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IT 1971
Originaltitel:Quando gli uomini armarono la clava e... con le donne fecero din-don
Alternativtitel:Als die Frauen das Bett erfanden
aka. Wenn Frauen Ding Dong spielen
aka. When Women Played Ding Dong
aka. Keine Schonzeit in der Steinzeit
Länge:69:44 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Bruno Corbucci
Buch:Bruno Corbucci, Massimo Felisatti
Kamera:Fausto Zuccoli
Musik:Giancarlo Chiaramello
SFX:Eugenio Ascani
Darsteller:Antonio Sabato, Aldo Giuffrè, Vittorio Caprioli, Nadia Cassini, Howard Ross, Elio Pandolfi, Lucretia Love, Pia Giancaro, Gisela Hahn, Valeria Fabrizi, Sandro Dori, Vittorio Congia, Gerry Bruno, Patrizia Adiutori, Ria Simmons, Barbara Pignaton
Vertrieb:Savoy Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:15.08.2008 (Kauf)



Inhalt
In der Steinzeit findet zwischen den Höhlenmenschen und den Wassermenschen ein aufregendes Turnier statt, dessen Hauptpreis die gutgebaute Listra ist. Bald kämpfen nur noch die beiden Anführer um das Superweib. Da beide die schöne Listra leiben, ringen sie erbittert miteinander, bis der geschmeidige Ari, Chef der Höhlenmenschen, die Siegestrophäe gewinnt. Grev, der Wassermenschen-Chef, will sich rächen und schließt die Wasserquelle, die er erst wieder öffnen will, wenn er Listra doch noch bekommt. Klar, dass bald die schönste Prügelei zwischen den beiden Stämmen im Gang ist. Als dieser Krieg immer mehr ausartet, treten die Frauen beider Stämme, von der schlauen Listra angestiftet, in einen Sex-Streik.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Hauptfilm der DVD nennt sich im Auswahlmenü Savoy-Fassung und basiert auf der ebenfalls vorhandenen US-Kinofassung, die im Originalformat 2,35:1 anamorph codiert wurde. Zwar kann die Qualität nicht besonders überzeugen, doch dürfte es fraglich sein, ob man den Film jemals in besserer Qualität bewundern kann. Als Alternative gibt es auch noch die deutsche Kinofassung, die qualitativ wesentlich schlechter ist und als Bonus ebenfalls auf der DVD vertreten ist. Zu dieser Fassung aber mehr bei den Extras. Kommen wir zur Savoy-Fassung, deren Bildqualität auch für die ebenfalls als dritte Fassung vertretene US-Version gilt. Auffällig sind die vielen Verschmutzungen, die sich in Kratzern, Dropouts, Laufstreifen und Farbschlieren zu erkennen geben. Auf die gesamte Laufzeit betrachtet ist dies schon ein etwas störender Faktor. Auch die Schärfe ist alles andere als ideal einzustufen, da kaum Details ersichtlich werden und das Bild sehr weich erscheint. Selbst die Kantenschärfe wirkt ausgefranst. Überraschend fällt hingegen die Farbgebung auf, denn diese ist noch als recht kräftig mit einem natürlichen Teint anzusehen. Weitere negative Aspekte sind das starke Bildrauschen und auch der deutlich zu stark gewählte Kontrast, der besonders in dunklen Bereichen dazu neigt Details zu verschlucken. Der Schwarzwert zeigt sich recht wechselhaft und tendiert zudem ins Gräuliche. Aufgrund der drei verschiedenen Fassungen von "Als die Frauen noch Schwänze hatten 3" sorgt auch die Kompression für auffällige Blockbildungen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton der Savoy Fassung ist identisch zur deutschen Kinofassung, so dass zu diesem kein Bezug mehr in den Extras genommen wird. Das gleiche betrifft den englischen Ton, der von der US-Kinofassung stammt. Beide Tonspuren sind altersbedingt extrem mitgenommen. Fangen wir mit der deutschen Synchronfassung an, die sehr dumpf klingt und Probleme in der Verständlichkeit bereitet. Oft werden ganze Passagen so undeutlich wiedergegeben, dass man nur erraten kann, was eben gesprochen wurde, was auf Dauer doch etwas anstrengend wird. Positiv fällt aber auf, dass keine Überlagerungen aufkommen und die Dialoge nicht noch weiter beeinträchtigt werden. Der englische Ton klingt zwar wesentlich klarer, neigt aber zu extremen Verzerrungen, welche die ohnehin schon blecherne Tonspur zusätzlich ihrer guten Verständlichkeit berauben. Diese ist aber noch wesentlich besser als in der deutschen Fassung. Hintergrundrauschen ist in beiden Tonspuren auszumachen, in der deutschen Fassung aufgrund des dumpfen Tons aber nur unterschwellig wahrzunehmen.
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Extras
Extras
  • Deutsche Kinofassung (81:23 Min.)
  • US-Kinofassung (79:28 Min.)
VerpackungKeepcase
 Bonusmaterial gibt es in Form von zwei weiteren Filmfassungen. Da wäre zum einen die deutsche Kinofassung, welche im Letterboxformat 1,54:1 vorliegt und qualitativ noch schlechter ausfällt als die Hauptfassung des Films. Es fällt vor allem das sehr weiche Bild auf, bei dem man nicht mehr von Schärfe sprechen kann. Zahlreiche analoge Defekte und Schmutzpartikel sind ebenso vertreten, wie auch deutliche Blockbildung durch die Kompression. Der Schwarzwert ist als solcher nicht vorhanden, denn er zeigt nur graue Flächen und lässt den ohnehin schlechten Kontrast noch schlechter aussehen. Die Farben wirken etwas matt, sind aber das einzig Positive an dem Bild. Die Bildqualität der US-Kinofassung ist identisch zu der der Savoy-Fassung. Zum Ton wurde alles bei der Tonbewertung gesagt.
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Fazit
Wie viel Freude man in der Steinzeit haben konnte, beweist der namentlich dritte Teil von "Als die Frauen noch Schwänze hatten". Sicherlich ist der deutsche Filmname nur ein Produkt der Titelschmiede des Anbieters und dürfte einigen wohl eher unter "Wenn Frauen Ding Dong spielen" oder "Als die Frauen das Bett erfanden" bekannt sein. Dabei ist die Umbenennung gar nicht mal verkehrt, handelt es sich doch um eine Weiterführung bzw. ein leicht abgewandeltes Remake des Klassikers mit Senta Berger und Giuliano Gemma.
Wieder ist es soweit, dass sich zwei Völker bekriegen und mit dem typischen italienischen Humor, der meist nach der Holzhammer-Methode funktioniert, keinen Stein auf dem anderen lassen. Verantwortlich für diesen Trash oberster Güte ist Bruno Corbucci, der für einige Bud Spencer und Terence Hill-Filme verantwortlich war und mit viel Haudrauf und Slapstick auch den Steinzeitmenschen neues Leben einhaucht. Neben Keilereien darf auch eine Portion Sex nicht fehlen, schließlich muss die Weltbevölkerung noch gut anwachsen, sonst wären wir, wehrte Leser, heute sicher nicht ein Teil eben dieser. Wobei Sex in der damaligen Zeit noch kein wirklicher Begriff gewesen ist und stattdessen liebevoll "Ding Dong" genannt wurde. Diese Ding Dong-Spiele sind aber eher Nebensächlichkeit, da von ein paar blanken Busen abgesehen in diesem Bereich Zurückhaltung angesagt ist. Hauptsächlich werden diverse Slapstickelemente mit steinzeitlichen Kloppereien verbunden, deren Grund die schöne Listra ist. Der Name dieser Dame kommt nicht von ungefähr, schließlich nutzte Corbucci zusammen mit seinem Kompagnon Massimo Felisatti für ihr Drehbuch die klassische Komödie "Lysistrata" des griechischen Dichters Aristophanes. Natürlich ist dieser Klassiker weitaus intelligenter ist als sein Pendant aus der Steinzeit. Für gute Unterhaltung ist trotzdem gesorgt, falls man nichts gegen dumme Dialoge, die meist mit einer gewissen Doppeldeutigkeit versehen sind, einzuwenden hat. Selbst Erfindungen wie der Bumerang oder eine Wippe bekommen bei diesem Film eine ganz neue Bedeutung. Die männlichen Darsteller agieren alle gleich und das schön doof, da brauch man einzelne Personen nicht hervorzuheben. Als weiblicher Hauptpart konnte Nadia Cassini (Interner Link"Der Idiotenzwinger", Interner Link"Flotte Teens und Sex nach Noten") engagiert werden, die zwar nicht ganz die Qualität einer Senta Berger aufweist, aber dennoch nett anzusehen ist. Der anspruchsvolle Filmfreund wird sich bei dieser Aneinanderreihung von debiler Komik sicher mit Grauen abwenden, doch für Freunde trashiger Komödien (mit Seltenheitswert: aus der Steinzeit) ist "Als die Frauen noch Schwänze hatten 3" genau das Richtige.

Gleich in dreifacher Ausführung ist der Film auf der DVD aus dem Hause Savoy zu finden. Ungeschnitten ist keine, dies gleich vorweg, denn bei der Savoy-Fassung handelt es sich um eine selbst gebastelte Fassung des Anbieters, für die als Bildmaster die US-Kinofassung und als Tonmaster die deutsche Kinofassung herhalten musste. Da beide Fassungen aber unterschiedliche Formate und zudem auch andere Szenen aufweisen, war es nicht möglich zumindest den deutschen Ton über das Bildmaster der US-Fassung zu legen. Die italienische TV-Fassung stellt mit knapp 10 Minuten mehr Laufzeit zur deutschen Kinofassung die einzige ungekürzte Fassung dar, ist aber leider nicht Bestandteil dieser Veröffentlichung. Vergleicht man aber die beiden Kinofassungen, zeigt sich ein Großteil dieser 10 Minuten als belangloser Nonsens. Um es dem Kunden möglichst recht zu machen, befinden sich also drei verschiedene Fassungen auf der DVD. Qualitativ muss man deutliche Abstriche hinnehmen, aber zumindest besteht die Möglichkeit, diesen trashigen Steinzeitschinken in die Sammlung zu stellen, wenn man mit dem Genre etwas anfangen kann.



Bilder der DVD




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