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USA 2006
Originaltitel:Razortooth
Alternativtitel:Angiralus - Es reisst Dich in Stücke
aka. Sssslither
Länge:90:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Patricia Harrington
Buch:Matt Holly, Jack Monroe
Kamera:Rich Paisley
Musik:Jeffery Alan Jones, Aldo Shllaku
SFX:Base FX, Obscure Artifacts
Darsteller:Kathleen LaGue, Doug Swander, Matt Holly, Brandon Breault, Mark Butler, Rick Dean, Paul Di Franco, Josh Gad, Kate Gersten, Heather Hills, Adam McCrory, Jack Monroe, Simon Page, Gloria Payne, Ian Pliske, Max Rhyser, Joshua Rubin, Don Williams
Vertrieb:Anolis / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.08.2008 (Verleih) / 18.09.2008 (Kauf)



Inhalt
Die zerfetzten Überreste zweier entkommener Sträflinge werden in den Sümpfen Floridas gefunden. Anfangs glaubt Sheriff Ruth Coates noch an einen Alligatorenangriff. Doch nachdem weitere Personen verschwinden und eine Schülergruppe von ihrem Ausflug in die Everglades nicht zurückkehrt, stellt Ruth mit Hilfe des Tierfängers Delmar einen Suchtrupp zusammen.
Auch Professor Abramson befindet sich auf Exkursion in den Sümpfen. Doch er hat nicht die Fortbildung seiner ihn begleitenden Studenten im Sinn. Vor einiger Zeit ist aus seinem Labor ein genetisch veränderter Aal entkommen. Diesen muss Abramson beseitigen, damit er nicht mit den zahlreichen Todesfällen in Verbindung gebracht werden kann. Die riesenhafte Kreatur ist mittlerweile in der Lage auch einige Zeit außerhalb des Wassers zu überleben und Menschen stehen auf ihrem Speiseplan ganz oben ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Verfolgt man das Bild in statischen Szenen, so wird im Grunde alles geboten, was die DV-Kamera nur hergeben kann: gute Schärfe mit ein wenig besseren Konturen als Details, saubere, meist frische Farben, ein ordentlicher Kontrast und natürlich Rausch- und Verschmutzungsfreiheit. Letzteres dürfte ohnehin niemanden überraschen bei einer 2006er Produktion. Kleine Macken von DV treten zwar auf, sind aber weniger schlimm. Die überhellten, nicht ganz sauberen Farben sind z.B. ein Indiz, auch manchmal der Kontrast, der mehr von der natürlichen Beleuchtung als von der künstlichen beeinflusst wird (sollte er nicht!). Leider gibt es eine Sache an dieser DVD, die mir absolut nicht gefällt: Sobald die Szenen etwas mehr Action bekommen und dadurch Bewegung ins Spiel kommt, versagt der Transfer mit störendem Ghosting. Sehr schade, denn es reißt die Qualität merklich herunter, schließlich geht es spätestens nach 30 Minuten ordentlich zur Sache.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Zwar gibt's den Originalton nur in Dolby Digital 2.0, aber das muss ja nichts Schlechtes bedeuten. Mit der Klangqualität kann man bei beiden Fassungen sehr zufrieden sein. Sogar im 2.0-Modus beweist der Bass schon, dass er eine wichtige Rolle spielt. Die Dialoge heben sich in beiden Fassungen sehr gut verständlich ab, sind aber immer noch natürlich. Mit 5.1 erfährt der Bass eine merkliche Anhebung und die Rears werden auch etwas aktiver. Das Surround-Verhalten ist zwar nicht gerade sensationell, durch die Verwendung von ein paar Umgebungsgeräuschen und einem kräftigen Score sind 4 Punkte aber noch drin. Dagegen spricht auch nichts, weil man "Angiralus" auf dieser DVD weder eine schlechte Synchro, noch einen schwachen, unbearbeiteten Ton vorwerfen kann - im Gegenteil, es wird sogar mehr geboten, als ich vermutet hätte.
 ++++--

Extras
Extras
  • Trailer (1:55 Min.)
  • Bildergalerie (98 Bilder)
  • Weitere DVDs:
    • Gladiatress (1:48 Min.)
    • Arachnia (1:35 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras sehen nicht nach viel aus, aber die Galerie mit fast 100 Stills lohnt einen Blick. Unter den Trailern befindet sich auch noch einer zu Interner Link"Arachnia", der ebenfalls nach lustigem Tierhorror aussieht.
 +-----

Fazit
Hatten wir Aale schon im Tierhorror? Mörderkrokodile und Killerfische auf jeden Fall! Falls dieses Sub-Subgenre vorher noch nicht abgedeckt war, dann passiert das nun mit dem nach Baukastenprinzip zusammengestellten "Angiralus", in dem ein mehrere Meter langer Aal sich unter und über Wasser auf Beutesuche macht und dabei die Bewohner des Sees und deren Haustiere zum Festtagsmahl auserkoren hat.
Filme in diesem Bereich, die noch etwas Neues eingebracht haben, sind sehr rar geworden. Vielmehr wurde das Genre dank einiger Direct-to-Video-Produktionsfirmen abgefischt, die den einstigen Spannungswert nach und nach in kurze, aber unterhaltsame Schockorgien umwandelten. Unter dieser Prämisse muss der Zuschauer auch an "Angiralus" rangehen, der mit geringem Budget ($3 Millionen) ein ganz stattliches Werk geworden ist. Denn was zählt, ist letztlich nur der Unterhaltungswert - und den hat dieser Film durchaus auf seiner Seite. Von Anfang an entwickelt sich das Standardszenario mit all seinen Elementen völlig unbekümmert. Als Beispiel sei nur das häufig in Aktion tretende Monster genannt, das sich kein ernster Horrorfilm leisten könnte, weil es aussieht wie ein Muppet aus der Hölle (dank CGI aber eher glitschig als mit Fell!). Auch die Szenenanordung funktioniert mehr nach dem Aspekt von leicht trashigen, lustigen Momenten als nach der Frage von Sinn und Nutzen. Grad damit punktet der Independent-Film mit aller Macht, denn wer auf stereotypische, charmante Charaktere und amüsante Szenen steht, der dürfte hier richtig sein. Besonders erfreulich sind einige Ableben inszeniert, die relativ gorig (leider nur Computereffekte) aussehen, z.B. der vom fiesen Ekel, der eigentlich einen Aal auf seinem spartanischen Dixie abseilen wollte, nicht aber daran gedacht hat, dass ihm ein solcher in den Arsch beißen könn.te Wenn man dann noch die hemmungslos blöden Aktionen der Protagonisten hinzuzählt (Highlight: Miss Sheriff gibt ihrem Ex "Deckung" während der zähnefletschend im Wasser mit der Riesengurke ringt!!), kann man doch schon fast von annehmlicher Unterhaltung sprechen. Gerade zum Ende hin werden Unmöglichkeiten aufgetischt, die klar machen, dass es sich hier um eine reine Spaßsache ohne jeglichen Anspruch handelt. Im Abschlussbild sitzt das Heldenpärchen sogar knutschend am See, während um sie herum die Fleischbrocken des gesprengten Wasserwurmes niederprasseln, nachdem man es schon erfolglos mit einem Zuckerschock versucht hatte. Da stellt sich mir die Frage, ob Wassertierchen wie das langschwänzige Pacman-Monster in diesem Film überhaupt Diabetes haben können ... ach egal, der Film funktioniert!

Falls die Fortsetzung ein genauso sinnbefreiter, teils goriger Tierhorror-Zeitvertreib wie "Angiralus" werden soll, dann kann er bitteschön kommen. Dass der Bodycount dank drei Aale dann aber verdreifacht werden kann, ist schwer vorstellbar, schließlich gab es ja schon hier kaum einen, der bis zum Ende überlebt hat.



Bilder der DVD




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