Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
CAN 2007
Originaltitel:Jack Brooks: Monster Slayer
Länge:81:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jon Knautz
Buch:John Ainslie, Jon Knautz, Trevor Matthews, Patrick White
Kamera:Joshua Allen
Musik:Ryan Shore
SFX:David Scott
Darsteller:Trevor Matthews, Robert Englund, Rachel Skarsten, James A. Woods, Daniel Kash, Ashley Bryant, Stefanie Drummond, Meghanne Kessels, David Fox, Meg Charette, Kristyn Butcher, Andrew Butcher
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:28.11.2007 (Verleih) / 15.01.2008 (Kauf)



Inhalt
Seit er als Kind mitansehen musste, wie ein grunzendes Ungeheuer seine Eltern und die kleine Schwester vernichtete, leidet Jack unter unkontrollierbaren Wutausbrüchen. Jetzt arbeitet er Klempner, geht in eine psychologische Beratung (beides ohne großen Erfolg) und besucht die Abendschule beim schrägen Professor Crowley, wo zumindest neben der attraktiven Eve sitzt. Als der Prof nach einer Begegnung mit einem dämonischen Artefakt zum Monster mutiert, erkennt Jack seine wahre Berufung.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Wie es sich für eine neue Produktion gehört, bekommt man bei "Jack Brooks: Monster Slayer" eine sehr gelungene Bildqualität geboten. Besonders erfreulich gestaltet sich das sehr scharfe Bild, welches lediglich in Totalen etwas von der vorhandenen Intensität verliert. Konturen und Kanten werden zur vollsten Zufriedenheit wiedergegeben und selbst feine Details in Gesichtspartien werden deutlich dargestellt. Etwas schlechter fällt in dunklen Szenen der Kontrast aus, da dieser einige Bildbereiche verschluckt, was dazu führt, dass das Bild etwas detailärmer erscheint. Hinzu kommt ein leichtes Rauschen, doch von störenden Beeinträchtigungen kann keine Rede sein. Die Farben wirken sehr kräftig und stets natürlich, was dem Film sehr gut zu Gesicht steht. Auch die Kompression arbeitet ordentlich, von einigen wenigen Unruhen in homogenen Flächen einmal abgesehen, die auch letztendlich nur bei genauem Hinsehen auffallen. Trotz des geringen Budgets, das "Jack Brooks: Monster Slayer" zur Verfügung stand, hat man einen gelungenen Transfer erstellen können.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Version bietet den Film sowohl in Dolby Digital 5.1 als auch in Dolby Digital 2.0 Surround an. Die Unterschiede der beiden Tonvarianten liegen innerhalb der kräftigeren Abmischung der Dolby Digital 5.1-Fassung und dem Einsatz einiger direktionaler Effekte. Ansonsten überzeugt auch die Surround-Variante, wobei, wenn man ehrlich ist, diese Tonspur eigentlich unnötig ist. So wird eine gute Räumlichkeit geboten, die zuweilen etwas frontlastig geraten ist, aber in den richtigen Augenblicken des Films entsprechende Effekte auf die Rears überträgt. Der Score wird hingegen über das gesamte Boxensystem verteilt, was den orchestralen Klängen eine voluminöse Abmischung beschert. Der englische O-Ton ist ebenfalls in Dolby Digital 5.1 vorhanden und klingt vergleichsweise etwas natürlicher, da das Mischungsverhältnis zwischen Dialogen, Score und Effekten etwas ausgewogener erscheint. Bei der deutschen Synchronfassung stellt die Dialoge etwas in den Vordergrund, was zu einer leichten Dominanz bei den Dialogen der ausgesprochen guten Synchronisation führt. Deutsche Untertitel sind optional vorhanden.
 ++++--

Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Originaltrailer (1:56 Min.)
  • Making Of (50:08 Min.)
  • Weltpremiere (3:03 Min.)
  • Storyboard-Vergleiche (10:31 Min.)
  • Entfernte Szenen (15:57 Min.)
  • Die Entstehung der Monster (15:20 Min.)
  • Die Entstehung der Musik (12:49 Min.)
  • Trailershow:
    • Phantom Force (1:34 Min.)
    • Dragon Storm - die Drachenjäger (0:45 Min.)
    • Die Kreuzritter - 4. Teil (1:07 Min.)
    • Pompei (2:29 Min.)
    • Alien Agent (2:59 Min.)
    • White Coats (1:52 Min.)
    • End of the Line (1:46 Min.)
    • Alexander the Great (1:52 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ist wirklich zu empfehlen, vor allem das Making Of hat diese Bezeichnung endlich wieder einmal verdient. In 50 Minuten erfährt man alles Wissenswerte über Produktion, Darsteller, Musik und Effekte, ohne auch nur eine werbeträchtige Aussage zu vernehmen. Nach diesen ganzen Informationen glaubt man fast, man sei selbst ein Teil der Crew gewesen und hätte bei der Entstehung von "Jack Brooks: Monster Slayer" mitgewirkt. Besonders erfreulich sind die deutschen Untertitel, die zum englischen Ton hinzugeschaltet werden können. Auch ein Audiokommentar mit dem Regisseur, Produzent, Darsteller und Komponist des Films ist vorhanden, der zwar viele Informationen des Making Of wiederholt, aber dennoch einige interessante Fakten zu bieten hat und zudem sehr humorvoll ausgefallen ist. Damit aber noch nicht genug, denn scheinbar wurden die Bereiche Musik und Erschaffung der Monster innerhalb des Making Ofs lediglich angesprochen, denn zu beiden Punkten gibt es noch einen ausführlichen Bericht, der noch tiefer in die Materie vorstößt - natürlich ebenfalls mit deutschen Untertiteln versehen. Neben entfernten Szenen, die zwar nett anzusehen sind, den Handlungsverlauf aber gestört hätten, gibt es noch ein kurzes Featurette von der Weltpremiere und ein netter Vergleich zwischen dem Storyboard und dem fertigen Film. Wer sich noch über weitere Veröffentlichungen des Labels informieren möchte, kann dies neben dem Filmtrailer noch innerhalb der vorhandenen Trailershow tun. Der auf dem Cover angegebene Kurzfilm inklusive Making Of ist leider nicht vorhanden, was aber spätestens mit der Blu-ray nachgeholt werden wird.
 ++++/-

Fazit
Was soll aus einem kleinen Jungen werden, dessen Familie beim Camping von einem wild gewordenen und nach Blut dürstenden Troll ermordet wurde? Die Antwort ist eigentlich recht einfach: Klempner! So hat Jack Brooks gleich mit zwei Problemen zu kämpfen: Seine Vergangenheit und sein Job. Zwar kann er den familiären Verlust im Laufe der Zeit gut wegstecken, indem er seine Mitmenschen ein ziemlich aggressives Verhalten entgegenbringt, doch vergessen kann er nicht. Jacks Psychologe ist von dessen Gewaltausbrüchen alles andere als erfreut und selbst sein Beruf scheint keine wirkliche Bereicherung für Jacks Psyche zu sein. Ein weiteres Problem für Jack ist die von ihm und seiner Freundin besuchte Abendschule, denn Pünktlichkeit ist ein akutes Fremdwort. Zumindest sein Chemielehrer Professor Crowley scheint mögliche Probleme zu erkennen und außerdem kann er gerade einen Klempner gebrauchen, denn in dem erworbenen Haus sind die Rohre verstopft. Jack erhält den Auftrag diese Arbeiten zu erledigen, was letztendlich für ihn in einem Fiasko endet, denn er richtet mehr Schaden an als er beseitigt. Dies bekommt vor allem ein alter Wasserboiler zu spüren, der bedingt durch entstandenen Überdruck erst einmal ordentlich Dampf ablässt. Jacks Leben scheint wirklich verpfuscht zu sein, was sich auch in dem aufkommenden Ärger mit seiner Freundin widerspiegelt. Doch für die dunkle Seite des Bösen hat Jack genau das Richtige getan, denn durch seinen beherzten Einsatz am Wasserboiler erweckt er einen uralten Dämon. Dieser findet schlagartig in Professor Crowley einen Wirtskörper, der fortan eine Metamorphose durchmacht. Nun scheint Jacks Stunde gekommen zu sein, denn schließlich ist er ein Klempner und dieser lässt sich nicht von einem überdimensionalen Dämon mit seiner Zombieschaft auf dem Kopf herumtanzen, erst recht nicht, wenn die Zombies seine eigenen Schulkameraden sind. Für Jack Brooks steht nun fest, dass die familiären Dinge aus seiner Vergangenheit lediglich ein Vorbote für seine weitere Zukunft waren, denn Jack Brooks wird zum Monster Slayer.

Das, was Regisseur Jon Knautz mit seinem Debüt abgeliefert hat, ist eine wahnwitzige Achterbahnfahrt, wie man sie nicht für möglich gehalten hat. Zusammen mit seinem Hauptdarsteller James Woods als Jack Brooks (ebenfalls Debütant im Filmgeschäft) hat man die Art von Film geschaffen, von der man eigentlich dachte, dass sie längst ausgestorben sei. Ein furioses Erstlingswerk, das mit einem geringen Budget viele Großproduktionen in den Schatten stellt. Dies ist neben dem Drehbuch vor allem den Spezialeffekten zu verdanken, die mal nicht aus CGIs bestehen, sondern echte Handarbeit darstellen. Hier sind es wieder Männer, die schwitzend unter Gummikostümen stecken, was nicht nur sehr gut funktioniert, sondern dem Film einen eigenen Charme auferlegt. Man darf deutlich darauf hinweisen: Dieser Film hat trotz dem Hauptziel einer solchen Produktion (= der Wirtschaftlichkeit) wieder eine Seele und zeigt Monster fürs Herz statt aus dem Computer. Dass sich sogar Ikone Robert Englund für die Rolle des Professor Crowley hergab, spricht zusätzlich für den Film. Englund darf diesmal seiner komischen Seite freien Lauf lassen. Bei seiner Darstellung ist er sichtlich mit Spaß dabei und darf nicht nur ordentlich Slapstick austeilen, sondern auch Schleimattacken einstecken. Somit ist "Jack Brooks: Monster Slayer" ein Riesenspaß, der mit vielen zündenden Witzen ein idealer Partyfilm geworden ist, sich sogar als Anwärter auf einen möglichen Kultfilm eignet, der sich nicht hinter großen Genretitel verstecken muss. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass dies nicht das letzte Abenteuer von Jack Brooks gewesen ist, der mit diesem Abenteuer eigentlich einen hervorragenden Pilotplot für eine TV-Serie hinlegt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsAlle Infos zum 22. Fantasy Filmfest (Update)
"Jack Brooks: Monster Slayer" mit Robert Englund
"Jack Brooks: Monster Slayer" von Momentum
"Jack Brooks: Monster Slayer" von MIG
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.