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KR 2005
Originaltitel:Namgeuk-ilgi
Alternativtitel:Antarctic Journal
Länge:115:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Pil-Sung Yim
Buch:Pil-Sung Yim, Joon-ho Bong
Kamera:Jeong-hun Jeong
Musik:Kenji Kawai
SFX:E.O.N.
Darsteller:Kang-ho Song, Ji-tae Yu, Hee-soon Park Yoon Jae-Moon, Duek-mun Choi, Sam Hammington, Hye-jeong Kang, Kyeong-ik Kim
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.09.2008 (Verleih) / 16.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Sechs Männer brechen auf, zu Fuß das Unmögliche zu schaffen:
Ihr Ziel: Der Pol der Unzugänglichkeit.
Lage: 82°08' südlich und 54°58' östlich mitten in der Antarktis.
Temperatur: bis Minus 80°Celsius.
Doch die Natur ist nicht ihr größter Feind.

Kurz nachdem sie das Tagebuch einer verschollenen britischen Expedition von 1922 finden, beginnt die weiße Hölle ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein Mitglied des Teams verschwindet spurlos in einem Schneesturm, der Kontakt zu ihrem Basislager bricht ab und die Phantome der Antarktis beginnen mit ihnen zu spielen ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Qualität der Produktionslogos soll keine Aussage über die wesentlich bessere Qualität des Films geben. Das im Format 2,35:1 verpackte, anamorph kodierte Bild schlägt sich prächtig. Dazu muss man bedenken, dass die Schneemengen und die erschwerenden Umstände wie Schneestürme dem Bild nicht zusetzen, sondern sehr gut umgesetzt wurden. Man kann also davon sprechen, dass der Kontrast sich den Bedingungen anpasst und das Bild glasklar gestaltet. Auch die Farben scheinen nicht verfälscht und ein Rauschen wird nur unterschwellig wahrgenommen, was sich gerade bei den Schneemassen als sehr positiv erweist. Während man den meisten Aufnahmen eine durchweg gute bis sehr gute Schärfe attestieren kann, existieren auch ein paar kleine Mängel: Der Schwarzwert wehrt sich vehement dagegen, wirklich ein sattes Schwarz zu erreichen. Besonders deutlich wird dies in den etwas grünstichigen Zeltaufnahmen, was sicherlich durch den Lichteinnfall der Zeltplane auftritt. Ghosting tritt zwar nicht auf, richtig weich sind Bewegungen (z.B. der Schwenk im Intro über die Wanderer) aber auch nicht. Das durchweg sehr gefällige Bild kann durch diese Punkte aber kaum angegriffen werden.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Es ist erstaunlich, wie leicht es dem Film gelingt, den Zuhörer in ein atmosphärisches und dichtes Klangbild einzubetten. Es mag sich zwar erstmal langweilig anhören, wenn 6 Männer durch die Eissteppe ziehen, aber beim Dolby Digital 5.1-Ton wird damit ein hohes Niveau erreicht. Besonders die sehr authentisch wirkenden Windgeräusche lassen oft die Kälte spüren, in der die Protagonisten gefangen sind. Dazu kommt eine atmosphärische, sehr dezente Einbringung des Scores, der beim Hauptthema ein Klanggewalt entfesselt, die mitfiebern lässt. Mag sein, dass der koreanische Ton noch etwas lauter klingt (weswegen die abhallenden Paukenschläge noch wuchtiger den Bass beben lassen), ein differenziertes Klangbild bietet er aber nicht. Gefallen wird man auch an der Dynamik finden, die trotz der vermeintlich wenigen Einsatzmöglichkeiten einiges zu leisten vermag. Trotz der fehlenden Extremschocks wird der Zuschauer mitgerissen, was 5 Punkte wert ist.
 +++++-

Extras
Extras
  • Dt. Trailer (1:58)
  • Originaltrailer (1:58 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • The Eye: Infinity (2:33 Min.)
    • Km. 31 (1:50 Min.)
    • Highlander: The Source (1:45 Min.)
    • King Of California (2:12 Min.)
    • Possessed (1:36 Min.)
    • Die Borgias (1:26 Min.)
    • Alatriste (1:33 Min.)
    • Elizabeth I (1:44 Min.)
VerpackungKeepCase
 Nur zwei Trailer, obwohl es gerade interessiert wäre zu erfahren, wie der Dreh bewerkstelligt wurde.
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Fazit
Interner Link"30 Days Of Night" und Interner Link"Frostbite" waren als Vampirfilme dank dem unterkühlten Schauplatz schon sehr unterhaltsam, Interner Link"Cold Prey" in der winterlichen Berghütte sogar sehr gruselig, warum also nicht dieses Schema noch weiter verfeinern und eine Expedition an einen Ort schicken, wo das Wetter noch unwirtlicher und Hilfe aussichtslos ist? Der koreanische "Das Phantom aus dem Eis" geht genau das an und spricht dabei Urängste des Menschen an. Die Expeditionsmitglieder, bestehend aus anfangs gutgelaunten Männern, muss sich ihrem Ziel ohne Rücksicht auf Verluste nähern, denn es gilt einen Zeitplan einzuhalten, sonst finden sich bald alle im antarktischen Winter wieder, also der orientierungslosen Dunkelheit.
Wie man sich vorstellen kann, schlägt die ewig weiße Wüste auf das Gemüt der Männer um. So entstehen bald erste Unstimmigkeiten, kleinere Zwiste, die, nachdem einer der Männer im Schnee verloren ging, in Antipathien und später in Rivalitäten umschlagen. Somit sind die dramatischen Vorgänge nicht auf ein Monster zurückzuführen, sondern auf die angeschlagene Verfassung der Menschen. "Das Phantom aus dem Eis" kokettiert aber durchaus mit der Möglichkeit eines Eismonsters. Wenn beispielsweise einer der Männer in eine tiefe Eisspalte abstürzt, sieht er unten so etwas wie ein Lichtflackern, das von einer Kreatur stammen könnte. Viel intensiver als diese Bedrohung ist aber die psychische Anspannung, wenn der Verunglückte zwar 30 Meter über sich noch das Licht der Sonne sehen und seine Kameraden hören kann, sich aber gewiss ist, dass in dieser Einöde keine Rettung für ihn möglich ist. Grundsätzlich schafft es die koreanische Produktion immer wieder durch solche oder ähnliche Motive den Zuschauer zu gruseln, ihm Unbehagen zu bereiten und ihm zu vermitteln, dass er mitsamt der Charaktere längst einen Punkt überschritten hat, für den es noch ein Zurück gab. Später spielt der besonders der drohende Wahnsinn der verbleibenden Mitglieder eine Rolle, die so nah am Abgrund stehen, dass sie Dinge sehen, die möglicherweise gar nicht existieren. Sie wandeln auf den Spuren einer Expedition, die dieses fortwährende Trauma bereits 80 Jahre zuvor durchgemacht hat und deren zurückgelassenes, unheimlich bebildertes Tagebuch die Vermutung zulässt, dass es keiner von ihnen zurück nach Hause geschafft hat. Darüber hinaus wurde der Film erstklassig besetzt, so dass sich die Angst und die Psychosen in den Gesichtern der erschöpften Charaktere widerspiegelt. Somit erreicht "Das Phantom aus dem Eis" eine Intensität, die vielen Horrorfilmen vorenthalten bleibt. Ein Abenteuerfilm ist er zwar nicht, weil sehr früh die gute Laune umschwingt, aber die Naturaufnahmen, so schlicht die Szenerie auch sein mag, dürften einmalig sein und vermitteln perfekt den unheimliche Stimmung, dass sich der Mensch in eine Gegend vorgewagt hat, in der er längst keine Rolle spielt. Die Natur ist hier der Herrscher und der Mensch lediglich eine Randerscheinung, die schnell unter der Schnee- und Eisdecke begraben wird und in Vergessenheit gerät.

Die ordentlich aufbereitete DVD wird jedem Fan intensiver Spannung wärmstens ans Herz gelegt. Durch die Aufmachung des Covers wird jedoch nicht ganz die Ausrichtung und Qualität vermittelt und das Bonusmaterial ist beschämend dünn gesät.



Bilder der DVD




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