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USA 1989
Originaltitel:Leviathan
Länge:93:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:George P. Cosmatos
Buch:David Webb Peoples, Jeb Stuart
Kamera:Alex Thomson
Musik:Jerry Goldsmith
SFX:Stan Winston Studios, Perpetual Motion Pictures, Industrial Light & Magic
Darsteller:Peter Weller, Richard Crenna, Amanda Pays, Daniel Stern, Ernie Hudson, Michael Carmine, Lisa Eilbacher, Hector Elizondo, Meg Foster, Eugene Lipinski
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:24.10.2008 (Verleih) / 24.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Atlantische Ozean in 16.000 Fuß Tiefe - kurz vor dem Ende einer 90-Tage-Schicht trifft die Besatzung der Unterwasserbasis "Shack 7" in einem Meeresgraben auf das Wrack eines russischen Schiffes. Das Logbuch des Wracks gibt Rätsel auf: alle Besatzungsmitglieder starben an einer geheimnisvollen Epidemie.
In einem Tresor findet der Taucher Sixpack eine vermeintliche Flasche Wodka, die er mit einem weiblichen Besatzungsmitglied trinkt. Kurz darauf sind beide schwer erkrankt und sterben Stunden später. Aus den Leichen entwickelt sich jedoch ein neuer, schnell wachsender Organismus, dem ein Besatzungsmitglied nach dem anderen zum Opfer fällt. Der Versuch, die Basis zu evakuieren, wird von der Betreibergesellschaft unter falschen Angaben verzögert. Die Überlebenden müssen sich also allein der Bestie stellen ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Mit der Bildqualität kann man sehr zufrieden sein, auch wenn sich Makel dem Betrachter nicht lange entziehen. Aber zum einen ist zu bedenken, dass das Material nicht mehr ganz taufrisch ist und zum anderen, dass es sich nicht gerade um einen Titel der A-Riege handelt, dem in der Nachbearbeitung besondere AUfmerksamkeit zuteil werden konnte. Das Originalformat erfreut ebenso wie die Tatsache, dass die Farben und der Kontrast trotz der manchmal nicht leicht handhabbaren Aufnahmen (insbesonder jene unter wasser) noch gut aussehen. Natürlich gibt sich "Leviathan" sehr düster. Aus diesem Grund ist die Schärfe auch nicht perfekt. Leichtes Rauschen ist oft sichtbar und die Nachschärfung erbringt keine perfekten Ergebnisse, sondern könnte im Gegenteil noch etwas natürlicher sein. So sieht man dem Bild diese Aufbesserung etwas an (Kantenflimmern), weil die Details nicht mit den Konturen gleichziehen können. Trotzdem entsteht über die meiste Zeit hinweg ein guter Eindruck. Ein paar Defekte befinden sich noch auf dem Bild, sollten aber nicht stören. Die Kompression verläuft weitestgehend ruhig, beim Umschalten von Einstellungen tritt aber manchmal ein Effekt auf, der eine Interlaced-Quelle vermuten lässt, weil zwei nicht zusammengehörige Bilder miteinander verwebt wurden. Dafür sind dann aber die horizontalen Streifen, die man in diesem Bruchteil der Sekunde als nicht ganz sauberer Übergang wahrnimmt, nicht dünn genug.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die 1989er Produktion wurde damals für ein Dolby Surround-Verfahren erstellt. Das bekommt man zusätzlich zum Dolby Digital 5.1-Ton geboten. Grundsätzlich ist der Ton zufriedenstellend, in einigen Szenen sogar mehr als das. Die Aktivität der hinteren Lautsprecher würde ich nicht als großartig bezeichnen, in vielen Momenten trägt sie aber dazu bei, die düstere Atmosphäre zu unterstreichen. Abzüge kommen aber beim Gesamtklang auf, der von anfang an etwas direkter und klarer sein müsste. DVDs aus Anfangszeiten dieses Mediums hatten nämlich ein ähnliches Problem wie jetzt "Leviathan": Sowohl Dialoge als auch Umgebungsgeräusche waren zu basslastig, fast sogar ein wenig zu dumpf und klangen stets so, als ob man sie in einem großen Raum abgespielt bekommt, der zwar nicht zu einem Widerhall führt, dafür aber die Intensität und Lebendigkeit etwas stört. Andererseits möchte ich diese Kritik nicht zu weit ausführen, denn man kann durchaus sehr zufrieden mit der Leistung des deutschen Tons sein. Im Original machen sich da schon etwas mehr Alterserscheinungen bemerkbar, auch wenn diese nur geringes Ausmaß in Form von leichten Kratzen bzw. geringen Auslöschungen nimmt. Lediglich das Fehlen deutscher Untertitel stört, denn nicht alle Passagen des Originaltons sind für ungeübte Ohren so gut verständlich, wie man es erwarten würde. Auch ist es etwas seltsam, dass eine Passage zum Ende der 46. Minute, zu der offensichtlich kein deutscher Ton existiert (Länge: ca. 10 Sekunden) plump mit einem Umgebungsgeräusch belegt wurde, während der O-Ton dort das hören lässt, was der Darsteller offensichtlich durch Lippenbewegung ausspricht.
 +++/--

Extras
Extras
  • Bildergalerie (13 Bilder)
  • Dt. Trailer (1:36 Min.)
  • Engl. Trailer (1:41 Min.)
  • Weitere Trailer:
    • Wake - Totenwache (1:46 Min.)
    • The Toilers And The Wayfarers (1:44 Min.)
    • Ape (1:20 Min.)
    • You Are Not Alone (3:12 Min.)
    • The Blossoming Of Maximo Oliveros (6:20 Min.)
    • The Journey Of Jared Price (2:02 Min.)
VerpackungKleine Buchbox
 Als Zugaben gibt es eine kurze Galerie, zwei Trailer und eine thematisch bunt gemischte Trailershow.
 +-----

Fazit
Im Jahr 1989 müssen sich Kinobegeisterte zu Scharen unter Klaustrophobie-Beschwerden bei ihren Psychologen eingefunden haben: Den Schrecken der Begegnung mit außerirdischen Lebensformen von Interner Link"Alien" und Interner Link"Aliens" noch nicht ganz verdaut, folgen im Herbst jenes Jahres gleich zwei Unterwasserschreckgespenste auf Zelluloid, die jeden Besuch im örtlichen Naturbad zu einer überdenkenswerten Angelegenheit machen. Während Interner Link"The Abyss" sein Millionbudget in herausragende Effekte und vergleichsweise anspruchsvolle Erzählweise investiert, scheint "Leviathan" dafür mehr auf effektive B-Film-Atmosphäre abonniert zu sein.
Glücklicherweise ist das Ergebnis mehr als nur befriedigend, vor allem dank der durchweg interessanten Darsteller und der unheimlichen Situation, in der sich die Unterwasserexpedition befindet. Fast wie im Weltall sind sie von der Außenwelt abgeschottet und letztlich komplett auf sich allein gestellt, als das seltsame Wesen, das ein wenig an die Giger-Schöpfung erinnert, beginnt anzugreifen. Besondere Schockattacken fährt der Film, der zum Ende hin ein wenig von seiner Spannung verschenkt, bei der Untersuchung des russischen, untergegangenen Ubootes auf. Wären ein paar der amüsanten, aber stereotypen Charaktere etwas zurückgeschraubt worden, hätte man sicherlich noch mehr aus der beängstigenden Situation machen können, aber auch so dürften sich Nackenhaare beim Zuschauer aufstellen. Das Monstrum nistet sich nämlich in seinem Wirt ein und lässt ihn mutieren, was zu einigen schleimigen, unangenehmen Konfrontationen führt. Übermäßig Gore oder Sex bekommt man zwar nicht geboten, von beidem aber die richtige Menge, um die Bedrohung über die gesamte Laufzeit ernsthaft aussehen zu lassen - zu ausufernde Spektakel wären schließlich nicht gerade der Filmstimmung zuträglich. Diese reißt von der ersten Minute an ordentlich mit und wird später durch ein wenig Action beim Versuch, der Tentakelbestie zu entkommen, gewürzt.
Neben Interner Link"RoboCop"-Veteran Peter Weller, der dank der kernigen deutschen Synchro überzeugend rüberkommt, sind Richard Crenna (Interner Link"Rambo"), sexy Amanda Pays ("Flash"), Daniel Stern (Interner Link"Kevin - Allein zu Haus") und Ernie Hudson (Interner Link"Ghostbusters") in Hauptrollen sowie die kalt blickende Meg Foster (Interner Link"Stepfather 2") in einer Nebenrolle zu sehen. Dass auch an anderen Stellen nicht gespart wurde, beweisen die Engagements von Stan Winston bei den gut aussehenden Effekten und Jerry Goldsmith als Komponist des Scores.

Wer eine wenig tiefsinnige, aber sehr kurzweilige Mischung aus Interner Link"Aliens" und Interner Link"The Abyss" sucht, sollte mal "Leviathan" versuchen. Die deutsche DVD ist hierfür empfehlenswert. Die DVD kann man einmal als kleine Buchbox in limitierter Auflage von 399 Stück oder mit einem anderen Cover im KeepCase erwerben.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Leviathan" von Astro / CMV
DVD-Veröffentlichung von CMV im November
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