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USA 1989
Originaltitel:Cannibal Women in the Avocado Jungle of Death
Alternativtitel:Kannibalinnen im Avocado-Dschungel des Todes
aka. Jungle Heat
aka. Piranha Women in the Avocado Jungle of Death
aka. Kannibalinnen im Advocado-Dschungel
aka. Im Dschungel der Avocados
Länge:85:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:J.F. Lawton
Buch:J.F. Lawton
Kamera:Robert G. Knouse
Musik:Carl Dante
SFX:Patty Beigel, Peggy Teague
Darsteller:Shannon Tweed, Bill Maher, Karen M. Waldron, Adrienne Barbeau, Brett Stimely, Barry Primus, Jim McKrell, Paul Ross, Vicky Varner, Alan David Gelman, Pat Crawford Brown, Christopher Doyle
Vertrieb:Movie Power / KNM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:18.09.2008 (Kauf)



Inhalt
Im berüchtigten Avocado-Dschungel in Kalifornien sind nicht nur halbe Bataillone Soldaten spurlos verschwunden, auch die vermisste Wissenschaftlerin Francine Kurtz wird hier vermutet. Einer Legende zufolge leben in dieser Wildnis die Piranha-Amazonen, die Männer nach dem Liebesspiel töten und verzehren. Die Regierung schickt Dr. Margo Hunt und ihre Assistentin Bunny ins Avocado-Dreieck, um das Rätsel zu lösen. Margo erreicht nach gefahrvollsten Abenteuern nicht nur, dass Francine Kurtz die erworbene Herrschaft über die Amazonen genommen wird, sie verbindet auch die verfeindeten Piranha-Frauen mit dem Barracuda-Amazonen und verschafft sich selbst noch den langersehnten Mann.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Vom Vollbild sollte man nicht allzu viel erwarten, denn zum einen hat der Film schon einige Jahre auf dem Buckel und zum anderen stand nicht das größte Budget beim damaligen Dreh zur Verfügung. Die Farben wirken zwar natürlich, doch ist die Intensität über die Laufzeit gesehen etwas wechselhaft ausgefallen. Auch der Kontrast liefert keine optimalen Ergebnisse, da es in einigen wenigen Szenen wirkt, als ob ein milchiger Schleier vorhanden wäre. Aber weder in dunklen, noch in hellen Bildbereichen kommt es zu Beeinträchtigungen. Bildrauschen gibt es nur leicht im Hintergrund, dafür hat aber die Kompression mit einer leichten Artefaktbildung zu kämpfen. Die Schärfe bewegt sich im moderaten Bereich mit deutlichen Abstufungen im Detail und szenenabhängigen Unschärfen, wodurch diese Schwankungen etwas stören. Bildfehler sind nicht vorhanden, doch tauchen gelegentlich kleinere Verschmutzungen auf. Alles in allem aber eine passable Qualität, die dem Film gerecht wird und von der man auch nicht wirklich mehr erwartet hätte.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Sowohl die deutsche Synchronfassung als auch das englische Original liegen in Dolby Digital Surround vor, was man nicht erwartet hätte. Prinzipiell machen beide Tonspuren ihre Sache recht ordentlich, klingen bedingt durch die Tonart frontlastig. Räumlichkeit wird hier lediglich durch den Score und dezente Hintergrundgeräusche erzeugt, wobei der Effekttbereich überwiegend ruhig ist, was man auch vom Subwoofer behaupten kann. Im direkten Vergleich der beiden Tonspuren klingt der Originalton aber wesentlich natürlicher, da man bei der Synchronfassung einen etwas unnatürlichen Hall vernimmt, der die Dialoge auch minimal auf die Rears transportiert. Scheinbar wurde im Tonstudio etwas bei der Abmischung nachgeholfen, um eine Stereospur auf Surround aufzupeppen. Beide Tonspuren klingen aber sauber und sind zu jeder Zeit gut zu verstehen. Defekte oder Störgeräusche sind genauso wie deutsche Untertitel nicht vorhanden.
 +++/--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:06 Min.)
  • Trailershow:
    • Attack of the 60 foot Centerfold (1:06 Min.)
    • Avalanche (1:55 Min.)
    • Death Race 2000 (0:59 Min.)
    • Death Sport (1:00 Min.)
    • Car Crash Auto (2:03 Min.)
    • Car Crash Auto 2 (0:58 Min.)
    • Car Crash Auto 3 (2:45 Min.)
VerpackungKeepCase
 Bonus gibt es nur in Form des Originaltrailer und noch ein paar Trailer zu weiteren Veröffentlichungen des Labels.
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Fazit
"Kannibalinnen im Dschungel des Todes" versteht sich als leichte Trash-Komödie, die insbesondere die Interner Link"Indiana Jones"- und Kannibalenfilme behandelt, aber nicht mehr als meist lahme Gags und eine seichte Handlung vorweisen kann. Troma hätte mehr draus gemacht, auch wenn man vom Titel an Troma erinnert wird - leider kein tiefschwarzer Spaß Lloyd Kaufmans. Dabei ist die Story total Banane: Avocadopflücker und bekannte Wissenschaftlerin verschwinden und rhetorisch scharfzüngige Professorin einer Frauen-Uni, die u.a. das Thema Feminismus abhandelt, wird auf Expedition ins Kannibalinnen-Reservat geschickt; im Schlepptau eine hirnlose Studentin und einen machohaften Trottel - der einzige Mann ohne Furcht vor den sexy Kannibalinnen.

Diese sind kurz auch nackiges, optisches Highlight in dem sichtbar preisgünstig gemachten Film. Wo gab es Budget? Hm, also Drehort im echten Dschungel? Nein. Bauten der Kannibalenhäuser oder einigermaßen sehenswerte Kostüme? Nein. Gute Darsteller? ... usw. Alles wirkt wirklich sehr Low Budget, selbst der Angriff eines Krokodils(?) geschieht quasi im Off. Lediglich eine hautnahe Begegnung mit einem Tiger weckt Erinnerungen an die Subtropen. Dass keine wirkliche Spannung aufkommt, ist klare Sache, es gibt ja nun nichts wirklich spannendes außer vielleicht ein, zwei Minuten gegen Ende. Nicht einmal bei den Effekten kommt man zum Zug, Troma hätte da sicher mehr in die Vollen gegriffen. So ist die Machart trotz Querverweise zum Kannibalenfilm recht harmlos, außer einem Pfeil- und Bogen-Angriff gibt es keine dargestellten Gewaltszenen, der Kannibalismus ist gar nur leicht angedeutet. Actionszenen, sofern sie überhaupt so zu nennen sind, sind auch für einen "Abenteuer"-Strang ziemlich lau. Irgendwie weder Fisch noch Fleisch und kein verquerer Genremix, der es hätte sein können. Im letzten Drittel kommt der Bezug zum Alternativtitel "Jungle Heat" zur Geltung, denn die Blockhütten der Piranha-Frauen sind eine kleine Festung im WIP-Style - inhaltlich aber das einzige Versatzstück dieses Sub-Genres.

So darf man vornehmlich die Darsteller in ihren tumben Rollen sehen. Die Feministin drückt dem Typen Sprüche auf, schwingt in ihrem femininem Gedankentum. Er ist sowieso gegen alle Frauen. Die tumbe Studentin hat Kosmetikköfferchen mit und stylt sich nur; nebenbei denkt sie, dass dies "Disneyland" sei - herrlich doof. Lediglich Adrienne Barbeau als verschollene Dr. Kurtz, Leiterin des Damen-Stammes, kann in ihrer Darstellung überzeugen. Abgesehen von einigen ganz netten Gags ist der Film gar nicht mal so witzig - jedenfalls an gewolltem Humor. Manche rare Slapstick-Szene oder Idee ist trotzdem ganz nett. Besonders der benachbarte Dschungel-Stamm, der aus strickenden Männern besteht(!), ist sehenswert und als der Macho sie mit Bier und Baggersprüchen wieder auf den "rechten Weg" führt, ist schon ganz witzig, doch auf Dauer nervt der Typ mit seinem Gehabe etwas. Woanders hätte er den Badeausflug im Kochtopf nicht überlebt, hätte nicht geschadet. Dass er am Ende das tumbe Girl bekommt, kann man ihm wie die vielen feministischen Reden nachsehen. Auch zieht sich alles, denn trotz 85 Minuten Laufzeit entstehen manchmal Längen. Man hätte wie gesagt wirklich mehr aus dem Stoff machen können. Vielleicht mit Bier noch ein kleiner Kracher und mit der sicher peinlich passenden deutschen Synchro ist es nüchtern für Trash-Freunde nur bedingt zu empfehlen.



Bilder der DVD




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NewsFull Moon-Titel von MIG / Movie Power
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