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RU, USA 2005
Originaltitel:Zerkalnie voyni: Otrazhenie pervoye
Länge:104:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Vasili Chiginsky
Buch:Oleg Kapanets, Alex Kustanovich
Kamera:Sergey Kozlov, Slava Gurchin
Musik:David Robbins, Alexei Belov
SFX:Mechnology, Worldwide FX
Darsteller:Alexander Efimov, Ksenia Alferova, Valeri Nikolayev, Mikhail Gorevoy, Malcolm McDowell, Armand Assante, Rutger Hauer, Ivars Kalnins, Olga Yakovtseva, Anatoli Zhuravlyov, Amaliya Mordvinova, Valeri Afanasyev, Alexander Kuznetsov, Oleg Kapanets
Vertrieb:Constantin / Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.10.2008 (Verleih) / 09.10.2008 (Kauf)



Inhalt
"Sabertooth" ist der Codename für einen streng geheimen Stealth-Kampfjet, den der größte russische Flugzeughersteller gemeinsam mit den besten Ingenieuren der Welt entwickelt hat. Ein High-Tech-Fighter, der mit seiner extremen Manövrierbarkeit, seiner vernichtenden Feuerkraft und seinen Tarn-Qualitäten jedes noch so moderne Kampfflugzeug in den Schatten stellt. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Tatsächlich gelingt es Terroristen, "Sabertooth" zu entführen.
Drahtzieher scheint der ehemalige CIA-Agent Dick Murdock zu sein, der noch eine persönliche Rechnung mit der US-Regierung offen hat. Um zu verhindern, dass Murdock mit der fliegenden Superwaffe einen neuen Weltkrieg auslöst, beginnt für die Militärs und Geheimdienste eine gnadenlose Jagd über den Wolken und ein verzweifelter Kampf gegen die Zeit ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 In der Oberklasse kann sich die DVD zwar nicht einordnen, aber man darf ein ordentliches, klares und fehlerfreies Bild erwarten, was für einen Film des Jahres 2005 nicht zuviel ist. Stilistisch ist die russische Produktion seinen Genre-Geschwistern aus den USA sehr ähnlich, denn es wird viel mit Farbfiltern gearbeitet, um ein aufpoliertes Bild anbieten zu können. Etwas zu viel ist dabei oftmals der Einsatz eines Gelbfilters, der nicht so richtig erkennen lässt, was er wirklich bewirken soll. Denn dadurch entsteht ein etwas aufgehelltes Bild, das einen tieferen Kontrast vertragen könnte. Die Detailschärfe ist für einen B-Action-Titel genau richtig, auch wenn man immer wieder mal etwas mehr Detailgrad vertragen könnte. Wirklich schlechte Ergebnisse werden hier aber nicht gezeigt. vielmehr bleiben das Bild beständig, zeigt kein nennenswertes Rauschen und ist offensichtlich sauber kodiert.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Man kann es sich denken, dass sich das Action-Szenario mit den Flugsequenzen und den dazwischengesetzten Feuerwechseln relativ gut für einen Surround-Mix verwerten lässt. Mit direktionalen Effekten wird in diesen Szenen nicht gegeizt, auch wenn man anhand der zurückhaltenden Dynamik noch das etwas niedrige Budget erahnen kann. In den Dialogszenen wird es etwas trist, ab und an ist der Basseinsatz aber auch in wenig explosiven Momenten bemerkbar. Der DTS-Ton lässt zumindest bei der Surround-Abmischung keine Verbesserungen raushören. Der englische Ton ist an vielen Stellen eine Neusynchro, was manchmal ziemlich albern klingt. Da sind mittelmäßige deutsche Synchros, wie sie beispielsweise hier geboten werden, doch wesentlich besser. Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte liegen bei und sind frei anwählbar.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Darstellerinfos:
    • Rutger Hauer (1 Seite)
    • Malcolm McDowell (1 Seite)
    • Armand Assante (1 Seite)
  • Unsere DVD-Empfehlung: "War" (1:29 Min.)
  • Der besondere Filmtipp: "Der Baader Meinhof Komplex (2:58 Min.)
  • Trailershow:
    • Fantastic Four - Rise Of The Silver Surfer (2:07 Min.)
    • How To Rob A Bank (1:35 Min.)
    • Michael Clayton (2:02 Min.)
    • Lucky Number Slevin (2:25 Min.)
    • Resident Evil: Extinction (2:23 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der Bonusteil besteht aus einer Menge Trailern, lückenhaften Darstellerfilmografien und einem Booklet, das der Käufer nicht unbedingt benötigt, weil die dort abgedruckten Filmografien bereits auf der DVD einzusehen sind.
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Fazit
Oje, die Grützefabrik ist nicht nur in Hollywood beheimatet, sondern greift nun auch auf das sonst so solide B-Action-Land Russland über. Mit "Mirror Wars" hat man eine Koproduktion am Start, die sich nicht nur wie ein am Reißbrett entstandenes Kommerzprodukt anfühlt, sondern fast schon eine Beleidigung für jeden Nachwuchs-Action/Thriller-Regisseur ist. Die erste Andeutung auf die minderen Qualitäten wird mit drei großen Namen auf dem Cover gemacht: Neben Armand Assante und Malcolm McDowell, beide einstmals renommierte Darsteller, die sich nun für manche Gurke engagieren lassen, ließ es sich selbst Charaktermime Rutger Hauer nicht nehmen, den Film mit seinem Namen unverdiente Werbung zu verschaffen. Denn was wäre "Mirror Wars" ohne diese drei Darsteller, die sich von einer Standardsituation zur nächsten Floskel retten? Vermutlich eine mittlere Katastrophe ...
Die Fehler muss man gar nicht im Detail suchen, denn bereits die verquaste Story und ihre oftmals ins Leere führenden Stränge haben damit zu kämpfen, den Zuschauer bei der Stange zu halten. Viele Szenen mussten vielleicht ihrer Schauwerte wegen in das 100minütige Werk finden, aber ein logisches Ganzes soll das noch nicht ergeben. Darüber hinaus wird der Zuschauer oft um seine wohlverdienten, explosiven Momente gebracht, denn der Action-Anteil weist eher auf einen Thriller als auf einen zünftigen Film voller Flieger- und Ballergetöse hin. Wenn sich die getarnte Superwaffe dann mal in die Lüfte bewegt, weiß man sie dort oben nicht so recht einzusetzen. Es fehlen spannende Momente, auf die wirklich hingearbeitet wird. Stattdessen wird in eine Liebesgeschichte investiert, die man sich beim frühen Ableben des einen Beziehungsteils hätte sparen können, oder man darf den Machtspielchen diverser Spione, Agenten und Regierungsbeamte zusehen. Da freut es doch, dass man zumindest einem Überfall eines Stützpunktes beiwohnen darf, auch wenn dieser schlecht und ohne wirkliche Höhepunkte abgefilmt wurde. Sehr deutlich wird in diesem und späteren Momenten, dass das Budget zu knapp bemessen war, um die potenziellen Ideen des Skriptes umzusetzen (bzw. was man dahinter vermutet), und stattdessen mit überflüssigem Füllmaterial aufgebessert wurde. Aus Russland können gute Action-Filme kommen, die den Fan des B-Action-Genres zu fesseln wissen, aber "Mirror Wars" wird nicht dazugehören. Das war sozusagen 'ne Bruchlandung.

Die DVD überzeugt zwar in den technischen Werten, die Extras sind aber kaum der Rede wert. Außerdem ist die DVD nicht nur dank Kopierschutz vermurkst, sondern enthält extra noch einen Anti-Raubkopierer-Werbespot - ein an Unsinnigkeit kaum zu überbietendes "Double Feature" ...



Bilder der DVD




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