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IT 1975
Originaltitel:Ultimo Treno de la Notte, L’
Alternativtitel:Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien
aka. Night Train - Der letzte Zug in der Nacht
aka. Violenza sull'ultimo treno della notte
aka. Don't Ride on Late Night Trains
aka. Late Night Trains
aka. Torture Train
aka. Last Stop on Late Night Train
aka. New House on the left
aka. Second House from the left
Länge:93:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Not Rated
Regie:Aldo Lado
Buch:Roberto Infascelli, Renato Izzo, Aldo Lado, Ettore Sanzò
Kamera:Gábor Pogány
Musik:Ennio Morricone
SFX:-
Darsteller:Laura D'Angelo, Irene Miracle, Flavio Bucci, Gianfranco De Grassi, Macha Méril, Enrico Maria Salerno, Franco Fabrizi, Marina Berti
Vertrieb:Blue Underground
Norm:NTSC
Regionalcode:0



Inhalt
Es ist Weihnachtszeit und die beiden Studentinnen Lisa (Laura D'Angelo) und Margaret (Irene Miracle) reißen mit dem Zug zu Lisas Eltern ins italienische Verona. Doch während der langen Fahrt treffen sie auf die beiden Gauner Blackie (Flavio Bucci) und Curly (Gianfranco De Grassi), die starkes Interesse an den beiden jungen Mädchen zeigen. Doch der erhoffte kleine Flirt schlägt schnell in Abscheu und Angst gegenüber den beiden brutalen Männern über, die gemeinsam mit einer gut situierten Bekanntschaft (Macha Méril) aus dem Zug Spaß dran haben, die sexuell unerfahrenen Mädchen auszunutzen, zu erniedrigen und letztlich sogar zu vergewaltigen. Das makabre Spiel findet seinen Höhepunkt im erschreckenden Tod der unschuldigen Geschöpfe. Doch in Verona wartet bereits Lisas Vater (Enrico Maria Salerno) auf die Ankunft seiner Tochter. Unwissentlich über die Tat nimmt er in einer gastfreundlichen Geste das Mördertrio kurzzeitig bei sich auf, bis er erkennt, was hinter der falschen Fassade steckt ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormNTSC
 Die Bildauswertung ist eine wahre Freude. Es gibt nur wenige Bereiche, die nicht ganz so überzeugend wirken, die aber dem Alter angemessen sind. Bildfehler gibt es kaum zu sehen, fast so, als ob das Material frisch aus einer Verjüngungskur gekommen wäre, die auch das Bildrauschen eingestellt hat. Die Farbgebung ist sehr ordentlich ausgeprägt und taucht das Geschehen in ein farbenfrohes Gewand, welches nur in Teilbereichen (vor allem einige Außenaufnahmen) etwas zu blass erscheint, wobei man dies gern übersehen kann. Die Schärfe ist ebenfalls gut, wirkt nicht nachbearbeitet und verschafft dem Film eine Klarheit, die er sicherlich seit seiner Uraufführung nicht erfahren hat. Zwar sind gerade im Detail leichte Anzeichen dafür da, dass alles nicht mehr ganz taufrisch ist, wenn man dann aber den perfekten Kontrast und die Detailschärfe dort sieht, wird man überrascht sein, wofür es auch knappe 5 Punkte gibt.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Beim Ton bemerkt man schon eher das Alter des Films, obwohl auch hier nichts dermaßen im Argen liegt, dass man sich drüber aufregen müsste. Die englische Tonvariante (die Einzige auf dieser DVD) ist zu Beginn, sobald die Musik einsetzt, etwas krächzend und verzerrend, sie überschreitet aber nie ein Level, welches man als schlecht oder gar störend empfinden würde. Natürlich sind keine besonderen Leistungen zu erwarten, das Geschehen bleibt monaural, auch wenn es auf die Front verteilt wurde, aber die Dialoge (leicht gealtert) bleiben meist gut verständlich. Untertitel gibt es leider keine, obwohl es Momente gibt, in denen sich die Dialoge nicht klar genug von der Geräuschkulisse abheben.
 ++----

Extras
Extras
  • Riding The Night Train (14:57 Min.)
  • Theatrical Trailers:
    • U.S. Trailer (2:34 Min.)
    • International Trailer (3:50 Min.)
  • Radio Spots:
    • Spot #1 (0:29 Min.)
    • Spot #2 (0:29 Min.)
  • Poster & Still Galleries:
    • Posters (7 Bilder)
    • Lobby Cards (32 Bilder)
    • Publicity Stills (9 Bilder)
    • Pressbook (10 Seiten)
    • Ad Mats (9 Seiten)
    • Soundtracks (2 Bilder)
    • Video (4 Bilder)
  • Credits (1 Seite)
 Die Aufmachung von Cover und Menu ist sehr schick und passend zum Film geworden. Die Extras sind zwar nicht besonders zahlreich, aber allesamt hervorragend herausgearbeitet worden, vor allem das viertelstündige Interview mit Regisseur Aldo Lado fügt interessante Aussagen von Lado mit Filmausschnitten zusammen und ist gleichwegs unterhaltsam wie interessant. Die restlichen Extras sind Trailer und Radiospots sowie eine aufgegliederte Bildergalerie. Leider gibt es kein Booklet zum Film.
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Fazit
Hört sich die Story ein wenig nach Interner Link"Last House On The Left" an? Man darf bald schon von einem Remake vor anderer Kulisse sprechen, denn "Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien" (dt. Titel, dort leider hemmungslos gekürzt) hält sich fast haargenau an den Ablauf des Craven-Klassikers, ist aber italienisch genug, um eigenständig zu sein und lässt komödiantische Züge komplett außen vor, was der klaustrophobischen, beängstigenden Stimmung zu Gute kommt. Lado nimmt sich des Exploitation-Genres mit der Gelassenheit und Stilistik eines Giallos an, geht die Rape'n'Revenge-Story sogar etwas differenzierter als seine Kollegen heran, obgleich hier und da produktionstechnische Unzulänglichkeiten und darstellerisches Unvermögen durchschimmern. Er lässt seine Charakter sogar beispielhaft über die Entstehung von Gewalt und deren Ursachen diskutieren, während diese zeitgleich an einem anderen Schauplatz stattfindet (abstoßender und eindrucksvoller Effekt) und er lässt die Täter auch nicht ausnahmslos für ihre Taten sühnen, indem einige Mittäter unbehelligt davon kommen, was den moralischen Aspekt der oft verübten Selbstjustiz doch um einiges eindringlicher werden lässt. Innerhalb der Stille im Zug, welche durch das monotone Rattern desselben und Morricones schauriger Mundharmonika-Melodie zu einer bedrückenden Schwere gelangt, entwickelt sich sehr bald ein visuell reizvolles, krankhaftes Machtspielchen, welches die sexuelle Ausnutzung der beiden Opfer sogar noch vor den Gewaltanteil stellt. Es ist ein wahrlich schauerlicher Anblick, wenn eines der beiden Mädchen von einem vorab Unbeteiligten brutal begattet und dabei angestarrt wird von den kalten, arroganten Minen eines Junkies, eines Taschendiebes und einer vornehmen Nymphomanin, über die dunkelblaue Fahrtschatten ziehen wie ein dunkler Himmel über Dämonenfratzen. Durch langsame Kamerafahrten und eine erschütternde Direktheit ziehen sich die ersten 60 Minuten hin wie eine endlose Agonie und sind deutlich dem Thriller-Genre zuzuordnen, wobei sich "Night Train Murders" immer wieder durch geschickte Psychologie von plumpen, ähnlich sleazigen oder deutlich mehr reißerisch aufgemachten Genre-Kollegen hervorhebt. So ist der Zuschauer intensiv auf den zwar vorhersehbaren, aber sehr unterhaltsamen Showdown vorbereitet, der sicherlich für reichlich Diskussionsstoff sorgen wird.
Die US-DVD-Auswertung von Blue Underground sei wärmstens empfohlen, denn in derlei gestochen scharfer Qualität hat man den Film sicherlich noch nie zu sehen bekommen. Einige Extras und ein alter, aber angemessener Ton sprechen ebenfalls dafür.



Bilder der DVD




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News"Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien" kommt im Mediabook
Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien
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