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D 2004
Originaltitel:Lord of the Undead
Länge:88:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Timo Rose
Buch:Timo Rose
Kamera:T.Rose, M.Jahkuski, A.Pape, B.Hansmann, Marc Fehse
Musik:Into the Void, Crystal Rain
SFX:CMM Effects, Ramin Shafiai, Timo Rose
Darsteller:Debbie Rochon, Lloyd Kaufman, Mathias Klaussner, Frank-Thomas Mende, Thomas Pape, Xenia Seeberg, Ferris MC, Anja Gebel, Thomas Kercmar
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Das Jahr 32 - Die dunklen Mächte um die schwarze Göttin Lilith (Debbie Rochon), der ersten Frau Adams, schicken ihre Dämonenkrieger (u.a. Ferris MC), um das Herz des gekreuzigten Jesus zu rauben. Sie erreichen ihr Ziel und versuchen, es dem totgeborenen Sohn Liliths einzupflanzen. Der Plan misslingt, denn Jesus' Vater belegt im letzten Moment das Herz seines Sohnes mit einem Fluch: "Jesus muss ein neuer Name gegeben werden! Durch einen Menschen und ohne böse Absicht". So ist das Herz vorerst unbrauchbar für die Dämonen.
Das Jahr 2003. Der junger Schriftsteller Michael (André Reissig) arbeitet unter großem Druck an einem neuen Manuskript, einer Story über Religionen und untergegangene Aspekte der christlichen Geschichte. In den herkömmlichen Informationsquellen jedoch fehlen etliche Jahre der Jugend Jesu und auch sein wirklicher Name. Die Bibel scheint unvollständig zu sein. Fataler Weise entschließt sich der junge Autor, Jesus einen neuen Namen zu geben, um die Lücken mit eigenem Gedankengut zu füllen. Das ist der Moment, auf den die dunklen Mächte nur gewartet haben. Unter der Führung ihres Meisters (Frank-Thomas Mende) werden grauenvolle Kreaturen erweckt, um den letzen Kampf anzutreten. Doch ein Krieger auf der Seite des Lichtes, der "Beschützer" (Matthias Klaussner), wird in einem menschlichen Körper wiedergeboren. Er nimmt den Kampf gegen das Böse auf.

Bild
Format1.85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Da wir es hier mit einer Amateurfilmproduktion zu tun haben und der Film digital gedreht wurde, sollte man die Messlatte nicht allzu hoch schrauben. Jedoch hat man selbst im Amateurfilm- und Independent-Bereich deutlich bessere Ergebnisse gesehen. Hier ist es gerade das immense Rauschen, das dem Film stark zusetzt und deutlich an der ohnehin schon schwachen Schärfe knabbert. Desweiteren kommen sehr viele Bildverfremdungen zum Einsatz, mit denen der Regisseur die nötige Atmosphäre schaffen will. Diese Veränderungen im Bild sorgen für eine wechselhafte Farbgebung und einen nicht immer guten Kontrast. Zudem fällt hier auch die teilweise schlechte Belichtung negativ auf und lässt in vielen dunklen Szenen nur noch Dinge erahnen. Die Kompressionen offenbaren zudem unschönes Blockrauschen im Hintergrund und in Bewegungen machen sich leichte Nachzieheffekte bemerkbar.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Besser als das Bild ist hier eindeutig der deutsche Dolby Digital 2.0-Track ausgefallen. Neben einer für Amateurfilme verhältnismäßig guten Sprachverständlichkeit, wurden auch die Rearspeaker dezent, aber recht gut für die Umgebungsgeräusche eingesetzt und fallen in einigen Szenen sogar durch die guten Surroundeffekte auf. Für einen Amateurfilm liefert diese Abmischung durchweg ein wirklich zufrieden stellendes Ergebnis und bietet neben den angenehmen Surroundeffekten noch einen auf die Kanäle gut verteilten dynamisch wirkenden Score.
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Extras
Extras
  • Teaser (1:22 Min.)
  • 2 Trailer (3:33 Min.)
  • Bildergalerie (83 Bilder)
 Zwar ist die "Bildergalerie" mit 83 Bildern recht umfangreich geworden, aber mehr als den "Teaser" und 2 "Trailer" bekommen wir bei der Verleih-DVD nicht zu sehen.
 +-----

Fazit
Amateurfilmer Timo Rose ("Mutation 2 & 3", Interner Link"Space Wolf") versprach viel, aber gehalten hat er davon nichts. So wollte der Trailer uns einen ernstzunehmenden, harten und mit religiösen Aspekten angereicherten Horrorfilm vorgaukeln, in dem Rose endlich seinen "coole Gangster, schwere Waffen"-Tick beiseite legt. Das Gezeigte ist schließlich so arm, dass es bereits an der Hand endet. Der Versuch einen religiösen Unterton anzuschlagen, ist vollkommen an den Haaren herbei gezogen, strotzt nur so vor peinlichen Momenten und macht keinen Hehl daraus, dass hier dreist aus Filmen wie Interner Link"Gods Army" und Interner Link"Dogma" geklaut wurde. Auch wenn es Timo Rose diesmal schafft, in einigen Momenten wirklich Potential zu zeigen, scheitert jeder gute Ansatz direkt wieder an Roses Egonummer, die er mit seinen Filmen versucht durchzuziehen. Seit "Mutation 2" scheint er immer auf einer Stelle zu treten und den gleichen Film immer und immer wieder zu drehen, ohne dabei eine richtige Entwicklung durchzumachen. Weder Ausleuchtung, Kamera noch Schnitt können wirklich überzeugen und das in Actionfilmen so beliebte Wiederholen irgendwelcher Szenen hat man hier langsam auf. Das Drehbuch strotzt nur so vor langweiligen Dialogen. Hätte der Regisseur wirklich gewollt, dass "Lord of the Undead" ernst zu nehmen ist, so hätte er sich nicht wieder einen Cast zusammengestellt, welcher einfach nicht fähig zu sein scheint, dem Film Tiefe und Spannung zu verleihen. Da hilft es auch nicht, Leute wie z.B. Lloyd Kaufmann (Troma) ins Boot zu holen, ihm irgendeine Rolle auf den Leib zu schreiben und diese in den Film rein zu klatschen, ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob diese Szene in irgendeiner Form relevant für den Film ist. Er verfällt ständig ins übliche Amateurfilm-Muster, macht einen Fehler nach dem anderen, versucht durch blutige Effekte das Publikum zu täuschen und will uns dann auch noch eine absolut blöde Story als Gold verkaufen.
Was nach den knapp 88 Minuten bleibt, ist ein langweiliger und schwerverdaulicher Versuch seitens Rose, in die Fußstapfen eines Olaf Ittenbachs zu treten. Doch vielleicht hat er diesmal gemerkt, dass dieser Schuh nicht passt.

Die vorliegende Verleih-DVD bietet keine nennenswerten Extras. Auch wenn es sich hier um eine Amateurfilmproduktion handelt, ist die Bildqualität eindeutig zu schlecht ausgefallen. Den schwarzen Peter sollte man aber weniger CMV zustecken, als vielmehr SOI Film, die hier einfach geschludert und dank einer schlechten Ausleuchtung vieles zerstört haben. Ob nach dem Flop, der "Lord of the Undead" war, noch die angekündigte Doppel-DVD erscheint, bleibt abzuwarten. Wer sich diesen Film dennoch anschauen will, kann sich diese DVD, welche in einer kleinen Hartbox erschienen ist, dennoch zulegen. Auf eigene Gefahr versteht sich.



Bilder der DVD




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