, den hinteren Lautsprechern genügend Arbeit zu geben. Besonders die Stadionsatmosphäre klingt sehr authentisch und besitzt ein durch den Subwoofer unterstützten, breiten Klang. Im Englischen ist das nicht anders, hier heben sich die Dialoge aber besser ab. Es gibt eine wenig nützliche deutsche Stereospur, dafür aber keine Untertitel. | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
| Extras |
|
| Verpackung | KeepCase |
| Die Extras gehen leider allesamt nicht sonderlich in die Tiefe. Das beginnt damit, dass während der Interviews zu wenig Zeit gelassen wird und lediglich Standardfragen gestellt werden. Im Featurette wird auf die Wesenszüge des Filmes bzw. Charakterprofil eines besessenen Sportfan eingegangen, sehr viel kommt aber nicht zur Sprache. Erst der unkommentierte Einblick unter "Blick hinter die Kulissen" lässt etwas Ruhe einkehren und zeigt wirklich, wie die Dreharbeiten verliefen. Interessant wäre es sicherlich noch eine nähere Betrachtung des Themas "Stalker", das im Featurette kurz angeschnitten wird, gewesen. Zum Schluss gibt es kurze Biografien (auch abgedruckt im Booklet) und ein paar Trailer. | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
| Ich habe mich lange um diesen Film gedrückt, denn Charakterdarsteller Robert De Niro und Action-Star Wesley Snipes sind in meinen Augen nicht gerade ein "Traumpaar" für einen Film. Das sah mir damals beim Erscheinen aus wie ein lieblos zusammengewürfeltes Script aus Hollywood, das man mit zwei Zugpferden in den Hauptrollen möglichst gut vermarkten wollte. Glücklicherweise ist es so aber nicht, denn allein De Niro kann wieder voll und ganz seine Fähigkeiten als Psychopath ausspielen, während Snipes sich in seiner dramatischen Rolle ebenfalls wohl fühlt. Im Grunde zeigt sich "The Fan" ein wenig als Mischung aus Psychothriller mit Elementen, die einem schon aus "Kap der Angst" (mit De Niro in ähnlicher Rolle) bekannt sind, und einem Sozialdrama, auch wenn dieses nur dezent angeschnitten wird bzw. als Rückenhalt für die spannenden Anteile der Geschichte dienen müssen. De Niro gefällt abermals durch seine charismatische und unnachahmliche Aufarbeitung eines verbitterten, durchgedrehten Baseball-Fans, dessen Wunschtraum, selbst einmal ein Baseball-Star zu werden, sich als immer drückendere Last auf seinen Sohn entlädt. Als ihm dieser dann auch noch von seiner Ex genommen wird, er seinen Job verliert (als Vertreter von Messersets muss er einen sehr unheimlichen Eindruck auf seine Kundschaft machen!) und der letzte Halt in seinem Leben, die völlige Hingabe seinem Baseball-Verein gegenüber, zu bröckeln beginnt, weil der teuer eingekaufte Starspieler der Giants ein Formtief durchmacht, drehen bei Gil die Sicherungen durch.Tony Scott lässt sich nicht lumpen und bedient den Zuschauer mit allerlei optischen Goodies, schnellen Schnittabfolgen und einer kompakten Erzählweise, die leider ein wenig die potenziellen Feinheiten des Skriptes überrumpelt. Immer, wenn man denkt, dass De Niro gerade richtig aufdrehen kann, findet ein Szenenwechsel statt oder der Zuschauer wird vom völlig unpassenden Rock/Industrial-Soundtrack aus der Stimmung gebrüllt. Trotzdem ist besonders die Figur des Gil Rennard für Spannung und die interessanten Aspekte der Geschichte zuständig. Er zeigt, was falsches Wunschdenken, Fanatismus (in diesem Falle: sportlicher), fehlender Realitätssinn und ein wenig Pech aus dem Leben eines Menschen machen können und vermeidet sogar das stereotypische Bild des Standardpsychopathen. Interessant gemachter, teilweise aber etwas zu sehr nach Hollywood riechender Big-Budget-Thriller, dem etwas mehr Einfallsreichtum in einigen Momenten (z.B. die gesamte Auflösung) gut getan hätte. Die starken Hauptdarsteller reißen das Ruder aber an sich und lassen über die leichte Überstilisierung hinwegsehen. Dank Highlight / Constantin hat der Film nun eine ansprechende DVD-Veröffentlichung bekommen, dem es nur an einem mangelt: einer standardkonformen Umsetzung. Die ist dank X-Protect nämlich nicht gegeben und das sei (abermals) als Warnung an alle Käufer gerichtet, die noch nicht ausprobiert haben, ob ihr Player diesen Technikhumbug unterstützt. |
![]() ![]() ![]() ![]() | |
|
![]() | |
![]() | Druckbare Version |
![]() | ![]() |
![]() | Fan, The |
![]() | ![]() |