Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1961
Originaltitel:Atlantis, the Lost Continent
Alternativtitel:Atlantis, der verlorene Kontinent
aka. Atlantis - Der verlorene Kontinent
aka. Lost Empire, The
Länge:85:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:George Pal
Buch:Daniel Mainwaring, Gerald Hargreaves
Kamera:Harold E. Wellman
Musik:Russell Garcia
SFX:Jim Danforth, A. Arnold Gillespie, Robert R. Hoag, Lee LeBlanc
Darsteller:Anthony Hall, Joyce Taylor, John Dall, William Smith, Edward Platt, Frank DeKova, Berry Kroeger, Edgar Stehli, Wolfe Barzell, Jay Novello, Paul Frees
Vertrieb:MIG
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:09.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Fischerjunge Demetrios rettet die Prinzessin von Atlantis vor dem Tod und bringt sie in ihre mythische Heimat zurück. Dort wird er jedoch versklavt, denn der König wird seit langem von einem Größenwahnsinnigen erpresst, der die Weltherrschaft an sich reißen will. Die Sklaven müssen in einer Mine Kristalle ausgraben, die der König für die Waffenherstellung braucht. Aber Demetrios will sich diesem Schicksal nicht ergeben.

Bild
Format1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Schaut man auf das Produktionsjahr, war eigentlich von vornherein absehbar, dass das Bild einige Defizite aufzuweisen hat. Prinzipiell bekommt man jedoch ein qualitativ annehmbares Bild im Letterbox-Format geboten, dem eine Restauration aber gut getan hätte. Deutlich machen an vielen Stellen Schmutz und kleinere Defekte auf sich aufmerksam und werden von einem kontinuierlichen Bildrauschen begleitet. Hierdurch hat die ohnehin nur mittelmäßige Schärfe etwas zu leiden und entbehrt einige Details, womit das Bild etwas weich erscheint. Gerade über größere Betrachtungsflächen hätte man sich ein detailreicheres Bild gewünscht. Die Farbgebung leidet an einem übersättigten Rotstich und sorgt für eine teils unnatürliche Optik. Bezüglich des Kontrasts darf man diesem eine Homogenität zusprechen, die dafür sorgt, dass dunkle als auch helle Szenen zufrieden stellend wiedergegeben werden. Bemerkbar ist auch die Kompression, doch die leichten Unruhen in homogenen Flächen sorgen für keine übermäßige Beeinträchtigung des Bildes.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der englische Originalton als auch die deutsche Synchronisation liegen jeweils in Mono vor und bieten eine gut verständliche Dialogwiedergabe, bei der es zu keinen Überlagerungen kommt. Altersbedingt ist in der deutschen Sprachfassung ein deutliches Rauschen wahrnehmbar und die Dialoge erklingen etwas dumpf. Der englische Ton ist im direkten Vergleich aber wesentlich stärker von Abnutzungserscheinungen betroffen. Zwar klingen die Dialoge klarer, doch wirkt die Tonspur blechern und wird ebenfalls von einem hörbaren Rauschen begleitet. In einigen Szenen wirken Höhen etwas überspitzt, wodurch ein leichtes Zischeln rauszuhören ist. Deutsche Untertitel sind leider kein Bestandteil der DVD.
 +/----

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:33 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Extra findet man nur den Originaltrailer zum Film auf der DVD.
 /-----

Fazit
Viele Mythen ranken sich um den Kontinent Atlantis, der vor Urzeiten mit einer hoch entwickelten Zivilisation im Meer versank. Erstmals erwähnt wird es vom griechischen Philosophen Plato in seinen sokratischen Dialogen und 1949 veröffentlichte Sir Gerald Hargreaves seine Interpretation der Geschichte für das Theater, die zu einem filmischen Herzenswunsch des erprobten Fantasy- und Science Fiction-Regisseurs George Pal wurde. Dieser schaffte es nach unzähligen Anläufen 1961 endlich das Filmstudio MGM von einer profitreichen Inszenierung zu überzeugen. Aber das Warten hat sich letztendlich gelohnt, auch wenn man deutlich merkt, dass MGM den Geldhahn für ihre Produktionen in den 60er Jahren langsam zudrehte, was man sehr deutlich an den Spezialeffekten sieht. So blieb auch Pal nichts anderes übrig, als mit alternativem Filmmaterial aus anderen Produktionen zu arbeiten und schon benutzte Kulissen in neuem Gewand erstrahlen zu lassen. Schaut man sich "Atlantis - Kontinent der Verlorenen" an, wird man mir sicher beipflichten, dass die Kulisse für Atlantis eine sehr passende ist. Der Film ist eine farbenprächtige Mischung aus Sandalenfilm und Fantasy-Streifen geworden, die immer unterhaltsam der Geschichte von Sir Gerald Hargreaves folgt.
Diese beginnt im antiken Griechenland, wo der junge Fischer Demetrios das Leben der Königstochter Antilla auf offener See rettet. Antilla berichtet ihm vom sagenumwobenen Atlantis, einem Ort jenseits des Horizonts. Demetrios lässt sich überreden, die Königstochter wieder in ihre Heimat zu bringen. Dort hat zwischenzeitlich Zaren die Gunst des Königs erlangt und wartet begierig auf die Rückkehr von Antilla, da durch ihre Heirat ihm das Königreich Atlantis mit der gesamten Kultur gehören würde. In Atlantis angekommen, wird Demetrios versklavt, um ihn in ein Tierwesen zu verwandeln. Aufgrund der entfachten Liebe Antillas zu ihm bekommt er die Chance innerhalb eines Kampfes auf Leben und Tod seine Freiheit wieder zu erlangen. Nun versucht er mit List und Tücke gegen Zaren einen Aufstand anzuzetteln, um ihn endlich unschädlich zu machen. Für diesen Aufstand wiegelt er alle Sklaven auf, doch selbst die Götter scheinen der selbst ernannten Herrenrasse nicht wohlgesonnen, denn eine Naturkatastrophe scheint den Untergang von Atlantis zu besiegeln ...
Die Darsteller sorgen dafür, dass der Film trotz budgetbedingter Schwächen inhaltlich sehr kurzweilig erscheint und sich nicht lange mit Nebensächlichkeiten aufhält. Selbst das typische Liebesgeplänkel entpuppt sich als passend und steuert auf ein für die Produktionszeit typisches Happy End zu. Interessant ist definitiv die Inszenierung der Atlanter, die sehr deutlich als Herrenrasse dargestellt werden und der restlichen Weltbevölkerung weitaus überlegen sind. So bleibt es natürlich nicht aus, dass sich die Bewohner kurz vor dem Untergang von Atlantis für einen weltweiten Krieg wappnen, um die alleinigen Herrscher zu werden. Woher dieses Wissen um Waffen, U-Boote oder anderweitige Maschinen stammt, wird auch in diesem Film nicht geklärt und so bleibt doch die Frage nach Sichtung des Films übrig, ob es diesen sagenumwobenen Kontinent wirklich gegeben hat und woher dieses Wissen stammt. Auch ohne eine Antwort zu geben, ist George Pal ein spannender und faszinierender Film gelungen, der zwar effekttechnisch nur bedingt überzeugen kann, ansonsten aber auf ganzer Linie zu unterhalten weiß.
Warum Anbieter MIG den Film aber vom alten deutschen Titel "Atlantis - Der verlorene Kontinent" in "Atlantis - Kontinent der Verlorenen" umbetitelte stellt ein eigenes Mysterium dar.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.