Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
UK 2006
Originaltitel:Broken
Alternativtitel:Hearteater, The
Länge:90:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Simon Boyes, Adam Mason
Buch:Simon Boyes, Adam Mason
Kamera:Erik Wilson
Musik:Emma Holand, Gavin Miller, Mortiis
SFX:Nathan McLaughlin, Tristan Versluis
Darsteller:Nadja Brand, Eric Colvin, Atesh Salih, Abbey Stirling, Megan Van Kerro, Chesse Daves, Rachel Townend, Olivia Hill
Vertrieb:MIG
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:09.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Hope (Nadja Brand) wird von einem Psychopathen (Eric Colvin) entführt und in ein entlegenes Waldstück verschleppt. Er hält sie als Sklavin, die dem Wahnsinnigen und seiner abartigen Veranlagung hilflos ausgeliefert ist. Hope gerät an ihre physische und psychische Grenze, denn der Entführer verlangt Bestialisches von ihr: Sie muss sich selbst unmenschliche Schmerzen zufügen und verstümmeln. Trotz aller Qualen und Schmerzen hält Hope durch, bis eines Tages der Zeitpunkt der Rache kommt.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Es ist noch gar nicht so lange her, da brachte MIG den Film "Broken" schon einmal auf DVD heraus. Mit der nun vorliegenden zweiten Veröffentlichung des Films hat sich allerdings einiges in Sachen Qualität geändert. Scheinbar basiert die Erstveröffentlichung auf einer Art Rohschnitt, wobei die neue Fassung auf dem Master der US-Veröffentlichung basiert. Wer die alte Fassung nicht kennt, wird keine Vergleiche ziehen können, alle anderen werden von dem neuen anamorphen Transfer sichtlich überrascht werden. Vor allem die Farbgebung wurde vollständig mit einem neuen Filter versehen, der das Geschehen düsterer und bedrohlicher darstellt. Dies war in der alten Version von "Broken" ein kleines Problem: Zwar wirkten die Farben durchweg natürlich, konnten dem perfiden Treiben aber keinen persönlichen Look verpassen. Auch im Schärfebereich hat sich einiges getan, so dass viele Details preisgegeben werden und dank eines guten Kontrasts auch in den vielen dunklen Szenen meist überzeugende Werte geliefert werden, die nur selten Bildbereiche verschlucken. Dennoch ist in hellen Bildflächen ein leichtes Überstrahlen vorhanden. Auch ist ein dezentes Bildrauschen auszumachen, das aber ebenso wie die Kompression zu keiner groben Beeinträchtigung führt. Nur selten wirkt das Bild etwas unruhig in homogenen Flächen, was einer minimalen Blockbildung anzulasten ist.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch im Bereich der Akustik hat sich etwas getan, denn musste man sich bei der Erstauflage lediglich mit einer Stereospur zufrieden geben, gibt es nun die deutsche Synchronisation als auch das englische Original in Dolby Digital 5.1. Alternativ ist auch noch eine deutsche Stereovariante vorhanden, der man den Vorzug geben sollte: Leider entpuppt sich die 5.1-Abmischung sehr schnell als ein Upmix, der die Frontkulisse auch auf die Rears spiegelt, was deutlich zulasten eines räumlichen Klangbildes geht. Die Dialoge sind aber zu jeder Zeit gut zu verstehen und entbehren jeglicher Störgeräusche. Upmix als auch Stereovariante verfügen zudem über eine angenehme Dynamik und kommen ohne Überlagerungen aus. Bezüglich des Raumklangs kann zumindest der O-Ton punkten, der die Frontkanäle für die Dialoge nutzt, während Hintergrundgeräusche und der Score sich auch auf die Rears verteilen. Da die Dialoge direkt am Set aufgenommen wurden, kommt es allerdings vor, dass einige Dialoge durch Überlagerungen undeutlich werden. Da auch deutsche Untertitel optional auf der DVD vorhanden sind, wird schnell Abhilfe geschaffen.
 ++++--

Extras
Extras
Broken:
  • Audiokommentar mit Regisseur Adam Mason
  • Making of: "Ich möchte deinen Willen brechen" (49:25 Min.)
  • Interview mit Nadja Brand Mason (26:57 Min.)
  • Originaltrailer (2:45 Min.)
Broken 2:
  • Bonusfilm: "Broken 2"
  • Originaltrailer (1:29 Min.)
  • Interview mit den Darstellern (8:22 Min.)
  • Interview mit den Machern (7:43 Min.)
  • Bildergalerie (37 Bidler / 3:05 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Was wäre eine Neuauflage, wenn sich nicht auch noch beim Bonusmaterial etwas getan hätte. Weitestgehend sind die Extras mit denen der US-Veröffentlichung identisch, wurden aber auch mit deutschen Untertiteln ausgestattet. Im Gegensatz zur US-Auflage befindet sich in der MIG-Veröffentlichung auch noch eine zweite DVD, auf der sich der Film Interner Link"Broken 2" befindet. Was aber eigentlich eine kleine Mogelpackung darstellt, denn lediglich die deutsche Titelschmiede hat sich diesen Bezeichnung ausgedacht. Im Ausland kennt man diesen Film unter seinem Originaltitel "The Cellar Door" und er hat bis auf die psychische und physische Folterthematik nichts mit "Broken" zu tun.
Kommen wir also zur ersten DVD, die neben dem Film einen sehr ausführlichen Audiokommentar mit Adam Mason enthält, der viele Einzelheiten der Produktion beleuchtet und durchgehend sehr kritisch gehalten ist, ohne Werbecharakter aufkommen zu lassen, leider aber über keine deutschen Untertitel verfügt, welche allerdings für das restliche Bonusmaterial vorhanden sind. Dann gibt es noch ein fast 50 Minuten langes Making of, das diesen Namen auch endlich mal wieder verdient hat. Neben vielen Interviews mit den Beteiligten wird auch ein ausführlicher Blick hinter die Kulissen gewährt. Besonders stechen die zahlreichen alternativen Szenen hervor, die auch einige offene Fragen beantworten können, die sich im Film aufstauen. Hierbei ist es jedoch schade, dass man sich nicht entschlossen hat, diese Szenen separat als "Deleted Scenes" anzubieten. Letztendlich gibt es noch ein langes Interview mit Hauptdarstellerin Nadya Brand Mason, das während des "BIFF"-Filmfestivals 2006 aufgenommen wurde, und in dem sie viel über die Produktion und die aufgekommenen Schwierigkeiten während des Drehs berichten kann. Wie schon gesagt befindet sich auf der zweiten DVD die lediglich titelgebende Fortsetzung, die auch schon als Einzelveröffentlichung erhältlich war. Qualitativ gibt es bei Bild und Ton keine Unterschiede zur Erstauflage, doch im Bezug auf Bonusmaterial hat sich auch hier etwas getan. Die Fotogalerie und der Originaltrailer wurden übernommen und zusätzlich noch mit zwei Interviews mit den Darstellern sowie den Machern ergänzt. Neben ein paar Informationen über den Film wird kräftig die Werbetrommel gerührt, was den Gesamteindruck etwas schmälert. Näheres zu dem Film aber in unserer Rezension zu Interner Link"Broken 2 - The Cellar Door".
 ++++--

Fazit
Auch die Briten schicken ihre Interner Link"Saw"-Epigonen ins Rennen, um einen Teil von der momentan wieder grassierenden Horrorwelle abzuknabbern. Ein aktueller Beitrag davon heißt "Broken" und wurde von Horror-Experte Adam Mason inszeniert. Dessen frühere Horrorfilme "The 13th Sign", und "Dust" gelten allgemein nicht gerade als Offenbarung, da er sich die Regiearbeit aber mit Simon Boyes teilt, läuft die Inszenierung etwas runder ab. Dafür sollte man sich bei Boyes wohl bedanken.

Die, wie es so modern ist, sadistischen Folterungen nimmt hier ein geheimnisvoller Jäger vor, der hilflose Frauen in den tiefen Wald verschleppt, sie ein paar Tage verscharrt, dann einer schmerzhaften Prüfung unterzieht und darauf zu seiner angeketteten Sklavin macht, die kocht, abwäscht, Unkraut jätet und so weiter. Frauen gehören bei ihm nicht an den Herd, sondern an den Baum. Für 90 Minuten, in denen eigentlich nicht sonderlich viel passiert, ist dies allerdings etwas mager. Der atmosphärischen Inszenierung, die trotz des offensichtlichen Budgetlimits ordentlich Stimmung verbreitet, kann man ihre Qualitäten nicht absprechen, doch es passiert entschieden zu wenig im Dickicht.
Anfangs schickt der Film sich noch an mit grausamen Foltereinlagen und äußerst blutigen Details die Fußnägel der Zuschauer hochzurollen, später folgen dann nur noch die Fluchtversuche des Opfers, das verzweifelt verschiedene Strategien durchprobiert und mit der Zeit dazulernt, wie es vor seinem Peiniger am Ende flüchten könnte. Sperenzchen wie, schlitz' die Narbe an deinem Bauch auf, wühl' in deinen Gedärmen herum bis du die Rasierklinge findest und schneide damit das Seil durch, bevor du vom morschen Baumstamm fällst und dich selbst erhängst, kennt man aber schon zu genüge von Interner Link"Saw" und Co - auch in der expliziten Inszenierung. So sehr haut dieser Gag daher nicht mehr aus den Socken.
Der Rest des Films setzt sich tatsächlich nur noch aus den Versuchen der Frau zusammen, ihre Fluchtmöglichkeiten durchzugehen - lange Zeit mit wenig Erfolg. Relativ komisch wird die Angelegenheit als der finstere Jäger sein zweites Opfer anschleppt und er ihr genau die selben Wege zur Flucht offeriert, die natürlich alle drakonische Strafen nach sich ziehen. Opfer Nr. 1, übrigens mit Namen Hope (Uiuiui, da war der Herr Autor besonders bedeutungsschwanger) kennt seine sadistischen Spiele aber nun schon und warnt die Neue vor seinen Tricks ...
Die prekäre Situation endet natürlich in Schweiß, Blut, Gewalt und noch mehr Gewalt, behält sich allerdings ein ziemlich fieses Ende vor, das "Broken" jedoch auch nicht über den bloßen Genredurchschnitt hebt. Den verdient er sich allerdings auch dank seiner gelungenen Atmosphäre. So bleibt "Broken" schließlich ein gut inszenierter Horrorthriller, der bisweilen schön unheimlich gerät, für 90 Minuten aber eindeutig zu wenig Inhalt bietet. Die Gorehounds bekommen genügend Gekröse-Häppchen, sonderlich spannend ist das sadistische Treiben des Jägers aber nicht. Selten glänzt der Film mit unfreiwilliger Selbstironie, verfügt dabei aber über solide Darsteller.

Wer schon die Erstveröffentlichung von "Broken" sein Eigen nennt, wird sich sicherlich zweimal überlegen, ob es sinnvoll ist nochmals Geld in die Special Edition stecken. Prinzipiell kann man aber wirklich dazu raten, sich dieses Update zuzulegen und ggf. die alte DVD zu verkaufen, da man einen echten Mehrwert in Qualität und Bonusmaterial erhält. Zudem gibt es noch den von MIG selbst ernannten zweiten Teil quasi kostenfrei dazu und alles in einem sehr chicen Schuber verpackt. Fans sollten sich wirklich überlegen die auf 3000 Stück limitierte Neuauflage ins Regal zu stellen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Broken - Keiner kann dich retten
Broken - Keiner kann dich retten
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.