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D 2007
Originaltitel:Guitar Men - The Darkest Secret of Rock'n Roll
Länge:70:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Strafrechtlich unbedenklich / juristisch geprüft
Regie:Thomas Wind
Buch:Werner Bednarz, Michael Redolfi, Thomas Wind
Kamera:Michael Redolfi
Musik:Michael Mohr
SFX:Rima Hoever, Franziska Hüchelheim, Manuel Müller,
Darsteller:U. Rabbit, Tammi Torpedo, Hironori Matsuzaki, Gerhard Gutberlet, Ed Zacharias, Nicholas Young, Awai Cheung, Konstantin Kopietz, Andreas Hämel, Rolf Niebel, Cornelius Schubert, Joe Carrera
Vertrieb:Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Knallharte Auftragskiller und weltweit operierende geheime Organisationen im mörderischen Kampf um ein Relikt hinter dem sich viel mehr als nur ein einfaches Instrument verbirgt. Die gnadenlose Jagd nach der Gitarre des "King of Rock'n Roll" hinterlässt eine Spur von Gewalt und Tod.

Bild
Format1,78 (anamorph)
NormPAL
 "Guitar Men" wurde zwar nur mit einfachen Mitteln gedreht und stellt einen waschechten Independent-Film dar, aber dennoch liefert man uns mit dieser DVD eine anamorphe Abtastung mit einer überraschend guten Bildqualität. Größtes Manko stellt das sichtbare und sehr starke Bildrauschen dar. Auch die Kompression könnte insgesamt sauberer arbeiten und zeigt vor allem in schwierigen Sequenzen wie z.B. nebliger Kneipenatmosphäre deutliche Probleme. Bei guter Ausleuchtung dürfen wir uns aber über eine wirklich gute bis sehr gute Schärfe freuen und es werden eine Menge Details offenbart. Dies ist leider nicht immer der Fall und das vorhandene Bildrauschen raubt dem Transfer deutlich an Brillanz und Detailschärfe, wobei zumindest die Konturen meist sauber erscheinen. Der Kontrast arbeitet ordentlich, ohne große Defizite aufzuzeigen, zumindest für eine Low Budget-Produktion. Selbst der Schwarzwert ist auf einem guten Level, variiert aber genauso wie der Kontrast und die Schärfe nach Bildeinstellung. Das gleiche gilt auch für die Farbgebung, die im Großen und Ganzen mit wirklich guten Werten aufwartet. Selbst die stilbedingten Farbverfremdungen trüben den Sehgenuss nicht, sondern zeigen, dass Leute am Werk waren, die genau wissen, wie man eine Szene ausleuchtet, so dass jeweilige Stilverfremdungen nicht zu Lasten der Qualität gehen. Bei einer Low Budget-Produktion erlebt man es sehr selten, dass die Bildqualität sogar auf einem FullHD-TV hochskaliert auf 1080p noch so gut ausschaut. Dies kann man eigentlich nur mit einer der Produktion angemessenen Bewertung honorieren. Im Vergleich: Würde eine Hollywood-Produktion so aussehen, würde es nicht einmal 2 Punkte geben.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch
UntertitelEnglisch
 Der Stereo-Mix bietet eine sehr gute Sprachwiedergabe und man hat darauf verzichtet die Darsteller nach zu synchronisieren, was die Natürlichkeit des Mixes unterstützt. Auch die restlichen Soundsequenzen sind sehr sauber und vor allem die Musik darf sehr klar und mit einem guten Basseinsatz zur Geltung kommen. Gewisse Nebengeräusche bieten eine äußerst breite Front und lediglich ein paar kleinere, nachträglich eingefügte Effekte wie z.B. Pistolenschüsse klingen etwas dumpf und unnatürlich. Insgesamt aber ein wirklich überraschend sauberes und klares Ergebnis.
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Extras
Extras
  • zusätzliche 3D-Version incl. zwei 3D-Brillen (65:18 Min.)
  • Super 8 - Kurzfilm "Drei Freunde in Amerika" (5:45 Min.)
  • Making of (13:36 Min.)
  • Bildergalerie (37 Bilder)
  • Teaser (1:30 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 "Guitar Men" wird in einer kleinen Hartbox ausgeliefert und zwar mit einem Cover, welches an das Exploitation-Kino der frühen 70er Jahre erinnert. Der Box liegen zwei 3D-Brillen bei, welche für die knapp 5 Minuten kürzere 3D-Fassung des Films genutzt werden können. Der Effekt erschließt sich einem nicht wirklich, vielmehr tun einem nach recht kurzer Zeit die Augen weh und auch wenn die ein oder andere Sequenz leicht dreidimensional erscheint, so ist der Film in dieser Form , nicht durchweg schaubar und schon gar nicht genießbar (siehe Bild). Desweiteren gibt es noch ein 13minütiges Making of, welches uns einen kurzen Einblick in die Produktion gewährt und u.a. Regisseur Thomas Wind zu Wort kommen lässt. Hier hätte ich mich über eine ausführlichere Dokumentation gefreut. Ansonsten gibt es noch eine Bildergalerie und einen Teaser zum Film. Leider etwas wenig. Es ist vor allem sehr schade, dass es keinen Audiokommentar oder ähnliches gibt. Dafür gibt es aber noch einen Super 8-Kurzfilm mit dem Titel "Drei Freunde in Amerika", eine knapp 6minütige, nicht unbedingt ernst zu nehmende Dokumentation über Amerika. Ziemlich kultig.



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Fazit
Thomas Winds "Guitar Men" wird abgefeiert was das Zeug hält. Fast überall findet man positive Berichte über diesen Independent-Streifen aus Deutschland. Als innovative Hommage an den 1960er und 1970er-Exploitation-Film wird er gefeifert und völlig kritiklos lesen sich sämtliche Rezessionen so, als ob wir es mit dem Highlight des Jahres zu tun haben. Ist das was dran? Jaein ...
Man sieht "Guitar Men" trotz der semiprofesionellen Optik an, dass hier "echte" Profis am Werk waren und das ist genau das, was "Guitar Men" von vielen anderen Independent-Filmen abhebt. Anstelle einfach drauflos zu filmen wurde auf die richtige Ausleuchtung, eine gute Kameraführung und überzeugende Darsteller geachtet. Dies kommt dem Look des Film hunderprozentig zugute, denn der 70minütige Tribut an den B-Film der 1960er bis 1980er Jahre (egal ob Eastern, Western oder feinste Roger Corman-Schmiede) ist auch optisch stimmig. Im Gegensatz Tarantinos Art der Hommage, bei der einzelne Sequenzen fast 1:1 kopiert, bleibt "Guitar Men" aber komplett eigenständig. Es gibt reichlich Anspielungen in Sachen Darstellung, Locations, Kostüme und Charaktere, doch man machte es sich nicht so leicht, einfach Klassiker zu zitieren oder gar zu kopieren. Neukreieren hieß hier die Devise! Auch wenn die Darsteller in ihrer Performance stellenweise typische Low Budget-Patzer zeigen, macht das Gezeigte mächtig Spaß und einmal mehr braucht man keine wirkliche schlüssige Geschichte, um den Zuschauer zu unterhalten. Vielmehr reicht es, die dünne Geschichte mit viel Tempo voran zu treiben und dabei niemals den roten Faden aus den Augen zu verlieren. Denn anstelle uns einen nach Schema F funktionierenden Film vorzulegen, stellt "Guitar Men" eine wilde Achterbahnfahrt dar, die immer wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehrt und so niemals unausgegoren wirkt. Bei der Jagd nach der Gitarre von Elivs, die ein düstere Geheimnis in sich trägt, gelingt es den Machern gleichwegs Charme und Stil einfließen zu lassen. Außerdem zeigen eine Menge cooler Einfälle, dass man mit wenig Geld und absolut unabhängig optisch gute Filme hinbekommt, die technisch nicht auf dem Amateursektor spielen müssen. Gibt es selten und sollte honoriert werden. Warum ist "Guitar Men" für mich trotzdem nicht der Überflieger? An Interner Link"Operation Dance Sensation" kommt so schnell niemand ran. Aber vielleicht vergleiche ich ja gerade auch Äpfel mit Birnen ...

Die auf 1000 Stück limitierte kleine Hartbox ist jeden Cent wert, obwohl das vorhandene "Making of" ruhig länger hätte ausfallen dürfen und mir persönlich etwas wie ein Audiokommentar tausendmal besser gefallen hätte als die enthaltene 3D-Version.



Bilder der DVD




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