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USA 2002
Originaltitel:Last House On Hell Street
Alternativtitel:Beyond the Last House On the Left
Länge:70:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Not Rated
Regie:Robin Garrels, John Specht
Buch:Robin Garrels
Kamera:Jeff Atwater
Musik:David Burnett, Robin Garrels
SFX:John Specht, Katrina Specht
Darsteller:Leah Schumacher, Schmack Virgin, Robin Garrels, John Specht, Derek Simmons, Andy Byrd
Vertrieb:Sub Rosa
Norm:NTSC
Regionalcode:0



Inhalt
Innerhalb des kleinen Hauses, welches tief in den Wäldern versteckt steht, befindet sich eine teuflische Macht. Es kann die Seele eines Menschen übernehmen und dessen Geist in den Wahnsinn treiben. Kyle (Schmack Virgin) verfällt eben diesem Einfluss und wendet sich alsbald gegen seine Geliebte Jessica (Leah Schumacher). Er verschleppt sie in den Keller, wo er sie physisch und psychisch quält. Jessica ist verloren im Wahnsinn ihres dämonischen Gegenübers, erhält aber Hilfe durch den Geist von Kyles verstorbener Mutter (Robin Garrels). Doch um Kyle aufzuhalten, bedarf es irdischer Mächte, die in Form von Jessicas Bruder naht ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormNTSC
 Durch die vielen Verfremdungen ist beinahe gelungen, den Videolook herauszufiltern, die Realaufnahmen zeugen aber immer noch von der leicht überbelichteten und farblich etwas schwächeren ursprünglichen Aufnahmeart. Die Kompression arbeitet generell recht ordentlich, nur im Detail werden Blockbildung und unsaubere Kanten deutlich, ebenso wie stets eine starke Treppenbildung auftritt, die möglicherweise schon vom Ausgangsmaterial stammt. Die Schärfe ist auf gewohntem Niveau eines Lowest-Budget-Filmes, die deutlichen Ghosting-Effekte wären aber sicherlich vermeidbar gewesen. Insgesamt eine durchschnittliche Qualität, die für sich allein sowieso nicht besonders aussagekräftig ist, da es offensichtlich nicht das Ziel war, ein möglichst homogenes Bild zu erschaffen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Die englische Tonart bereitet mit ihren dämonisch verzerrten Dialoge einige Male Verständnisprobleme, weswegen hier Untertitel angebracht gewesen wären. Vor allem da die Geschichte hauptsächlich durch eine Person direkt erzählt wird, ist das Ausbleiben der Untertitel ärgerlich. Der Ton selbst überzeugt auf voller Linie, ist er doch für eine kleine Produktion erfreulich klar und im Rahmen des Stereotons druckvoll. Es gibt hin und wieder Momente, die durch einen etwas schwächeren Liveton oder eine dumpfe Musikeinspielung etwas aus dem Rahmen fallen, insgesamt ist das Ergebnis hierbei aber ordentlich ausgefallen. Auch bereitet es hier keine Probleme, die Stereosignale klar herauszuerkennen, weil die Front oft eine weiträumige Vorstellung abgibt.
 +++---

Extras
Extras
  • Stills Gallery (8 Bilder)
  • Bonus Shorts:
    • Vision (4:05 Min.)
    • Chokehold (15:17 Min.)
  • Trailer:
    • I Spit On Your Corpse, I Piss On Your Grave (2:34 Min.)
    • Insaniac (1:45 Min.)
    • The Christmas Season Massacre (2:45 Min.)
  • Hidden Feature
 Neben einigen Trailern und dem standardmäßigen Hidden Feature enthält die DVD zwei Kurzfilme. "Vision" handelt vom fatalen Ende einer undurchsichtigen Beziehung und ist auf Grund der kompakten Handlung (Laufzeit ca. 3 Minuten) und des ruppigen Schlusspunktes sehr zu empfehlen. "Chokehold" handelt von einem drogenabhängigen Mädchen, welches die familiären Probleme der Vergangenheit und ihren Alltag zu bewältigen versucht. Hier ist sehr bald ziemlich absehbar, worauf der moralische Zeigefinger tippt und wie es enden wird, trotzdem aber sehenswert.
 +-----

Fazit
"Last House On Hell Street" bedeutet mehr als pure Effektschinderei vor billiger Kulisse, sondern gleicht einem Experimentalwerk, bei dem sich der Zuschauer fühlen wird, als wälze er sich in einem einstündigen Fiebertraum. Bereits das 8minütige wirre Bildergeflecht von Momentaufnahmen und verwackelten, unscharfen Schemen, welches durch die Bearbeitung und Bildalterung den starren Objekten ein Eigenleben verschafft und sich Intro nennt, zeigt auf ein Werk, welches von den sonstigen Sehgewohnheiten mit Sicherheit abweichen wird. Verfremdete Naturaufnahmen und überlagernde Symboliken (z.B. die Uhr) lassen Parallelen zu den bedrohlichen Wäldern von Interner Link"Tanz der Teufel" aufkommen, die abgebrochene, stückweise Narration könnte aber wieder am ehesten aus einem Videoclip stammen. Darüber erstreckt sich ein vordergründiger Score, ohne den "Last House On Hell Street" wohl nur ansatzweise eine derart geheimnisvolle und morbide Ausstrahlung gelungen wäre. Vergleiche zu seinem namentlichen Vorbild, der Underground-Terrorikone Interner Link"Last House On Dead End Street", sind natürlich auch angebracht, obwohl dieser trotz teils surrealen Charakter noch etwas bodenständiger in Erscheinung trat. Möglicherweise entsteht nicht der unvorbereitete Gewaltausbruch wie bei Watkins Beitrag zum frühen Psychoschocker, da hierbei die Atmosphäre auf lange Sicht vorbereitet und zelebriert wird, dies sollte man aber keineswegs als Nachteil werten. Die Folterungen sind mindestens ebenso eindrucksvoll und verursachen dank eines schreifreudigen Opfers (zuvor sind die wenigen Akteure der Stilistik des Films leider nur selten gewachsen) ein intensives Unwohlsein beim Zuschauer. Nicht zuletzt wegen dieser Szenen und weniger Gore-Einlagen dürfte es "LHOHS" in Deutschland mit Sicherheit schwer haben, obwohl physische Misshandlung weit hinter der Zeigefreudigkeit vieler anderer Amateurhorrorfilm steht.
Dieses Projekt ist zeichnet sich weniger durch seine Geschichte als durch seine Ausdrucksstärke aus und kann wahrscheinlich deswegen gegenüber vorher von mir angetesteten Sub Rosa-Titeln sehr empfohlen werden. Aber Achtung: Es ist trotz alledem immer noch ein kleiner Amateurfilm. Die DVD kränkelt ein wenig an der Videotechnik, Bild und Ton dürften insgesamt aber zufrieden stellen.



Bilder der DVD




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NewsNeues zu "Last House On The Left" (Remake)
Last House On Hell Street
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