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UK 1961
Originaltitel:Gorgo
Alternativtitel:Gorgo - Die Superbestie schlägt zu
aka. Gorgo - Die tödliche Bedrohung
aka. Gorgo auf den Spuren des King Kong
Länge:73:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Eugène Lourié
Buch:Robert L. Richards, Daniel James
Kamera:Freddie Young
Musik:Angelo Francesco Lavagnino
SFX:Tom Howard
Darsteller:Bill Travers, William Sylvester, Vincent Winter, Christopher Rhodes, Joseph O'Conor, Bruce Seton, Martin Benson, Maurice Kaufmann, Basil Dignam, Barry Keegan, Tommy Duggan, Nigel Green
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:14.12.2007 (Verleih) / 11.01.2008 (Kauf)



Inhalt
Nach einem unterirdischen Vulkanausbruch kommt es an der Westküste Irlands zu einem folgenschweren Seebeben, das mehrere Schiffe manövrierunfähig macht und in die Tiefe reißt. Kurz darauf wird die Fischereiflotte eines nahe liegenden Küstendorfes von einem prähistorischen Ungeheuer angegriffen. Joe Ryan und seiner Crew gelingt es jedoch, die Bestie mit vereinten Kräften einzufangen. Sie verkaufen sie an einen Londoner Zirkus - dort soll sie unter dem Namen "Gorgo" als Attraktion zur Schau gestellt werden. Doch schon bald stellt sich heraus, dass es sich bei "Gorgo" um ein Jungtier handelt - und die Mutter des Kleinen ist alles andere als begeistert. Wutentbrannt macht sie sich auf den Weg, um ihr Kind nach Hause zu holen. In ihrem gnadenlosen Zorn verwüstet sie halb London und niemand ist in der Lage, sie aufzuhalten ...

Bild
Format1,66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Alter nagt deutlich am Bildmaterial des 1961 entstandenen Filmes. Ohne weiteres hinnehmbar sind natürlich ein paar Dropouts oder Brandlöcher. Anhand der noch gut erhaltenen Farben erkennt man, dass "Gorgo" einstmals in schillernden Tönen über die Leinwände gelaufen sein muss. Auch in Sachen Kontrast sind eigentlich keine größeren Probleme zu erwarten. Nur beginnt in dunklen Szenen bereits eine Abschwächung der Qualität. Das liegt hauptsächlich an zwei störenden Faktoren: die Rauscheindämmung hinterlässt schleppende Bewegungen, die bis zu starkem Nachziehen führt, und die offensichtlich eingefügten Backdrops und Rauchfilter im Vordergrund lassen das Bild schon etwas milchig und matschig erscheinen. Treten diese Merkmale nicht auf, ist es um die Schärfe trotzdem nur mittelmäßig bestellt, weil ein zu starker Nachschärfer keine Details mehr hervorheben kann. Somit tritt ein Effekt auf, den man oft bei alten Filmen beobachten kann: Harte Konturen sehen aus wie gezeichnet und treten zu sehr hervor, die Natürlichkeit des Gesamtgeschehens bleibt dabei aber auf der Strecke. Wer allerdings lediglich einen Mitschnitt erwartet, der etwas über Video- oder TV-Qualität liegt, den wird das alles nicht stören.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton hat ein stellenweise etwas zerrüttetes, sonst nur kerniges, mittenlastiges Klangbild, wie es für einen Film dieser Zeit üblich ist. Die sehr gute deutsche Synchro könnte lediglich etwas besser in der Verständlichkeit sein, denn ein Übersteuern findet im Getöse schon öfter mal statt. Sehr viel sauberer erscheint mir dagegen das englische Original, das jederzeit sehr gut verständlich ist, leider aber ohne Untertitel auskommen muss.
 +/----

Extras
Extras
limitiert auf 399 Stück
  • Originaltrailer (2:25 Min.)
  • Dt. Kinotrailer (2:16 Min.)
  • Behind The Scenes (9:48 Min.)
  • Bildergalerie (7:54 Min.)
  • Buchempfehlung (1:06 Min.)
  • Trailer zu (4:14 Min.):
    • Krieg der Infras
    • Roboter der Sterne
    • Godzillas Todespranke
VerpackungKleine Buchbox
 Ein Making Of zu einem derart alten Film klingt ungewöhnlich, ist es aber nicht: BCI entwickelten eins, das auf dieser DVD deutsch untertitelt vorliegt. In diesem liest ein Sprecher einen sehr interessanten Text vor, in dem es um den Regisseur, sein Werk, die Darsteller, die Produktion und letztlich die Rezeption des Filmes geht. Im Hintergrund werden Fotos, passende Filmausschnitte oder sogar Storyboards eingeblendet, die die kompakt vorgetragenen Ausführungen illustrieren. Außerdem enthält die DVD noch Trailer, eine Galerie mit Aushang- und Cover-Material, einen Hinweis auf Jörg Buttgereits Buch "Japan - Die Monsterinsel" und drei Trailer weiterer Filme, die thematisch hervorragend zu diesem hier passen.
 ++----

Fazit
Ob Japan als Monsterland Nummer 1 sich 1961, als "Gorgo" erschien, bedroht fühlte? Da kommen die die Engländer, schnappen sich den größten Trash-Export-Artikel und inszenieren frecherweise selbst einen Godzilla-Klon - nur ein klein wenig europäischer. Naja, wirklich viel anders ist er nicht, denn "Gorgo" ist sozusagen inhaltsgleich mit dem 6 Jahre später erschienen Monsterkatastrophenfilm Interner Link"Gappa - Frankensteins fliegende Monster". Hier wie dort taucht in der Wildnis (hier: aus dem Meer) ein relativ harmloses Urzeitviech auf, das grad so von der Besatzung eines Kutters im Hafen eingefangen und nach London verschifft werden kann, wo es als Sensation im Zirkus ausgestellt werden soll. Dumm nur, dass keiner dran gedacht hat, dass die behäbige Kreatur nur unter Beruhigungsmitteln ungefährlich ist und aus den anfangs noch überschaubabren 10 Meter alsbald ein Turm hohes Geschöpf heranwachsen wird, denn der Mann im Kostüm spielt sozusagen noch ein Jungtier. Noch blöder wird's als Mama-Gorgo nach ihrem Kindchen sucht und dabei das schöne London mit all seinen Sehenswürdigkeiten in Schutt und Asche legt.
Während die erste Hälfte noch gewissermaßen das Gefühl vermittelt, "Gorgo" würde versuchen eine ernsthafte Geschichte mit glaubhaften Charakteren erzählen wollen, geht es spätestens ab der Gefangennahme der gigantischen Echse ordentlich trashig zu. Sozusagen die meisten Register des billigen Katastrophenfilms werden gezogen, von der Rückprojektion über Männer in Kostümen bis hin zur detailgetreuen Nachbildung von Teilen Londons, die die Godzi-Kopie feuerspeiend zermalmt. Obligatorische Elemente wie der nervige Junge, der sich mit dem Tier zu verbrüdern versucht (so was von misslungen!), die zwei Wissenschaftler, deren Darsteller die Gage direkt ins Phrasenschwein überführen dürfen, und das übermütige Militär, das am Ende mit all ihren Kriegsschiffen, Bomben und Düsenjets doch nichts anrichten kann, sind natürlich vorhanden. Besser als den Japanern gelingt zum Ende hin die Weltuntergangsstimmung, die vom nervösen Reporter angeheizt wird, eine richtige Bindung zum tappsigen Gorgo entsteht aber irgendwie nicht. Das Viech wird gefangen genommen, wildert herum, wird von Mutti gerettet und entflieht von selbst, während die Menschheit scheinbar alles richtig gemacht hat und deswegen zusehen darf, wie sich das Problem von allein erledigt. Das bekommen die Japaner zumindest besser hin. Ansonsten aber wird "Gorgo" genau das Richtige sein für den Fan frühen Riesenechsenterrors, denn geschrien und panisch geflohen wird auf der Welt überall gleich.

Wer Interesse hat und die Variante in der kleinen Hartbox haben möchte, sollte nicht zweimal überlegen, denn die deutsche Auflage ist begrenzt auf 399 Stück mit Nummerierung.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im Dezember '07 / Januar '08



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