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USA 1976
Originaltitel:Alice Sweet Alice
Alternativtitel:Holy Terror
aka. Communion
Länge:102:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Alfred Sole
Buch:Rosemary Ritvo, Alfred Sole
Kamera:John Friberg, Chuck Hall
Musik:Stephen Lawrence
SFX:Illusions Inc.
Darsteller:Linda Miller, Mildred Clinton, Paula E. Sheppard, Niles McMaster, Jane Lowry, Rudolph Willrich, Michael Hardstark, Alphonso DeNoble, Gary Allen, Brooke Shields, Louisa Horton, Tom Signorelli, Lillian Roth, Patrick Gorman, Kathy Rich, Ted Tinling
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.02.2008 (Verleih) / 21.03.2008 (Kauf)



Inhalt
Alice und Karen sind zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Während die gehorsame und hübschere Karen stets von ihren Eltern bevorzugt wird, sieht sich die zwölfjährige Alice als das schwarze Schaf der Familie. Die Differenzen eskalieren, als Karen kurz vor ihrer Erstkommunion noch mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als sonst. Dann geschieht das Unfassbare: während der feierlichen Zeremonie wird Karen hinter der Kirche ermordet. Doch dies soll nur der erste einer Reihe von Morden in der streng katholischen Gemeinde sein. Und alles deutet darauf hin, dass Alice die Schuldige ist ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Den Vergleich zur EuroVideo-DVD (2005) kann ich an dieser Stelle (noch) nicht ziehen, aber falls eine Steigerung bei der Bildqualität vorliegt, kann diese nicht sehr groß sein. Oftmals wird man einfach nur an eine Videokopie erinnert, weil pumpendes Rauschen, stehende Schleier und Blässe dem anamorphen Bild zusetzen. Grundlegend ist die Schärfe für das Alter in Ordnung, einer näheren Betrachtung hält sie aber nicht stand. Gründe sind die weichen Konturen und die Bewegungsunschärfen. Während Filmschmutz kaum auftritt, sind es immer wieder die verfälschte Farbgebung, der schwere Kontrast und die wabernden Bewegungen (nicht beeinflusst durch die Kompression), die den Film schlechter aussehen lassen als es nötig ist. Das reicht alles noch nicht aus, selbst bei Beachtung des Produktionsjahres.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Tonspur lässt überhaupt keine Aufarbeitung heraushören - schlimmer noch, denn manchmal ist sie über das Alter des Materials hinweg schlecht. So gerät beispielsweise die Titelmusik zur Nervenprobe, wenn sich unterschiedliche Tonhöhen und Lautstärken zu einem leiernden Etwas zusammentun. Insgesamt schneiden Musikstücke, u.a. aus einem Grammophon im Filmverlauf, nicht sehr gut ab, machen sich doch deutliche Übersteuerungen bemerkbar. Außerdem ist ein vehementes Rauschen zu hören und besonders Dialog klingen herausgelöst und ein wenig breiig. Das sind dann doch keine 2 Punkte mehr Wert, auch wenn der Film nun schon 30 Jahre alt ist. Das englischsprachige Original gibt zwar nicht übermäßig viel mehr her, aber das Rauschen, das besonders in ruhigen Passagen im Deutschen überdeutlich wird, weicht dort etwas. Somit bietet sich der O-Ton etwas eher an, auch wenn einige dumpfe Passagen und fehlende Untertitel nicht ganz so toll sind. Aber zumindest Ersteres kann man dem Alter des Filmes nicht übel nehmen.
 +/----

Extras
Extras
  • Bildergalerie (6:01 Min.)
  • Alternativer Titelvorspann (0:26 Min.)
  • Trailer zu (4:34 Min.):
    • Psychic Killer
    • Kuss der Tarantel
VerpackungKleine Buchbox
 Den alternativen Titelvorspann von einem alten Tape kann man schnell überspringen und sich lieber der Bildergalerie widmen, die neben üblichen Aushangmaterial auch noch eine Menge Werbebild- und Textmaterial enthält.
 +-----

Fazit
Murksiger B-Film gefällig, bei dem sich ein Maskierter durch die Beichtstühle einer katholischen Gemeinde säbelt? Dann gaaaanz falsch hier, denn "Communion" ist alles andere als miserabel, im Grunde genommen sogar erfreulich hochwertig. Zum Glück, könnte man sagen, ist "Communion" ein Kind der 70er, nicht der Slasher-überfüllten 80er, in denen es weniger Geschichten zu erzählen als Teens zu morden gab, was sich hierbei positiv in der Art der Inszenierung niederschlägt. Man könnte sagen, das Zusammenspiel aus Thriller und effektiven Horror-Szenen klappt noch ...
Nachdem das ewig bockige, flennende Muttikind Brooke Shields (in einer sehr frühen Rolle) während der Kommunion in der Kirche abgemurkst und ihr Leichnam angekokelt wurde, fällt der Verdacht auf ihre mit weniger Liebe bedachte Schwester, die vom Film erstmal als Teufel in Kindgestalt serviert wird. Der Verdacht fällt schnell auf jene biestige Alice, weil gewisse Indizien (Kleidung, Hass auf Schwester, Hang zum Sadismus) ganz gewaltig an der Glaubwürdigkeit der Kleinen kratzen. Während sich also die Mutter schützend um ihre einzig verbliebende Tochter wirft, die schwatzende Tante in dieser Zeit mit Taktlosigkeit brilliert und der Ex aus der Stadt zur Hilfe eilt, um sich als Laienschnüffler in der Angelegenheit schlau zu machen, kann der Zuschauer selbst noch nicht ganz glauben, dass der kleine Engel ein psychopathischer Killer sein soll. Die Maskierung (gelber Regenmantel und halbdurchsichtige Clownsmaske) passt zwar, aber wie sich der Mörder bewegt, ist nicht die Art eines Kindes.
"Communion" macht zwar auch einige Fehler und konstruiert ein wenig zu sehr, um den Zuschauer in diesem unentschlossenen Zustand zu lassen, überzeugt aber trotzdem auf ganzer Linie. Zum einen sind die Kinderdarsteller hervorragend, besonders Paula E. Sheppard als Alice, weil sie alles andere als alterstypisch spielt. Ebenfalls gut gefällt mir das Motiv des religiösen Irren, der in der kleinen Gemeinde ganz nebenbei Sünden aufdeckt, die jeden Beichtvater in seinem Kämmerlein vom Stuhl kippen lassen würden. Der fettleibige Untermieter, der zum Pinkeln gehen vermutlich nicht mal mehr die Hosen runterzieht (bringt eh nix bei der Leibesfülle) ist nur einer von vielen Charakteren, für die man als Zuschauer nur noch Abneigung empfindet. Beinahe befreiend sind da die vereinzelten Anschläge auf solch unliebsamen Bewohner der höchst scheinheiligen Gemeinde und fast schon ausbeuterisch, die aber lediglich im Kontext als brutal angesehen werden können, weil nun keine Gore-Orgien präsentiert werden. Umso erquicklicher ist dafür die unterschwellige Präsentation jeglicher kirchlicher Themen, die damals sicherlich einige Menschen als gotteslästerlich angesehen haben müssen. Lediglich ein "Vertreter Gottes" wird als aufrichtige Person dargestellt, der Rest besteht aus unangenehmen Zeitgenossen, die hinter ihrem Amt oder dem sonntäglichen Kirchengang Abgründiges verbergen. Da außerdem handwerklich mehr als solide gearbeitet wurde (man beachte und erfreue sich z.B. an den Zooms!), ist es verständlich, dass "Communion" keineswegs ein typischer Titel der "Trash Collection"-Reihe ist (unter der er folgerichtig auch nicht erschien). Sollte man mal einen Blick drauf werfen!



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im Februar / März '08
Communion - Messe des Grauens
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