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HK 1994
Originaltitel:Zing mou jing hung
Alternativtitel:Jing wu ying xiong
Länge:97:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Gordon Chan
Buch:Kwong Kim Yip (als Ip Kwong Kim), Lan Kay Toa (als Lam Kay Toa), Gordon Chan
Kamera:Derek Wan
Musik:Stephen Edwards, Joseph Koo
Darsteller:Jet Li, Paul Chun, Ada Choi, Chin Siu Ho, Billy Chow, Yasuaki Kurata, Shinobu Nakayama, Toshimichi Takahashi, Yuen Cheung Yan, Yuen Shun Yi, Jackson Lou, Cheung Chun Hung
Vertrieb:HMH
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:20.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Shanghai, 1937. Zu Beginn des Sino-japanischen Krieges kehrt Chen Zhen, ein junger chinesischer Student aus Tokyo zurück zu seiner Martial Arts-Schule. Dort erfährt er, dass sein alter Meister in einem unfairen Kampf gegen den Direktor einer rivalisierenden Judo-Schule zu Tode gekommen ist. Während seiner Untersuchungen stellt Chen Zhen jedoch fest, dass es sich um einen Mord handelt, ausgeführt in Shanghai von Go Fujita, einem japanischen Soldat, unter Mittäterschaft eines der Mitglieder der Schule. Mit Hilfe von Huo Ting-en, dem Sohn des ermordeten Meisters, seiner kleinen japanischen Freundin und des japanischen Kampfkunstmeisters Fumio Funakoshi versucht er, die rassistischen Vorurteile zu durchbrechen und die Täter zu stellen!

Bild
Format1,78 (anamorph)
NormPAL
 HMH veröffentlicht "Fist of Legend" im anamorphen Transfer von 1,78:1 mit einer akzeptablen Bildqualität. Akzeptabel deshalb, weil Farben äußerst natürlich ausgefallen sind und auch die Schärfe sich auf einem ordentlichen Niveau befindet. Das war es dann aber auch schon, denn vor allem die Kompression arbeitet teilweise extrem schlecht, was deutlich zu Lasten der Bildqualität geht. So sind starke Unruhen im Bild auszumachen; von stehenden Rauschmustern über Bockbildung bis hin zu gut sichtbaren Kompressionsartefakten ist alles vertreten was man eigentlich nicht sehen möchte. Hinzu kommen Doppelkonturen, die auf Nachschärfung schließen lassen, dem Transfer aber wiederum die nötige Plastizität verleihen. So gibt sich das Bild in vielen Sequenzen äußerst wechselhaft und trotz aller Mängel gibt es immer wieder vereinzelte Szenen, welche aufgrund eines sehr guten Kontrastes und eines guten Schwarzwertes mit einer ordentlichen Durchzeichnung aufwarten können. Dann erscheint der Kontrast wieder etwas mau und der Schwarzwert tendiert ins Gräuliche und in anderen Sequenzen werden nötige Details verschluckt. Gut ist das Ergebnis sicherlich nicht, doch es hätte durchaus schlimmer kommen können. Zum Glück gibt es keine Nachzieheffekte und Bewegungsunschärfen. Dies hätte die Veröffentlichung untauglich gemacht. So können wir mit dem Ergebnis durchaus noch zufrieden sein.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo, Dolby Digital 5.1 splitted Upmix (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch, Chinesisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Beim Ton solltet ihr auf jedenfall zur deutschen Stereospur greifen, welche relativ neu erstellt wurden und sich wirklich hören lassen kann. Zwar liegt noch ein deutscher 5.1-Mix vor, dieser ist aber ein grauenhafter Upmix, der einfach nur laut ist. Zudem kommen die Dialoge aus den Rears und dies äußerst dominant, weshalb man das Gefühl nicht los wird, man hätte sich seine Frontlautsprecher nach hinten gestellt. Finger weg! Der deutsche Stereomix bietet eine sehr natürlich Sprachwiedergabe und eine fehlerfreie Stereofront, ohne große Schwächen, aber auch ohne große Highlights. Das ist grundsolide, absolut ausreichend und zudem deutlich besser als die englische Synchronisation, welche mit einer sehr schlechten Sprachwiedergabe aufwartet und auch nicht sonderlich gut synchronisiert wurde. Die chinesische Tonspur klingt sehr kratzig, dumpf und verzerrt deutlich. Hier bleibt also wirklich nur die deutsche Synchronisation. Wer dennoch zum O-Ton greifen will, wird sich über deutsche und englische Untertitel freuen.
 ++/---

Extras
Extras
  • Französischer Trailer (1:34 Min.)
  • Chinesischer Trailer (2:40 Min.)
  • Englischer Trailer (0:36 Min.)
  • Deleted Scenes:
    • #1 (0:39 Min.)
    • #2 (0:14 Min.)
    • #3 (2:11 Min.)
    • #4 (0:29 Min.)
    • #5 (0:36 Min.)
    • #6 (1:56 Min.)
  • Bildergalerie (9 Bilder)
  • Jet Li Bio- / Filmografie
  • Trailershow:
    • Once Upon a Time in China & America (3:13 Min.)
    • My Father is a Hero (3:52 Min.)
VerpackungKeepCase
 Es gibt nicht viel Zusatzmaterial, aber zumindest spendiert man uns sechs Delete Scenes, diverse Trailer und eine kleine Bildergalerie. Hinzu kommt eine Biografie von Jet Li und eine Trailershow bestehend aus zwei weiteren Martial Arts-Trailern andere HMH-Veröffentlichungen.
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Fazit
Der bisher eindeutig beste Jet Li-Film mit einer grandiosen Doppelregie von Gordon Chan und Yuen Woo-Ping, wobei beide auf ihrem Gebiet schlichtweg exzellente Arbeit geleistet haben. Die Story und die ganze dramaturgische Entwicklung hat gegenüber dem Original einen weiten Qualitätssprung nach vorn gemacht. Fehler von "Fist of Fury", wie z.B. die Geschichte zu einseitig um den Bruce Lee-Charakter zu zentrieren, wurden durch das Kreieren von wichtigen und interessanten Nebenfiguren wettgemacht. Dadurch wird die Neuauflage im Vergleich viel tiefer und komplexer, ohne aber an Spannung abzubauen; im Gegenteil. Auf publikumswirksamen Klamauk und andere Spielereien wurde gottseigedankt auch verzichtet. Insgesamt sehr gute Arbeit des renommierten Drehbuch-Dreigespanns. Positiv wirkt sich natürlich auch aus, dass die zahlreichen Kampfszenen ohne Zweifel zu den besten des Genres gehören. Wire-Fu wurde fast gar nicht eingesetzt, stattdessen gibt es extrem sehenswerte, bodenständige Fights mit beachtlichen Schauwerten. Leider - und das war beim Original besser - hat in diesem Bereich der Film nach gut einem Viertel bereits sein bestes Pulver verschossen. Die Szene mit Jet Li und den Japanern in ihrer eigenen Kampfschule wird auch trotz einem guten halben Dutzend anderer hervorragender Fightszenen später unerreicht bleiben ...
Die Besetzung ist allererste Sahne: Mag einem Jet Li zwar die Präsenz von Bruce Lee etwas abgehen, so ist er doch bei weitem die beste Wahl eines "Nachfolgers" gewesen. Schauspielerisch ist er gegenüber seinen Anfangstagen auch arg gereift. Außerdem darf er hier ohne Drahthilfe endlich mal zeigen, was er kann, und dies tut er auch mehr als imposant. Chin Siu Ho und Billy Chow sind immer gern gesehene Akteure, und machen auch hier ihre Sache ausgezeichnet. Auch der Rest bietet vorzügliche Leistungen, wobei Ada Choi und vor allem Yasuaki Kurata besonders hervorzuheben sind. Somit ist das der beste Martial Arts-Film (und weit vor "Drunken Master 2").

Die DVD aus dem Hause HMH ist leider kein Highlight geworden, zum Glück aber deutlich besser als erwartet. Hinzu kommt, dass der Film völlig ungekürzt erscheint, wobei die Freigabe ab 18 Jahre ein Witz ist und einmal mehr das Unverständnis der FSK gegenüber Martial-Arts-Filmen verdeutlicht. "Fist of Legend" gehört zu einen der ersten Titel, bei denen das FSK-Logo in penetranter Größe auf dem Cover pragt. Doch für Filmfans veröffentlicht HMH die DVD mit einem Wendecover ohne übergroßes Logo. Hoffentlich wird dies in Zukunft Standard.



Bilder der DVD




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