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USA 1987
Originaltitel:Big Bad Mama II
Alternativtitel:Big Bad Mama
Länge:80:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jim Wynorski
Buch:R.J. Robertson, Jim Wynorski
Kamera:Robert C. New
Musik:Chuck Cirino
SFX:Paul Hickerson, Ron Trost
Darsteller:Angie Dickinson, Robert Culp, Danielle Brisebois, Julie McCullough, Jeff Yagher, Bruce Glover, Ebbe Roe Smith, Jacque Lynn Colton, Charles Cyphers, Nick LaTour, Ace Mask, Frank Schuller, Arthur Roberts, Arnie Miller, John Dresden, Kelli Maroney
Vertrieb:Movie Power / KNM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Nachdem sie im Amerika der 30er Jahre Opfer der Machenschaften eines reichen Politikers und Bankiers wurde, überfällt eine Witwe mit ihren Töchtern fortan Banken und kommt durch die Presse in den Ruf einer Volksheldin.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Bild liegt im originalen Vollbild vor und zeigt für eine Kleinstproduktion aus dem Hause Corman solide Werte. Die Schärfe geht in Ordnung, wirkt aber etwas weich und gibt Details nicht optimal wieder. Die Farbgebung zeigt sich tadellos und erfreut mit kräftigen und stets natürlichen Tönen. Weniger schön ist das deutliche Bildrauschen, das in einigen Szenen etwas störend wirkt. Der Kontrast wirkt sehr ausgewogen und neigt lediglich in sehr dunklen Bildbereichen zum Verschlucken von feinen Details. Ansonsten lassen sich immer wieder kleinere Schmutzpartikel ausmachen und die Kompression sorgt in homogenen Flächen für etwas Bewegung. Für einen B-Movie kann man mit dem gebotenen Bild aber zufrieden sein.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Neben dem Originalton befindet sich auch die deutsche Synchronisation auf der DVD. Beide Tonspuren sind in Mono und ohne nennenswerte Höhepunkte. Die Verständlichkeit ist in jeder der Tonspuren gegeben, wird jedoch von einem kontinuierlichen Hintergrundrauschen und minimalsten Defekten in Form von Knacksen begleitet, was aber nicht störend auffällt. Der Klang der deutschen Sprachfassung wirkt etwas heller als das englischsprachige Original, manchmal sogar etwas zu hell, was zu Lasten der Natürlichkeit geht. Zudem wirken einige Stellen dezent überspitzt, was auch auf die Originalfassung zutrifft. Überlagerungen sind jedoch nicht auszumachen. Untertitel sind keine vorhanden.
 +/----

Extras
Extras
  • Interview mit Roger Corman (2:27 Min.)
  • Origialtrailer (1:20 Min.)
  • Trailershow:
    • Big Bad Mama (1:04 Min.)
    • Big Bad Mama 3 (2:37 Min.)
    • Kannibalinnen im Dschungel des Todes (2:06 Min.)
    • Attack of the 60th Food Centerfold (1:05 Min.)
    • Avalanche (1:55 Min.)
    • Death Race 2000 (0:59 Min.)
    • Death Sport (1:00 Min.)
    • Car Crash Auto (2:03 Min.)
    • Car Crash Auto 2 (0:58 Min.)
    • Car Crash Auto 3 (02:45 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ähnelt dem des ersten Teils, der ebenfalls von MIG veröffentlicht wurde. Neben einer identischen Trailershow wird nun ein informativer Audiokommentar von Regisseur Jim Wynorski und ein kurzes Interview mit Roger Corman geboten. Während der Audiokommentar nur in englischer Sprache ohne Untertitel vorliegt, wurde das Corman-Interview mit einem zuschaltbaren deutschen Voice Over versehen. Leider bietet das Interview bedingt durch die sehr kurze Laufzeit fast keine Informationen, während Jim Wynorski im Audiokommentar sehr offen über die Produktion spricht und neben Fakten auch unterhaltsame Anekdoten zu berichten weiß.
 +/----

Fazit
Fast 15 Jahre nach seinem Achtungserfolg Interner Link"Big Bad Mama" nahm sich Produzent Roger Corman das Thema noch einmal an und ließ den Film ein Remake erfahren, das die Grundstory vereinfacht darstellte, aber mit neuen Aspekten würzte. Diesmal wurde inszeniert vom Cormanschen Haus- und Hofregisseur Jim Wynorsky, da Steve Carver mit anderen Dingen beschäftigt war. Obwohl Wynorski unter den B-Film Regisseuren schon einige Perlen hervorbrachte, schafft er es nicht "Big Bad Mama 2" trotz besagter neuer Aspekte ins rettende Mittelfeld zu transportieren.
So bekommt Wilma McClatchie eine Vorgeschichte, die sie nicht einfach zu einer Kriminellen macht, sondern zu einer Witwe, die sich an der angesehenen Gesellschaft rächt, da diese aus Macht- und Geldgier ihren Ehemann töteten, um an ihr Land zu kommen. Diese Abhandlung wird in den ersten fünf Minuten kurz gezeigt, um danach den Rachefeldzug von Wilma und ihren Töchtern gegen die Verantwortlichen aufzuzeigen. Zudem werden nicht einfach wahllos Banken überfallen, sondern lediglich diejenigen, deren Machenschaften für den Mord an ihrem Gatten zuständig waren. Ganz oben auf ihrer Liste steht ein Politiker, dessen Sohn sie entführt. Hier werden Parallelen zum Original deutlich, in dem allerdings die Tochter eines angesagten Politikers entführt wurde. Die Rolle des Gauners Fred, die Tom Skerrit in der Urfassung spielte, wird im Remake vom Sohn des Politikers Morgan Crawford übernommen, der mit den Intrigen seines Vater unzufrieden ist und sich auf die Seite des McClatchie-Clans schlägt - trotz der Lage, in der er steckt. Dass hierbei auch eine Liebelei mit einer der Töchter entflammt, versteht sich von selbst. War Wilma im Original darauf bedacht, durch das erbeutete Gut sich und ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, werden im Remake Parallelen zur "Robin Hood"-Mythologie sichtbar, wenn sie ihre Beute an die Armen verteilt und durch diese Handlung "Big Bad Mama 2" sogar eine sozialkritische Note verleiht, die jedoch sehr unglaubwürdig und aufgesetzt erscheint.
Schön ist zumindest, dass sich Angie Dickinson, zwar sichtlich gealtert und daher auch fast ohne freizügige Auftritte, wieder für die Rolle der "Big Bad Mama" Wilma hergab; vermutlich aus finanziellen Gründen, denn ihre Karriere war bereits vorbei. Dennoch ist ihre Darstellung nett anzusehen und hebt sich deutlich vom Gebotenen der restlichen Darsteller ab. Weniger gelungen erscheint die Kulisse der 30er Jahre, da man deutlich das geringe Budget merkt und auch sonst nur wenig Wert auf Authentizität gelegt wurde. Dies sieht man allzu deutlich in den Frisuren, die viel eher in den Entstehungszeitraum des Films passen als in den Handlungszeitraum. Ansonsten versuchte Jim Wynorski das Erfolgskonzept von Interner Link"Big Bad Mama" zu wiederholen, indem er einige nackte Tatsachen mit einer ordentlichen Portion Humor und Action würzte. Den Charme des Klassikers erreicht er zwar nicht, doch blitzt ein Funke Hoffnung auf, der zumindest einige Szenen des 70er Originals wieder vor das geistige Auge ruft. Diese genannten Faktoren dürften auch der Grund sein, warum "Big Bad Mama 2" nicht mit einer Kinoauswertung gesegnet wurde und lediglich Direct-to-Video veröffentlicht wurde. Zwar ist "Big Bad Mama 2" weder Meilenstein noch eine würdiges Remake geworden, doch kurzweilige Unterhaltung wird geboten und wenn dies lediglich durch die nackten Brüste der Darstellerinnen geschieht.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Big Bad Mama (Movie Power Classic Edition No. 1)
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