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UK 1963
Originaltitel:Paranoiac
Alternativtitel:Paranoic - Haus des Grauens
Länge:76:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Freddie Francis
Buch:Jimmy Sangster, Josephine Tey
Kamera:Arthur Grant
Musik:Elisabeth Lutyens
SFX:Les Bowie, Kit West
Darsteller:Janette Scott, Oliver Reed, Sheila Burrell, Maurice Denham, Alexander Davion, Liliane Brousse, Harold Lang, Arnold Diamond, John Bonney, John Stuart, Sydney Bromley, Laurie Leigh
Vertrieb:Koch Media / Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.12.2008 (Kauf)



Inhalt
Auf der Beerdigung ihrer Eltern will Eleanor Ashby ihren Augen nicht trauen: Ihr Bruder Tony, der sich vor vielen Jahren in selbstmörderischer Absicht von einer Klippe gestürzt hat und dessen Leichnam nie gefunden wurde, steht leibhaftig vor ihr. Im Gegensatz zu Eleanor ist ihr Bruder Simon gar nicht erfreut, das totgeglaubte Familienmitglied wiederzusehen, denn der will das Erbe seiner Eltern nicht mit einer weiteren Person teilen. Und die Anzeichen häufen sich, dass der Fremde gar nicht der ist, der er vorgibt zu sein.

Bild
Format2,35:1 (anamorph, s/w)
NormPAL
 Der Schwarzweiß-Transfer liegt im Cinemascope-Format vor und kann sich für einen 45 Jahre alten britischen Klassiker aus den Hammer Studios mehr als sehen lassen. Der Kontrast arbeitet meist gut, bietet einen überwiegend sehr guten Schwarzwert und wartet mit einer äußerst homogenen Bilddarstellung auf. Zwar gibt es immer wieder Unruhen im Bild, was an der nicht gänzlich fehlerfreien Kompression liegt, welche vor allem auf großen Flächen sichtbare Blockbildung und einige Brandingeffekte zeigt, wirklich störend ist dies aber nie. Hinzu kommt leichtes Hintergrundrauschen, sowie ein leichtes Nachziehen in schnellen Bewegungen. Schmutz und Defekte sind dabei aber nur im geringen Maße zu kritisieren. Auch wenn helle Flächen etwas steil erscheinen bleibt der Transfer weitgehend gefällig und sorgt durch ein solides Schärfeverhalten für eine ausreichende Detailzeichnung, bei der nur selten das Bild etwas weicher ausfällt. Dafür gibt es stellenweise leider gut sichtbare Doppelkonturen, was auf Nachschärfung schließen lässt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Mono-Mix klingt überraschend sauber und lässt auch bei erhöhter Lautstärke kein störendes Rauschen ausmachen. Selbst Störungen und Defekte sind nicht wahrzunehmen. Altersbedingt ist die Sprachwiedergabe etwas dumpf und klingt leicht blechern, erreicht aber niemals störende Ausmaße. Die englische Tonspur klingt etwas klarer und heller als die deutsche Synchronisation und bietet ebenfalls eine sehr saubere Sprachwiedergabe, mit einer ebenso guten Wiedergabe der Nebengeräusche. Leider verzichtet man auf Untertitel.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (66 Bilder)
  • 16seitiges Booklet
VerpackungKeepCase im Schuber
 Als Bonus bietet man uns eine umfangreiche Bildergalerie mit seltenem Bildmaterial, sowie ein 16seitiges Booklet mit reichlich Hintergrundinformationen zur Hammer-Produktion. Wie bei der "Koch Media Hammer Collection" üblich wird die Disc im KeepCase mit Schuber ausgeliefert.
 +-----

Fazit
Erwartet man beim "Haus des Grauens" einen typischen Hammer-Horrorfilm, wird man enttäuscht sein, denn mit "Paranoiac" versuchten sich die Hammer Studios zum dritten Mal an dem Psychothriller-Genre im Stil eines Interner Link"Psycho" und liefern sicherlich einen der besten Filme ab, den die britische Filmschmiede in diesem Bereich zu bieten hat.
Dies liegt nicht zuletzt am Skript des Hammer Film-Veterans Jimmy Sangster, der bereits bei den Klassikern Interner Link"Ein Toter spielt Klavier" und "Die Ausgekochten" für das Drehbuch zuständig war. "Haus des Grauens" unterliegt aber einer starken Änderung, schließlich basiert die Geschichte auf den Roman "Brat Farrar" von Josephine Tey, welchen Sangster komplett überarbeitete. Schließlich entfernte er sich mit seinem Skript dermaßen weit vom Original, dass schlussendlich in Frage gestellt wurde, ob die Rechte am Roman überhaupt noch zu benutzen seien. Um auf Nummer sicher zu gehen, entschied man sich zwar doch noch dafür, doch von der ursprünglichen Geschichte ist nichts mehr übrig geblieben, weshalb das "based on" unnötig ist. Sangster ist einmal mehr eine spannende Geschichte gelungen, welche weder vorhersehbar noch aufgesetzt wirkt. Vielmehr überrascht man uns mit einer überzeugenden Wendung. Als Zuschauer wird man sogar des Öfteren in die Irre geführt, weshalb die immer wieder aufkommenden Vergleiche mit Filmen im Stil Hitchcocks alles andere als weit hergeholt sind.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Regie von Freddie Francis (Kamera bei Interner Link"Dune", "Draculas Rückkehr", einem begnadeten Kameramann, der diesmal seine Aufgabe an den ebenfalls grandiosen Arthur Grant (Interner Link"Nächte des Grauens") abgab, der hier einmal mehr Beachtliches leistet. Eine hervorragende Leistung erbringt auch Darsteller Oliver Reed, dem der Wahnsinn ins Gesicht geschrieben steht. Während die anderen Darsteller allesamt Solides abliefern, ist Reeds Darbietung als geisteskranker Bruder einfach grandios und absolut beängstigend. Dies könnte nur noch von einem Klaus Kinsik getoppt werden.

"Haus des Grauens" erreicht zwar nicht die Klasse eines Hitchcock, stellt sich aber als überraschend vielschichtig und überzeugend dar und sollte in keiner Hammer Film-Sammlung fehlen. Fans spannender und vor allem klassischer Thriller-Unterhaltung sollten zur ungekürzten Koch Media-Disc greifen, welche technisch wirklich gut umgesetzt wurde.



Bilder der DVD




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