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USA 1982
Originaltitel:Blood Song
Alternativtitel:Dream Slayer
Länge:86:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Robert Angus, Alan J. Levi
Buch:Robert Angus, Alan J. Levi, James Fargo, George Hart, Lenny Montana, Joseph M. Shink
Kamera:Stephen L. Posey
Musik:Robert J. Walsh
Darsteller:Donna Wilkes, Richard Jaeckel, Antoinette Bower, William Kirby Cullen, Dane Clark, Lenny Montana, Frankie Avalon, Jim Kimball, Christopher Scarano, Jennifer Enskat, Candace Dickey
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:25.04.2008 (Verleih) / 23.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Ein geistesgestörter Patient flieht aus einer geschlossenen Anstalt, in die er vor Jahren eingewiesen wurde. Als kleiner Junge musste er mit ansehen, wie sein Vater sich erschoss, nachdem er zuvor seine Mutter und deren Liebhaber bestialisch ermordet hatte. Alles was ihm damals blieb, war die alte Holzflöte seines Vaters.
Kurz darauf wird die hübsche Studentin Marion von schrecklichen Alpträumen verfolgt, in denen immer der selbe Mann zahlreiche Opfer auf grausame Weise ermordet und dann ein Lied auf einer Flöte spielt. Eines Nachmittags sieht Marion den Mörder aus ihren Träumen im Park. Auch er sieht sie und scheint sie zu erkennen. Ihr gelingt zunächst die Flucht und ahnt noch nicht, dass dies erst der Anfang eines wahrhaftigen Alptraums war ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die beste Zeit hat das Ausgangsmaterial für diese DVD hinter sich - falls es diese je erlebt hat. Allein die grünliche Verfärbung und das abgedunkelte, kontrastarme Bild machen die DVD nicht gerade zu einer Freude. Vor allem der Kontrast sorgt für Ärger in Nachtszenen, sorgt aber bereits in hellen Szenen dafür, dass ganze Gesichter von den Schatten aufgefressen werden. Seltsam ist auch, dass wie bei einem uralten s/w-Grusler der Kontrast an einigen Bildkanten (z.B. oft links unten) zu schwinden scheint. Wie bereits erwähnt sehen die Farben alles andere als frisch aus, was auch an der Abdunklung liegt. Mit der Schärfe lässt sich bedingt was anfangen, Details sollte man aber nicht erwarten. Dabei ist der Schärfeverlust in Bewegungen nur sehr gering, es macht also nicht den Eindruck, dass hier extreme Rauschbeseitigung angewandt wurde oder ein altes Videoband zur Vorlage genutzt wurde. Auch wenn es die Trash Collection ist, ist es doch immer etwas schade, wenn kein brauchbares Master zur Verfügung stand.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Auffällig am deutschen Ton ist im Vorspann, dass man die Musik glasklar abmischen konnte, was im völligen Gegensatz zur etwas verknitterten, dumpfen Titelmusik des Originaltons steht. Zwar wird später ein dermaßen überraschender Klang nicht mehr geboten, aber die deutsche Synchro ist doch sehr sauber und im Hintergrund befindet sich kein erwähnenswertes Rauschen. Das waren dann aber die positiven Aspekte der Eindeutschung, die ziemlich stümperhaft erstellt wurde. Man muss dabei bedenken, dass Low Budget-Filme wie "Blood Song" zur damaligen Zeit keine besondere Behandlung bei der Erstellung einer deutschen Tonspur erhalten haben, was wie in diesem Fall zu einer sehr unmotivierten, mitunter schon fehlerhaft übersetzten und stellenweise nervigen Synchro führt. Man merkt schnell, dass beinahe sämtliche Sprecher neben der Spur sind. Probleme bei der Verständlichkeit ergeben sich aber nur in Ausnahmefällen, wenn der Dialogteil, der etwas aufgesetzt wirkt, dumpf abklingt und von den Umgebungsgeräuschen übertönt wird. Im O-Ton raschelt es deutlich und die gesamte Qualität passt eher zum Alter und zum dargebotenen Bild. Die Kernigkeit verletzt aber ebenfalls nicht die Verständlichkeit des Gesprochenen.
 +++---

Extras
Extras
  • Bildergalerie (2:28 Min.)
  • Trailer zu (6:27 Min.):
    • The Nest
    • Basket Case 3
    • Night Train To Terror
VerpackungKleine Buchbox
 Wie immer hat das Hauptmenu eine nette Aufmachung bekommen. Im Bonusteil gibt es eine Bildergalerie, die anfangs Covermaterial, dann nur noch DVD-Shots (oder zumindest was danach aussieht) enthält, und drei Trailer.
 /-----

Fazit
Zu den Mitreitern der Slasher-Welle der frühen 80er gehören vermutlich unzählige billig und schematisch einfache Titel. "Blood Song", dessen Cover eigentlich nach einem Action-Film aussieht, gehört in diese Sparte und ließ sich inhaltlich als auch bei der Erarbeitung einzelner Szenen sehr vom 1978er Independent-Erfolg Interner Link"Halloween" leiten, inkl. Schlussgag. Stellenweise erreicht er dessen Intensität, diese Stellen sind aber stets von kurzer Dauer. Es dürfte daran liegen, dass der Drehbuchautor sich keine Gedanken dazu machte, was einen Film gut funktionieren lässt, sondern lediglich erfolgversprechende Zutaten aneinanderreihte. Während billige Filme mit einer innovativen Idee aber nach Jahrzehnten zumindest noch Achtungserfolge bei den Fans einfahren können, geraten bauplanmäßige Konzepte wie in "Blood Song" schnell aus der Mode - oder werden umso interessanter für Trash-Fans. Das gelingt dieser Chose dank einer Beimischung allerlei klischeehafter Grundzüge: Der Junge, dessen Daddy die fremdgegangene Frau und dessen Lover in flagranti erschoss, mit dem Pfeifentick ist bereits so eine Sache, die für den Trashologen keiner Erklärung mehr bedarf. Auch Mariannes zerstrittenes Elternhaus (Daddy hat ihr unter Alkohol das Bein zerfahren) und die nichtsnützige Polizeitruppe sind typische Schemata, die gern genutzt werden, wenn der Film nicht gern erklärt oder selbst in Erklärungsnot gerät.
Auch wenn es etwas albern ist, gefällt mir die Idee der Bluttransfusion vom Irren, durch dessen Augen Marianne später sieht, ganz gut. Darüber hinaus sind es aber schon wieder etwas zu ernste Standardsituationen, die den Slasher-Spaß ausbremsen. Anstatt den Killer, der aus einer Anstalt ausgebrochen ist und seine Seelenverwandte aufsucht, als übernatürliches oder total durchgedrehtes Wesen zu charakterisieren, wird er beinahe viel zu normal dargestellt. Den Psychopathen nimmt man Frankie Avalon nicht wirklich ab. Auch Donna Wilkes als Marion bleibt etwas blass, obwohl sie vermutlich noch die größten Sympathien beim Zuschauer ergattern kann. Die Verarbeitung ihrer Szenen ist auf typischem Low Budget-Niveau anzusiedeln, also mit zeitschindenden Einstellungen und Story-Verläufen, die nach mehr oder weniger kurzweiligen Geplänkel im wenig überraschenden Showdown mündet.

Etwas zu normales Slasher-Filmchen, dem mehr Zeitgeist, Experimentierfreude und Ausnutzung des paranormalen Teilinhalts gut getan hätten, der für Genre-Fans aber einen Blick wert ist. Trash-Fans werden wegen der verhunzten Synchro auf ihre Kosten kommen.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im April / Mai '08
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