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HK 1980
Originaltitel:Jian
Alternativtitel:Sword, The
aka. Ming Jian
Länge:84:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Patrick Tam
Buch:Patrick Tam, Ying Huang, Tianci Liu, Zigiang Lu
Kamera:Bill Wong
Musik:Gu Jiahui
Darsteller:Adam Cheng, Qiqi Chen, Norman Chu, Jade Hsu, Eddy Ko, Siu-Ming Lau, Yat Fan Lau, Hoi San Lee, Chau Wa Ngai, Tung Ng, Feng Tien
Vertrieb:Eyecatcher Movies
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:29.10.2007 (Kauf)



Inhalt
Der junge Schwertkämpfer Li Moran macht sich im alten China auf die Suche nach dem berühmten Meister Hua Qianshu, um gegen ihn anzutreten und sich mit ihm zu messen. Auf dem Weg trifft er die schöne Yingzhi. Zusammen reisen sie weiter, doch was Li nicht weiß: Yingzhi ist Huas Tochter! Doch als ob das nicht schon genug Probleme wären, zieht sich Li auch den Zorn eines Schwertmeisters auf sich, der um jeden Preis zwei Schwerter von großer Bedeutung für sich beansprucht. Eines hat Li, das andere Hua ...

Bild
Format2,40:1 (anamorph)
NormPAL
 Gemessen am Alter und dem asiatischen Herkunftsland bekommt man ein durchaus zufrieden stellendes, anamorphes Bild präsentiert. Wirkliche Kritik ist lediglich im Bereich der Schärfe angebracht, da es immer wieder kurze Passsagen im Film gibt, die deutlich die ansonsten gute Schärfe beeinträchtigen und das Bild sehr weich darstellen, so als ob ein Schleier über entsprechende Szene gelegt worden wäre. Ein Stilmittel dürfte dieser Effekt nicht sein und dass diese Szenen aus einem anderen Master stammen, ist eher unwahrscheinlich, da ansonsten keine Qualitätsschwankungen auszumachen sind. Die Farben wurden sehr gut gewählt und passen zum altertümlichen Ambiente, wobei die Töne nie zu kräftig gewählt wurden. Rauschen findet man nur wenig im Hintergrund und auch Schmutzpartikel oder Defekte sind nur selten vorhanden. Der Kontrast wirkt meist sehr ausgewogen, lediglich in einigen sehr hellen Bereichen kommt es zu Überstrahlungen. Sehr überraschend ist die Kompression ausgefallen, da diese keinen Anlass für eine negative Äußerung gibt. Selbst in schwierigeren Szenen taucht keine Blockbildung auf. Mit guten vier Punkten ist das Endergebnis durchaus als gelungen zu bezeichnen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Kantonesisch, Englisch, Mandarin
UntertitelDeutsch, Englisch
 Auf akustischer Seite werden gleich vier Sprachvarianten angeboten, wobei die deutsche Synchronfassung im Vordergrund steht. Diese überzeugt mit einer gelungenen Abmischung in Stereo, die sowohl was die Verständlichkeit betrifft als auch im Bereich der Abmischung völlig überzeugend klingt. Lediglich etwas mehr Dynamik in den Kampfsequenzen hätten die Bewertung noch angehoben. Überlagerungen sind nicht auszumachen und auch Defekte sind kein Bestandteil der deutschen Tonspur. Anders beim englischen Track. Dieser wirkt sehr dumpf und etwas kratzig. Zudem ist ein kontinuierliches Rauschen im Hintergrund deutlich zu vernehmen. Dies beeinträchtigt die Verständlichkeit der Dialoge jedoch nicht. Die Tonspuren in Kantonesisch als auch in Mandarin sind mit der deutschen Fassung zu vergleichen, lediglich die Mandarinfassung ist etwas dumpfer ausgefallen. Wie auch der deutsche Audiotrack liegen die drei anderen Tonspuren in Stereo vor. Optional stehen noch deutsche als auch englische Untertitel zur Verfügung. Die englischen Untertitel können allerdings nur bei laufendem Film zugeschaltet werden.
 +++/--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:54 Min.)
  • Bildergalerie (14 Bilder / 1:00 Min.)
  • Trailer:
    • Todesduell der Shaolin (3:12 Min.)
    • Operation Eastern Condors (3:36 Min.)
Verpackungkleine Hartbox
 Das Bonusmaterial ist nicht besonders umfangreich ausgefallen, so dass der Originaltrailer und eine selbstlaufende Bildergalerie mit Werbebilder und Szenenfotos die einzigen filmspezifischen Extras sind. Lediglich zwei weitere Trailer mit Programmtipps des Anbieters sind noch vorhanden.
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Fazit
Hinter "Das Schwert" verbirgt sich einer der letzten großen Schwertkampffilme der Mitte der 80er Jahre abklingenden Ära dieses Genres. Besonders auffällig bei diesem Werk, das im Übrigen das Filmdebüt von Patrick Tam darstellt, ist die Riege von Darstellern aus dem Hause der Shaw Brothers. Dies allein ist schon ein nichtverständlicher Grund, warum "Das Schwert" lediglich anfang der 90er in der ARD ausgestrahlt wurde und zuvor niemals im Kino oder auf Video erhältlich war. Noch unverständlicher allerdings, dass der Film nach seiner Ausstrahlung ebenso schnell wieder verschwand und erst im Jahre 2007 durch Eyecatcher Entertainment wiederentdeckt wurde.
Dabei hat Tams Werk alle prägnanten Merkmale dieser Filmgattung. Die Handlung ist wie immer Nebensache und offenbart lediglich eine übliche Rachegeschichte, die aber dank perfekt choreografierten Schwertkämpfen, schönen Kameraeinstellungen und einem gefühlvollen Soundtrack von Joseph Guo völlig überzeugt. Auch der schnelle Schnitt sorgt für ein entsprechendes Tempo, wobei aber auch gesagt werden sollte, dass Tam seine Geschichte in den Vordergrund stellte und über die Laufzeit gesehen nur sehr wenige Kampfsequenzen vorhanden sind. Wenn aber mit den Klingen duelliert wird, gehen die Kontrahenten nicht gerade zimperlich zur Sache. Den Darstellern merkt man deutlich an, dass sie bereits einiges an Erfahrungen sammeln konnten, so dass von jedem eine routinierte Leistung erbracht wird. Und obwohl alle Zutaten von Patrick Tam gekonnt vermischt wurden und "Das Schwert" ein Film geworden ist, der ohne unnötige Längen auf ganzer Linie zu überzeugen weiß, ist ihm leider nicht der erhoffte Erfolg geglückt. So gehört Tam zu den Regisseuren der Hongkong-New Wave, die durch Namen wie Ringo Lam oder John Woo auf die hinteren Ränge verwiesen wurden. Über wesentlich mehr Glück konnte sich aber der Choreograf der Kampfszenen erfreuen, denn dieser ist niemand anderes als Ching Siu-Tang, der durch die grandiose Interner Link"A Chinese Ghost Story"-Trilogy auch im deutschsprachigen Raum einen beachtlichen Erfolg hatte. Somit ist "Das Schwert" eine gelungene Wiederentdeckung, die vor allem Fans des asiatischen Schwertkampffilms bestens unterhalten wird.



Bilder der DVD




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