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CAN 2006
Originaltitel:End of the Line
Länge:90:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Maurice Devereaux
Buch:Maurice Devereaux
Kamera:Denis-Noel Mostert
Musik:Martin Gauthier
SFX:Adrien Morot
Darsteller:Ilona Elkin, Nicolas Wrigh, Robin Wilcock, Joan McBride, Kyle Allatt, Danny Blanco, Michael Challenger, Bill Croft, Robert Crooks, Denise DePass, Domenic Di Rosa, Corey Fantie
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.10.2008 (Verleih) / 06.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Die letzte U-Bahn der Nacht, ein paar Dutzend Fahrgäste. Plötzlich bleibt sie mitten im Tunnel stehen. Und damit beginnt für die Insassen ein verdammt grauenvoller Leidensweg: Anhänger eines religiösen Kultes, die auch in dem Zug sind, erhalten in diesem Moment eine SMS, dass heute Armageddon fällig ist. Ihre Mission: vor dem Ende der Welt so viele Seelen wie möglich zu erretten. Von einem Augenblick zum nächsten verwandelt sich der mitfühlend frömmelnde Singverein zur besessenen Massenvernichtungsmaschinerie - denn nur der Tod bringt die Erlösung.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Passend zum Ambiente zeigt sich das anamorphe Bild mit sehr kalten Farben, was zwar zu Lasten der Natürlichkeit geht, doch den kühlen Handlungsort im U-Bahn-Tunnelsystem vortrefflich widerspiegelt. Der Kontrast wirkt meist sehr ausgewogen, von kleinen Überstrahlungen in hellen Flächen einmal abgesehen, und kann selbst in schwierigen Szenen mit einer guten Detailwiedergabe punkten, wodurch auch der Schwarzwert gute Werte liefert. Negativ fällt hingegen ein stark variierendes Rauschen auf, das vor allem in sehr dunklen Szenen aufgrund einer nicht optimalen Ausleuchtung an Intensität gewinnt, während helle Szenen fast ohne Rauschen auskommen. Dementsprechend verhält sich auch die Schärfe wechselhaft, was besonders in Totalen zu Detailverlusten führt und das Bild deutlich zu weich erscheinen lässt. Deutlich besser präsentieren sich Nahaufnahmen, denn dort gibt es keinen Anlass zur Kritik. Die Kompression sorgt für deutliche Unruhen, die im Zusammenhang mit dem vorhandenen Bildrauschen zu Blockbildungen führen. Für eine Low Budget-Produktion geht das gebotene Bild allerdings in Ordnung.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu, En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Für die gelungene deutsche Synchronisation gibt es zwei Tonvarianten. Neben einer Abmischung in Dolby Digital 5.1 wurde auch noch ein schwächerer Dolby Digital 2.0 Surround-Mix erstellt. Beide Tonspuren überzeugen, wenn auch die DD 5.1-Abmischung kräftiger klingt und die hinteren Effektlautsprecher besser in das Geschehen einbezieht. Zwar meist sehr frontbezogen, kann die Abmischung innerhalb des Tunnelsystems für einen entsprechenden Raumklang sorgen und einige akustische Effekte bieten. Meist dienen die Rears aber lediglich zur Unterstützung des Score und den Gesängen der Prediger, wodurch eine sehr bedrückende Atmosphäre geschaffen wird. Dem 2.0-Ton fehlt dies und er lässt auch etwas Dynamik vermissen. Der englische Originalton liegt lediglich in DD 2.0 Surround vor und kommt dem deutschen Stereomix im direkten Vergleich sehr nahe, klingt jedoch etwas natürlicher. Die Dialogverständlichkeit ist in allen drei Tonspuren sehr gut und es kommt auch zu keinen Überlagerungen innerhalb des Klangbildes. Deutsche Untertitel sind optional vorhanden.
 ++++--

Extras
Extras
  • Audiokommentar von Regisseur Maurice Deveraux
  • Interviews mit den Beteiligten (11:48 Min.)
  • Making of (36:44 Min.)
  • Originaltrailer (1:46 Min.)
  • Bildergalerie (1:55 Min.)
  • Trailershow:
    • Dragon Storm (0:45 Min.)
    • Phantom Force (1:34 Min.)
    • White Coats (1:52 Min.)
    • Jack Brooks - Monster Slayer (1:56 Min.)
    • Jackbutt - The TV Movie (2:19 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ist mit einer Gesamtlaufzeit von fast 50 Minuten, exklusive einem Audiokommentar mit dem Regisseur, recht üppig ausgefallen und kommt ganz ohne werbeträchtige Inhalte aus. Maurice Deveraux spricht sehr offen über seinen Film und die damit verbundenen religiösen Aspekte. So wird viel Hintergrund- und Informationsmaterial geboten, was sich jedoch etwas mit dem Inhalt des Making of überschneidet. Die Interviews stammen aus einem Question & Answer Panel, das während einer Aufführung des Films aufgenommen wurde und bieten ebenfalls wissenswerte Infos. Der Originaltrailer sowie eine Bildergalerie mit Filmszenen gehören zum obligatorischen Standard. Wer an weiteren Titeln aus dem MIG-Programm interessiert ist, bekommt die Möglichkeit noch einige Trailer anzusehen. Untertitel sind leider nicht verfügbar, doch soll dies lediglich die Erstpressung von "End of the Line" betreffen und mittlerweile ausgebessert worden sein.
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Fazit
Mit "End of the Line" schuf Maurice Deveraux einen intelligenten Horror-Thriller, der den religiösen Fundamentalismus in extremster Form widerspiegelt und garniert mit einigen Splatterszene deutlich Sozialkritik an unserer Gesellschaft übt. Wie schon bei seinem Film Interner Link"Slashers", in dem auf satirische Weise einen Seitenhieb auf die Sensationsgeilheit des Reality-TV ablieferte, nutzt er "End of the Line", um den Religionswahnsinn aufzuzeigen. Sicherlich ist sein Grundgedanke gegenüber den Weltreligionen nicht ganz übertrieben, denn schaut man sich Geschichtsbücher und heutige Nachrichten genauer an, taucht Hass und Gewalt meist in Bezug auf Glauben auf. Innerhalb der Geschichte von "End of the Line" könnten die Prediger allerdings auch gegen Zombies oder andere Geschöpfe der Hölle ausgetauscht werden, doch würde dies zu Lasten der realen Hintergedanken von Deveraux gehen. Stattdessen schickt er eine illustre Gruppe in das Tunnelnetz einer stehen gebliebenen U-Bahn, die sich dort vor den Anhängern einer Predigersekte in Sicherheit bringen müssen. Oberhalb der eingeschlossenen Gruppe herrscht Chaos in den Straßen. Mord und Totschlag regiert die Welt, denn die Anhänger haben den Auftrag jeden nicht Angehörigen der Sekte in Gottes Reich zu entsenden, um ihn vor der sich nähernden Apokalypse zu bewahren. Scheinbar öffnen sich tatsächlich die Pforten zur Hölle, denn immer wieder tauchen mysteriöse Gestalten auf, die mit rotglühenden Augen die Hetzjagd auf die Ungläubigen verfolgen. Und hier gelingt Maurice Deveraux ein wirkliches Kunststück, indem er die Dämonen der Interpretation des Zuschauers überließ. So liegt es im Auge des Betrachters, ob die Predigersekte wirklich in Gottes Auftrag tötet, um die Ungläubigen vor der Apokalypse zu retten, oder die Dämonen lediglich im religiösen Wahn vorzufinden sind. Beide Ansätze haben ihren Reiz, wobei "End of the Line" je nach gewählter Möglichkeit in einem anderen Licht erstrahlt.
Trotz des geringen Budgets ist es Deveraux gelungen, einen Horrorfilm zu schaffen, der kontinuierlich mitreißt und über die gesamte Laufzeit bedrohlich wirkt. Der klaustrophobische Handlungsort, aus dem es kaum ein Entrinnen zu geben scheint, sorgt neben den sehr gut agierenden Darstellern und einer sehr stimmigen akustischen Untermalung für Hochspannung pur und beweist wieder einmal, dass auch mit wenig Geld ein ansprechender Film zu inszenieren ist. Dies verstanden auch diverse Juries, die den Film mit einigen Preisen segneten und Deveraux zeigten, dass er mit seinem zeitgenössischen Horror den richtigen Weg eingeschlagen hat, um der Menscheit einen Spiegel vor das Gesicht zu halten.



Bilder der DVD




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News"End of the Line" von MIG
"End of the Line" - Trailer und Fotos
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