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USA 2008
Originaltitel:Vacancy 2: The First Cut
Länge:82:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Eric Bross
Buch:Mark L. Smith
Kamera:Horacio Marquínez
Musik:Jerome Dillon
SFX:Jeff West
Darsteller:Trevor Wright, David Moscow, Agnes Bruckner, Gwendoline Yeo, Beau Billingslea, Brian Klugman, Arjay Smith, Christopher Allen Nelson, Angel Oquendo, Lola Davidson, Nelson Lee, Scott G. Anderson
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.02.2009 (Kauf)



Inhalt
Als Caleb, seine verführerische Verlobte Jessica und sein sarkastischer bester Freund Tanner im Meadow View Inn einchecken, rechnen sie mit einer Nacht in harten Betten und geschmacklos eingerichteten Zimmern. Sie ahnen nicht, dass dies nicht nur ein weiteres einsames Motel ist, sondern eine gefährliche Falle, in der die Gäste brutal gefoltert, ermordet und dabei von dem sadistischen Mr. Smith und seinen gierigen Komplizen gefilmt werden. Die Aufnahmen wollen die Mörder für viel Geld verkaufen. Gefangen in einem tödlichen Katz-und-Maus-Spiel müssen die drei Freunde um ihr Leben kämpfen ...

Bild
Format1,78 (anamorph)
NormPAL
 Im Gegensatz zum Vorgänger liegt das Prequel im TV-Bild ausfüllenden Format von 1,78:1 vor und erzielt trotz visueller Verfremdungen durchweg gute Werte. Auch eine, bis auf wenige Ausnahmen gute bis sehr gute Schärfe wird geboten. Konturen werden sauber dargestellt und dank einer sauberen Durchzeichnung und einer ordentlichen Plastizität wird eine überraschend hohe Tiefenwirkung erzielt. Hinzu kommt eine sehr schöne Detailzeichnung, welche vor allem in Nahaufnahmen auftrumpfen darf, aber selbst in Totalen nur äußerst selten zu weich erscheint. Die Farben sind zudem sehr kräftig und satt und wurden nach Notwendigkeit sichtbar nach bearbeitet, verlieren aber niemals an Natürlichkeit, was vor allem bei Hauttönen positiv zur Geltung kommt. Der Kontrast überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie, wurde teilweise etwas hart gewählt, erscheint vielleicht auch etwas steil, bietet ansonsten aber überraschend gute Werte, vor allem in Anbetracht der Produktion. Hinzu kommt ein satter Schwarzwert, der fast gänzlich ohne Detailverlust in den vielen dunklen Sequenzen auskommen kann. Sony Pictures zeigt, dass DVDs auch auf hochauflösender Technik gut aussehen können und dementsprechend hoch fällt auch unsere Bewertung bei diesem rauscharmen Transfer aus, dessen Kompression nahezu fehlerfrei arbeitet.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch
 Beim Soundmix dürfen wir nicht allzu viel erwarten, aber immerhin spendiert Sony Pictures uns einen deutschen 5.1-Mix, der mit einer guten Sprachverständlichkeit aufwarten kann und trotz aller Frontlastigkeit genügend Räumlichkeit zu bieten hat, welche sich aber weitgehend auf den Score-Einsatz beschränkt. Spielraum für direktionale Effekte gibt es kaum, denn das Geschehen spielt sich überwiegend in den vorderen Kanälen ab und lediglich ein paar Umgebungsgeräusche, sowie der bereits erwähnte Score werden im Effektbereich wiedergegeben. Hier wäre deutlich mehr möglich gewesen, vor allem was den direktionalen Bereich betrifft. So sprechen wir von einem soliden Mix mit einem ausreichenden Basseinsatz und ordentlicher Räumlichkeit. Große Unterschiede zum englischsprachigen 5.1-Mix fallen nicht auf, lediglich die Stimmen klingen beim Originalton etwas dumpfer, intregieren sich aber besser ins restliche Klangbild. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 ++++--

Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Eric Bross (Regie), Hal Lieberman (Produzent), Brian Pschal (Ausführender Produzent), Agnes Bruckner und David Moscow
  • Dokumentationen: Auf Band festgehalten: Hinter den Kulissen von "Motel - The First Cut" (13:01 Min.)
  • Hinter der Fassade: Die Konstruktion des "Meadow View Inn" (6:36 Min.)
  • Entfallene Szenen:
    • Entfernung der Leiche (1:09 Min.)
    • Jack rettet Jessica (1:46 Min.)
    • Besuch des Sheriffs im Meadow View Inn (1:29 Min.)
  • Trailershow:
    • Resident Evil: Degeneration (1:00 Min.)
    • Quarantäne (1:32 Min.)
    • Lakeview Terrace (1:42 Min.)
    • Ananas Express (1:41 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der deutsch untertitelte Audiokommentar mit den Darsteller, Produzenten und dem Regisseur fällt sehr unspetakulär aus und viel kommt leider nicht bei herum. Zwar müssen wir nicht gänzlich auf Hintergrundinformationen verzichten, aber meist bleiben die Gespräche sehr oberflächlich. Da gibt es deutlich bessere Kommentare. Weiter geht es mit drei entfernten Szenen und zwei kleineren Dokumentationen. Die erste stellt ein 13minütiges Making of dar, doch auch hier bleibt vom Gezeigten kaum etwas hängen und das 6minütige Featurette über die Entstehung des Sets stellt sich noch am Interessantesten heraus. Zum Schluss gibt es eine handvoll Trailer von weiteren Sony Picture-Titeln.
 ++/---

Fazit
Der ohnehin eher mäßige, aber dafür gut besetzte und schön gefilmte Interner Link"Motel" muss genug Geld eingespielt haben, dass nach nur einem Jahr ein weiterer Teil, diesmal ein Prequel, auf den Markt geworfen wird. Unter der Regie von Eric Boss (Interner Link"Nothing To Lose") wird die Vorgeschichte um das Motel und deren Besitzer, welche Snuff-Videos mit ihren Gästen drehen, inszenierte. Wer Interner Link"Motel" noch nicht gesehen hat, wird es leichter haben, sich nicht zu langweilen, da alle anderen den Verlauf der Geschichte bereits kennen und sich der Spannungsaufbau in Grenzen hält. Sicherlich gibt es Filme, für die ein Prequel Sinn macht, die trotz Wissen über das Ende spannend bleiben und Spaß machen, doch "First Cut" gehört leider nicht dazu. Manchmal möchte man vielleicht gar nicht wissen, wie etwas entstand. Im Falle von Interner Link"Motel" ist dies auch gar nicht nötig, allein deshalb schon nicht, da die Geschichte an sich schon nicht besonders originell war, die Charaktere oberflächlich abgehandelt wurden und man schlussendlich nur sehen wollte, wie Kate Beckinsale und Luke Wilson den Sadisten entkommen. Beim Prequel wissen wir nun, was uns erwartet und wir wissen auch, dass es kein Happy End geben wird. Dafür drängt man uns eine an den Haaren herbei gezogene Geschichte auf, wie aus "normalen" Spannern, welche ihre Gäste beim Sex filmen und die Videos für wenig Geld verscheuern, skrupellose Snuff-Filmer werden.
Um Glaubhaftigkeit war man in diesem Gerne zwar noch nie wirklich bemüht, doch was man uns hier auftischt ist einfach unglaublich schlecht, die Charaktere bleiben blass und das Motiv der Motel-Besitzer unglaubwürdig. Da wird ein Typ beim brutalen Mord an einer hübschen Frau gefilmt und von den Heinis überwältig. Doch anstelle ihn der Polizei auszuliefern, geht man mit ihm einen Deal ein, schließlich verkauft sich Sex nicht mehr so gut und mit Snuff-Videos kann man sicherlich einen ordentlichen Reibach machen. "Motel: First Cut" ist extrem konstruiert und bedient sich aller Elemente des Vorgängers, kopiert diese ohne Eigenständigkeit und baut nicht einmal Spannung oder Atmosphäre auf. Da können dann auch Genre-Gesichter wie Agnes Bruckner (Interner Link"Blood & Chocolate", "Venom" ) und Scott G. Anderson (spielte bereits den Killer im ersten Teil) nicht weiterhelfen. Gerade über das absolut dämliche Ende sollte man lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Das stellt nämlich den eigentlichen Genickbruch des Prequels dar. Wäre ein weniger aufgesetztes, weniger positives Ende gedreht worden, könnte man diesen Flick noch am ehesten als Appetitanreger ansehen, doch was Boss hier runterkurbelt und selbst noch als gelungen empfinden, tut schon weh. Zudem ist "First Cut" trotz seiner knapp 84 Minuten viel zu langatmig, braucht ewig bis er in die Gänge kommt und es fehlt ihm an richtig ausweglosen Situationen und einer gehörigen Portion Blut. So ist der Film bis auf wenige Szenen sehr harmlos ausgefallen, wirkt insgesamt ziemlich brav und stellt im gesamten Ablauf viemehr ein Remake des 2007er Films dar. Es gibt zwar Schlimmeres, aber auch wesentlich Besseres, so dass ich für mich zum Schluss komme, dass man "Motel: First Cut" nicht gesehen haben muss, außer man möchte einmal wieder seine Vorlauftaste testen.



Bilder der DVD




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Motel
Motel
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