Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
D, CAN, UK 1986
Originaltitel:Little Vampire, The
Länge:318:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:René Bonnière
Buch:Angela Sommer-Bodenburg, Richard Nielsen
Kamera:Phil Kavanagh, Bill Whincup
Musik:Jim Gray, John Mills-Cockell
Darsteller:Joel Dacks, Gert Fröbe, Michael Gough, Jim Gray, Michael Hogan, Susan Hogan, Christopher Kent, Marsha Moreau, Lynn Seymour, Christopher Stanton
Vertrieb:ARD Video
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:29.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Der kleine Vampir Rüdiger (Joel Dacks) langweilt sich in seiner Gruft fast zu Tode. Er erhebt sich also und fliegt unmotiviert umher. Wehmütig beobachtet er den "echten" Jungen Anton Bohnensack (Christopher Stanton) wie er vom Turnen abgeholt wird. Er möchte ihn jetzt unbedingt kennen lernen - und fliegt mitten in der Nacht zu ihm. So geschieht das Unfassbare: Ein Vampir und ein Junge werden Freunde - obwohl der eine erst 10 ist und der andere schon 146 Jahre zählt. Antons Menschenfamilie und Rüdigers Vampirsippe stellen sich zwar quer, doch beide lasen sich nicht von ihren gemeinsamen Nachtflügen abbringen. Dort begegnen sie Gefahren wie Knoblauch, Regen oder dem fiesen Vampirjäger Geiermeier (Gert Fröbe) ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Auch wenn in diversen Kritiken im Netz über die Qualität gemosert wird, darf ich an dieser Stelle vorweg nehmen, dass sich gegenüber der TV-Ausstrahlung kein großer Unterschied bemerkbar macht und das Vollbild weitestgehend identisch ist. Denn damals wie auch bei der nun erhältlichen DVD-Auswertung leidet der Transfer unter einer unzureichenden Schärfe, die das Bild sehr weich macht und Details sowie Konturen dementsprechend nur sehr wenig in Erscheinung treten lässt. Die Farben wirken kraftlos und teilweise etwas zu matt, was auch dem milchigen Gesamteindruck anzulasten wäre, wodurch auch der Kontrast beeinflusst wird. Möglicherweise sind dies Attribute, welche durch Rauschfilter entstanden, die schon zur Erstellung der TV-Master Anwendung fanden. Bildrauschen selbst ist nicht auszumachen, wodurch diese These unterstützt wird. Dennoch können wir dem Bild eine solide Bildqualität zusichern, so wie man sie auch in Erinnerung hat, wenn man die Möglichkeit hatte, den kleinen Vampir auch im Fernsehen zu sehen. Somit wird das Bild in Anbetracht eines Alters- und Seltenheitsbonus mit drei Punkten bewertet.
 +++---

Ton
FormateDeutsch, Englisch
SpracheDolby Digital 2.0 (Mono)
Untertitel-
 Die Tonspuren liegen beide in Mono vor, was bei einer Fernsehserie von 1986 nicht weiter verwundert. Es ist wirklich erfreulich, dass ARD Video auch den englischen Ton zur Verfügung stellte, womit man nun Anton, Rüdiger und den Rest endlich auch im Original genießen kann. Vergleicht man beide Tonspuren miteinander, fällt auf, dass die deutsche Synchronisation die Zeit besser überstanden hat und wesentlich sauberer klingt. Das soll aber nicht heißen, dass der O-Ton schlecht wäre, denn beide Fassungen sind sehr deutlich zu verstehen. Es liegt hauptsächlich daran, dass die Dialoge in der deutschen Fassung etwas im Vordergrund stehen und der O-Ton über ein natürlicheres Klangbild verfügt und von einem leichten Rauschen begleitet wird. So bleibt zu sagen, dass alles, was im Bereich Mono bei einer TV-Produktion möglich war, auch genutzt wurde, da auch die Dynamik überzeugt.
 ++----

Extras
Extras
  • Der Kleine Vampir hat auch eine Mutter (14:30 Min.)
  • Trailershow (4:40 Min.):
    • Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt
    • Pogo 1104
    • Mandara
    • Der Schatz im All
VerpackungMediabook
 Neben einer handvoll Trailer zu weiteren Veröffentlichungen des Anbieters hat man auch die zur TV-Ausstrahlung von "Der kleine Vampir" entstandene Dokumentation "Der kleine Vampir hat auch eine Mutter" aus dem Jahre 1986 mit als Bonus auf die DVD gepresst. Dabei handelt es sich um ein längeres Interview mit Angela Sommer-Bodenburg, in dem sie von ihrem Werdegang und der Idee zum kleinen Vampir berichtet. Ein schönes Zeitdokument mit interessanten Informationen. Im Mediabook befindet sich auch noch ein 8-seitiges Booklet mit Angaben zu den Darstellern und der Songtext zu "They can see in the dark" von Jim Gray.
 +-----

Fazit
"Der kleine Vampir" sollte eigentlich jedem ein Begriff sein, entweder als Jugendbuchreihe oder durch zwei Fernsehserien sowie einem Kinofilm. Kenner geben natürlich der ersten Serie von 1986 den Vorzug, da diese den Geist der Buchreihe am Deutlichsten einfängt und eigentlich alles vorzuweisen hat, um gute Unterhaltung zu garantieren. Basierend auf die ersten beiden Bücher "Der kleine Vampir" und "Der kleine Vampir zieht um" von Angela Sommer-Bodenburg gehören Rüdigers Abenteuer mit zu besten Fernsehserien, die je über den Bildschirm liefen. Dies ist nicht nur den ohnehin wirklich tollen Büchern zu verdanken, die mit dem vor kurzem erschienenen 20. Band den Abschluss einläuteten, sondern vor allem auch den charismatischen Darstellern. Dies gelang weder der nachfolgenden Serie von 1993 noch dem Kinofilm, die zwar kindgerechte Unterhaltung zu bieten hatten, aber vom Charme der Originalserie meilenweit entfernt waren. Joel Dacks überzeugt vollkommen in der Rolle von Rüdiger von Schlotterstein, und man kann sich auch gar keinen anderen Darsteller für diese Rolle vorstellen. Dacks spielt nicht Rüdiger, durch seine Gestik und Mimik darf man behaupten, dass er diese Rolle lebt. In seinem traurigen Blick vermischt sich Charme und Witz, genau so, wie es Angela Sommer-Bodenburg in ihren Büchern beschrieb. Mit Jim Gray, der auch für den genialen Titelsong "They can see in the dark" verantwortlich ist, hätte man keinen bessern Lumpi aussuchen können, was beweist, dass man selbst die kleinsten Nebenrollen vortrefflich besetzte, was ebenfalls bei Christopher Stanton als Anton, Marsha Moreau als Anna, Rüdigers und Lumpis Schwester deutlich wird. Auch wenn "Der kleine Vampir" mit weiteren großen Namen wie Michael Gough und Lynn Seymour auftrumpfen kann, darf ein Name nicht vergessen werden: Gerd Fröbe. Einst jagte er als Interner Link"Goldfinger" James Bond, nun ist er auf der Jagd nach Vampiren, denn er verkörpert niemand anderes als Geiermeier. In dieser Rolle darf der Charakterdarsteller eine skurrile aber sehr liebenswerte Vorstellung abgeben. Auch Regisseur René Bonnière versteht sein Handwerk, denn er versteht im Zusammenspiel mit Score und Kamera eine tolle Atmosphäre aufzubauen. Selbst wenn es etwas gruseliger wird, wird die Handlung mit genügend Humor versorgt, um keinen der kleinen oder großen Zuschauer zu ängstigen.

Man sieht der Serie deutlich an, wieviel Liebe zum Detail in die Umsetzung vom Roman zur Serie gesteckt wurde, denn selbst nach über 20 Jahren kann es "Der kleine Vampir" mit heutigen Produktionen spielend aufnehmen und dürfte immer noch origineller ausfallen. Aufgrund diverser Urheberrechtsstreitigkeiten war es nicht sehr wahrscheinlich, dass jemals eine Auswertung für das heimische Wohnzimmer erfolgen könnte - bis zum jetzigen Zeitpunkt. ARD Video veröffentlicht die komplette Serie in einem schicken Mediabook mit Schuber. Aus persönlicher Sicht eine der sehnlichst erwarteten Serien, wobei ich sicherlich auch für viele andere große und kleine Kinder spreche. Definitiv einer der wichtigsten DVD-Veröffentlichungen im Jahre 2008!



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.