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UK 1962
Originaltitel:Phantom Of The Opera, The
Alternativtitel:Rätsel der unheimlichen Maske, Das
Länge:80:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Terence Fisher
Buch:Gaston Leroux, Anthony Hinds
Kamera:Arthur Grant
Musik:Edwin Astley
Darsteller:Herbert Lom, Heather Sears, Edward de Souza, Thorley Walters, Michael Gough, Harold Goodwin, Martin Miller, Liane Aukin, Sonya Cordeau, Marne Maitland, Miriam Karlin, Patrick Troughton, Renee Houston, Keith Pyott, John Harvey
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:08.08.2008 (Kauf)



Inhalt
Während der Premiere eines neuen Stücks an der Londoner Oper kommt es zu mysteriösen Todesfällen. Verängstigt weigert sich die Primadonna ein weiteres Mal die Bühne zu betreten. Die junge Christine soll die Hauptrolle übernehmen, wird jedoch kurz darauf verschleppt. Auf der Suche nach Christine kommt ihr Freund Harry einer unheimlichen Verschwörung auf die Schliche: Das Stück stammt nicht aus der Feder des Lord D'Arcy, wie dieser behauptet, sondern wurde von einem tot geglaubten Musikprofessor geschrieben, der im Kellergewölbe der Oper sein Unwesen treibt.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Sicherlich, "Das Phantom der Oper" sieht nicht ganz so gut aus wie andere deutsche DVDs mit Hammer-Filmen, aber ein Mindestmaß an Güte darf erwartet werden. Die manchmal etwas bedeckten Farben sind in den meisten Szenen strahlend. Es ist mehr das überwiegend starke Rauschen, das zu einer Abwertung auf 3,5 Punkte führt, denn das Bild wird dadurch sehr körnig und lässt auch Farbrauschen erkennen. Mit der wechselhaften Schärfe kann man damit ganz gut leben, auch wenn diese wegen ein paar unscharfen Aufnahmen nicht in der Oberklasse mitspielt. Möglicherweise gibt es irgendwann noch einmal eine Vorlage, die etwas ruhiger und detaillierter aussieht, bis dahin ist man mit dieser sauber komprimierten und störungsfreien Variante aber bestens bedient. Wer sich per Vergleich die gute Qualität verdeutlichen möchte, der sollte sich den matschigen, kontrastschwachen, ausgewaschenen Vollbild-Trailer auf dieser DVD anschauen. Lediglich mit dem Vorspann in der Grotte bin ich etwas unzufrieden, der aussieht, als ob hier Material mit ehemaligen 3D-Effekt herangezogen wurde. Ob "Das Phantom der Oper" aber tatsächlich jemals im 3D-Verfahren gezeigt wurde, weiß ich nicht.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch
 Ich bin mir nicht sicher, ob dies nicht gar die erste Koch Media-DVD ist, die im Originalton belassen wurde. Wegen der damals gültigen, deutschen Verleihsitte, Kinofilme für ihre Auswertung zu kürzen oder umzuschneiden, hatte man schon oft (gerade bei italienischen Filmen) teilweise mit deutschen Untertiteln vorlieb nehmen müssen. Hier konnte die einst existente Eindeutschung aber partout nicht mehr aufgetrieben werden (und wer die Koch-VÖs kennt, weiß, dass die Jungs sich dort stets viel Mühe geben). Dem englischen Ton werden aber durchgängige deutsche Untertitel mitgegeben und die Tonqualität ist noch ziemlich gut, zwar etwas kernig, aber stets bestens verständlich. Die Opernstimmen fordern die Tonqualität zwar, aber mehr als eine leichte Übersteuerung muss man kaum hinnehmen. Gerade des Geträller wird nicht nervig, was doch mal ein Qualitätssiegel für einen Film des Jahres 1962 ist.
 ++----

Extras
Extras
  • 16seitiges Booklet
  • Engl. Trailer (1:59 Min.)
  • Radio Spot (1:02 Min.)
  • Bildergalerie (52 Bilder)
VerpackungKeepCase im Pappschuber
 Auch wenn die DVD einen Trailer, eine sehr umfangreiche Bildergalerie und eine reißerische Radio-Ankündigung beinhaltet - das Booklet stellt das Herzstück der Extras dar. In diesem befinden sich neben ausführlichen Produktionsnotizen von Uwe Huber noch eine Menge Abbildungen und eine Übersicht über die Sprecher der damaligen deutschen Synchro, die leider nicht mehr zu existieren scheint. Nur hätte man die 16 Seiten noch besser ausnutzen können, wären die zwei weißen Seiten noch mit Bildern gefüllt worden.
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Fazit
Wenn Uwe Hubner in seinem Booklet-Text schreibt, dass "Das Phantom der Oper" von vielen Zuschauern nicht als typischer Horror aufgefasst wird, dann ist das nicht gerade verwunderlich: Die Vorlage war für mich immer mehr ein grusliges Melodram als reinrassiger Horror. Regisseur Terence Fisher macht aber das Beste draus und kann sehr viel Grusliges, sogar Schockmomente aus der Vorlage herausholen, die er in bester Hammer-Tradition auch mal in deftigen Effekten darstellt.
Gleich zu Beginn wird man aufschrecken, wenn die Kamera von den Händen des anonymen Orgelspielers schagartig auf sein Gesicht schwenkt und man dort auf die einäugige Maske des Phantoms blickt. Auch später gelingen solche Spannungsszenen sehr gut (z.B. der Rattenfänger) und lassen die Zuschauer hoffentlich genauso wie mich erschaudern, auch wenn der zweite Teil sich in dieser Hinsicht etwas zurücknimmt. Zwar hält sich diese Verfilmung grundlegend an die Literaturvorlage von Gaston Leroux, es wurden aber viele Elemente modifiziert, um dem Publikum leichteren Zugang zu gewähren. Z.B. fällt auf, dass der Stoff insgesamt erleichtert wurde, die Dramatik etwas zurückgezogen wurde und die Figuren klarere Gesinnung bekommen haben. Das mag sich zwar nach charakterlicher Schwarzweißmalerei anhören, passt aber ziemlich gut zum kurzweiligen, dennoch atmosphärischen Resultat aus den britischen Studios. Das Phantom, ehrfürchtig gespielt von Herbert Lom, verliert zwar etwas an Hinterlistigkeit, die wird aber seinem Gegenspieler, dem überheblichen, selbstgefälligen Lord d'Arcy, zusätzlich in die Rolle gelegt. Wenn man also etwas bemängeln könnte, dann, dass im Mittelteil etwas zu viel Gesangsunterricht gegeben wird und das Phantom nicht so recht sein bitterböses Werk vollenden kann.

Von der fehlenden Eindeutschung im Ton sollte man sich also nicht abbringen lassen, sich auch diese Hammer-DVD zu besorgen, die mit einem annehmlichen Bild und einem sehr lesenswerten Booklet als Bonus aufwartet. Sehr schön ist auch der stabile Pappschuber gelungen, auf dessen Front das Hammer-Siegel im Prägedruck aufgebracht ist.



Bilder der DVD




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