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KR 2002
Originaltitel:Sungnyangpali sonyeoui jaekin
Alternativtitel:Sungnyangpali sonyeoui jaerim
Länge:122:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Sun-Woo Jang
Buch:Jin-mi In, Sun-Woo Jang
Kamera:Woo-hyeong Kim
Musik:Pa-lan Dal
SFX:-
Darsteller:Eun-kyeong Lim, Hyun-sung Kim, Jin-pyo Kim, Sing Jin, Gye-nam Myeong, Doo-hong Jung, Ta Kang, Cheong-a Lee, Jae-kyeong Seo
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Jus langweiliger Job als Koch wird nur durch den abendlichen Aufenthalt im Spielcasino aufgelockert, wo er innerhalb eines Videospiels am liebsten als Revolverheld auftritt, welcher das hilflose Mädchen mit den Feuerzeugen vor angreifenden Banden schützen soll. Durch Zufall gerät er selbst in diese Welt, wo er im Moment ihres Todes ihr Herz gewinnen, sie zuvor aber von allen Mitbewerbern schützen muss, um als Preis sein Leben mit ihr verbringen zu dürfen. Doch seine Ankunft in den virtuellen Welten ruft unvorsehbare Probleme für den Spielablauf hervor, denn das Mädchen nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand und der Spielführer muss mit Gewalt wieder für Ordnung in seinem Universum sorgen ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Gibt's hier etwa einen Blick durch eine Neonröhre. Die Farbwahl ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, um es mal gelinde auszudrücken, denn die Optik ist etwa so natürlich und ausgeglichen wie der fotografische Streifzug durchs nächtliche Las Vegas. Das mag durchaus schon vom Film so kommen, der Kontrast aber ist nicht sonderlich hilfreich bei der Darstellung der nächtlichen Szenen und hätte gern heller und kräftiger ausfallen dürfen. Bei der Schärfe bricht der bis dahin noch sonderbare, aber brauchbare Eindruck etwas ein, denn hier wird ein grad mittelmäßiges Erlebnis mit leicht verschwimmenden Konturen geboten, wobei auch die Details nur selten überzeugend ausgeprägt sind. Wie sich inhaltlich einiges im Verlauf des Filmes ändert, so passt sich dann auch die Wahl der Farbfilter an: Während anfangs die grellen Farben etwas abschrecken mögen, kommen später helle Brauntöne zum Einsatz, die an die Stimmung von "Avalon" erinnern. Die Kompression macht sich durch leichte Artefaktbildung bemerkbar, das Problem von Ghosting erkennt man nur recht deutlich, wodurch in gleichmäßigen Bewegungen ein unangenehmes Ruckeln entsteht, wie man es beispielsweise in störendem Ausmaß in der 88. Minute deutlich erkennen wird. Sicherlich keine Glanzleistung in diesem Bereich und sehr knapp nur 3 Punkte wert.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Auch hier erfindet die deutsche Tonspur gegenüber dem Original gern mal einen Effekt hinzu, um den Raumklang etwas aufzupeppen. Manchmal gelingt es gut, wie beispielsweise die erste Szene in der Spielothek mit hämmerndem Musikeinsatz beweist, manchmal aber auch fällt die Wiederholung eines Effektes auf, so als ob man hier mehr durch Masse als Klasse glänzen wollte. Die koreanische Variante ist hier etwas besser verteilt, beharrt nicht so stark auf der Front, ist klanglich aber ebenso gut. Vielleicht hätte man für einen Actionfilm noch mehr Effekte und einen kräftigeren Bass einbringen können, langweilig werden die beiden Tonspuren aber nicht. Eine gewisse Asynchronität kann manchmal bei der deutschen Tonspur vernommen werden, die Sprecher sind wieder nur durchschnittlich motiviert, dafür aber sind deutsche Untertitel vorhanden.
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Extras
Extras
  • Pappschuber
  • Making Of (40:05 Min.)
  • Filmbericht (14:02 Min.)
  • Trailer A (1:17 Min.)
  • Trailer B (1:56 Min.)
  • Trailershow:
    • Gozu (1:22 Min.)
    • Dead Or Alive Final (1:27 Min.)
    • Sympathy For Mr. Vengeance (1:43 Min.)
    • Eternal Blood (1:29 Min.)
    • Elysium (1:52 Min.)
    • H (1:55 Min.)
    • Save The Green Planet (2:13 Min.)
    • Mucha Sangre (1:31 Min.)
    • Unborn But Forgotten (1:42 Min.)
    • Freeze Me (1:56 Min.)
  • Info
 Bei der Gestaltung des animierten, musikalisch unterlegten Menus (inkl. aller Submenus) kann man I-On wieder mal keinen Vorwurf machen und auch der dem Cover identische Pappschuber passt hervorragend zum futuristischen Thema des Films. Nur sollte man schon aufpassen, dass man den Filmtitel im Beschreibungstext nicht falsch notiert. Auf der DVD befinden sich wieder eine umfangreiche Trailershow und zwei Trailer zu "Resurrection Of The Little Match Girl", wobei der erste interessante Szenen zeigt, die nicht im Film vorkommen. Die zwei Making Ofs sind mit einer Gesamtspielzeit von fast einer Stunde sehr umfangreich ausgefallen, überschneiden sich aber leicht im Gezeigten. Das ist aber weniger schlimm, da der Blick hinter die Kulissen sehr aufschlussreich ist. Zuerst wird die Filmcrew bei einer Pressekonferenz abgefilmt, danach werden unzählige Stuntsequenzen und Drahtseilaktionen ausführlich vorgeführt. Der Filmbericht wirft hier noch einige Interview-Fetzen ein, wobei beide großen Specials deutsch nachvertont wurden.
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Fazit
Koreas Interpretation des Märchens "Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen" ist kein Aufruf an das Mitgefühl des Menschen, sondern ein stilisierter, rachsüchtiger Cyberkampf gegen Ignoranz und den Einfluss einer nicht näher bestimmten Macht, dem großen Bruder Staat. Der multimediale Wettstreit um das umherirrende Mädchen steht für furiose Action am Fließband in einer bunten Welt voller illustrer Einzelkämpfer, die eine Schnittstelle zwischen dem Computerspieluniversum und dem realen Leben ist und dabei Eyecandy en masse präsentiert. Die Geschichte ist dabei vor allem zu Beginn so gehaltvoll wie ein fettarmer Joghurt - Hilfe, not another teen movie! -, der sich innerhalb der 2 Stunden nicht ganz schlüssig ausbreitet, vor allem weil der Übergang zwischen den Filmelementen nicht selten mit dem Holzhammer durchgeführt wird. Das schmälert den guten Eindruck ein wenig, verdeckt aber nicht die Qualitäten, mit denen sich gerade die leiseren Szenen auszeichnen, die von bedrückender Atmosphäre zeugen und hervorheben, dass trotz dickem Budget, welches "Resurrection Of The Little Match Girl" zustand, romantische Momente nicht kitschig sein müssen, sondern sehr bewegend sein können. Hier und da erkennt man ein wenig Interner Link"Streetfighter" wieder (nicht das Spiel, obwohl viele Dinge direkt aus der Spielautomatenhölle transferiert worden), in den ruhigen Momenten auch "Avalon" und gegen Ende hin immer mehr Anteile von "Matrix", wobei man ganz klar sagen muss, dass die Anlehnungen an "Matrix" nicht mehr nur auf kreative Vermischung von Vorbildern zurückzuführen sind, da von dort doch starke Anleihen genommen worden.
Dass er durch seine Vielfalt ("ROTLMG" ist gleichfalls Action, Komödie, Romanze, Tragik und Science-Fiction) und Ungewöhnlichkeit den Großteil der Zuschauer erreicht, kann ich mir kaum vorstellen, ich möchte ihn aber trotz seiner etwas zu aufgezogenen ersten Hälfte dem Interessenten asiatischer Actionfilmkunst ans Herz legen, denn es gibt genügend aufregende oder sehr schön in Szene gesetzte Momente, die ihn zum "must see" machen. Die deutsche DVD-Umsetzung erscheint im unscharfen Widescreen mit ordentlich arbeitenden Raumklang, der noch etwas fülliger sein könnte, und enthält ein paar kleinere Extras.



Bilder der DVD




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