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USA 2005
Originaltitel:Feast
Länge:83:17 Minuten (gekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:John Gulager
Buch:Marcus Dunstan, Patrick Melton
Kamera:Thomas L. Callaway
Musik:Stephen Edwards, Tom Erba
SFX:Kevin Pike
Darsteller:Navi Rawat, Krista Allen, Balthazar Getty, Judah Friedlander, Jenny Wade, Duane Whitaker, Josh Zuckerman, Eileen Ryan, Clu Gulager, Anthony 'Treach' Criss, Eric Dane, Chauntae Davies, Diane Goldner, Somah Haaland, Tyler Patrick Jones, Jason Mewes, Mike J. Regan, Henry Rollins, Gary J. Tunnicliffe
Vertrieb:Senator / Universum Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:22.09.2008 (Verleih) / 22.09.2008 (Kauf)



Inhalt
West Texas. Mitten in der Wüste. Eine neue Waffe wurde entwickelt. Nicht erkennbar. Nicht verfolgbar. Nicht zu stoppen. Und - lebendig! Bevor sie gegen Feinde eingesetzt wird, muss sie getestet werden. In absoluter Abgeschiedenheit, so dass niemand etwas davon mitbekommt - na ja, fast niemand: Ein zusammen gewürfelter Haufen von mehr oder weniger skurrilen Gästen tummelt sich in einer einsamen Bar in der Wüste. An einem verdammt normalen Abend, der sich als verdammt letzter Abend für die Barbesucher entpuppt.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Auf das Original-Bildformat müssen wir leider verzichten. So liegt die deutsche DVD im Open Matte-Format von 1,78:1 vor, bietet oben und unten etwas mehr Bildinformationen, während es die US-DVD bzw. HD DVD im Widescreenformat von 2,40:1 gibt. Die Schärfe ist zudem nicht wirklich überzeugend und so erscheint der Transfer durchweg etwas weich, teilweise unscharf und lässt deutlich an Plastizität missen. Dies liegt unter anderem am eher mäßigen Kontrast. Diesem fehlt es an einer ordentliche Durchzeichnung und einem satten Schwarzwert. Vielmehr sieht der Transfer dadurch blass aus und das Bild scheint aufgehellt worden zu sein, weshalb dunkle Flächen stets ins Gräuliche abdriften. Lediglich die Farbgebung darf als kräftig und satt bezeichnet werden und störendes Bildrauschen ist ebenfalls nicht wahrzunehmen. Die Kompression zeigt vor allem auf homogenen Flächen deutliche Unruhen und teilweise starke Blockbildung. Leider ein sehr enttäuschender Transfer, insgesamt viel zu unscharf und macht auf Großbildschirme nicht sonderlich viel Spaß zu schauen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Zumindest der Soundmix ist gut geworden und bietet uns einen stimmigen 5.1-Track mit sauber platzierten Effekten und einer guten Räumlichkeit. Wenn nötig darf der Subwoofer das Geschehen mit etwas Druck unterstützen und der Score, welcher mit einer ausreichenden Dynamik aus sämtlichen Boxen schallt, unterstützt die Atmosphäre im Film perfekt. Zudem werden die Umgebungsgeräusche sehr effizient ins Geschehen eingebracht, wobei wir uns bei den Schocksequenzen etwas mehr Druck und Aggression gewünscht hätten. So haut es einen zwar nicht direkt aus dem Sessel, es darf aber durchweg gefallen. Das selbe gilt auch für den nahezu identischen englischen 5.1-Mix, der sich lediglich bei den Dialogen etwas unterscheidet und subjektiv besser klingt. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Making Of (11:09 Min.)
  • Featurette "Blut und Eingeweide" (9:33 Min.)
  • Deleted Scenes (8:13 Min.)
  • Outtakes (3:01 Min.)
  • Trailer Deutsch/Englisch (2:05 Min.)
  • Trailershow:
    • Chasing Ghosts - Blutige Spuren (1:38 Min.)
    • Death Toll - Blugeld (1:56 Min.)
    • Outlaw (O-Ton) (2:05 Min.)
    • Das Waisenhaus (2:31 Min.)
    • Baxter - Der Superaufreisser (2:14 Min.)
    • Ein weiter Weg zum Glück (1:48 Min.)
    >
VerpackungKeepCase
 Beim Bonusmaterial wurde leider der Audiokommentar der US-DVD nicht übernommen, dafür aber das 11minütige Making of. Im Grunde genommen ein PR-Making of, welches uns Filmausschnitte, Statements und Aufnahmen hinter den Kulissen zeigt. Dies ist aber unheimlich sehenswert und hat nur ein Manko: Es ist zur kurz. Im Übrigen huscht irgendwann einmal Wes Craven durch das Bild, der einer der vielen ausführenden Produzenten des Films ist.
"Blut und Eingeweide" ist ein weiteres Featurette, bei dem die blutigen Effekte im Mittelpunkt stehen. Hier kommen die Macher und Darsteller erneut zu Wort, wir sehen viele Filmausschnitte und Setaufnahmen. Sehr sehenswert, wenn auch etwas oberflächlich. Hier wäre es schöner gewesen, eine spielfilmlange Dokumentation über die Entstehung des Film zu produzieren, als zwei kurze 'Making of' Clips. Desweiteren beinhaltet die Disc vier geschnittene Szenen und ein alternatives Ende, sowie 3 Minuten an Outtakes und den Original Trailer zum Film. Eine Trailershow darf natürlich nicht fehlen.
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Fazit
Immer wenn Figurenentwicklung und narrativer Aufbau so dürftig ausfallen, dass sich die Unfähigkeit, den Protagonisten zumindest ein klein wenig Leben einzuhauchen, schon in den ersten 10 Minuten regelrecht aufdrängt, dann setzt man für gewöhnlich einerseits auf verkürzte Schrifttafeln im cool durchstilisierten Freeze, um Charakterisierungsdefizite des Drehbuchs durch lakonische One-Liner einzutauschen, andererseits auf hektische Schnitte, wildes Kameragewackel im Kaminski-Stil und wummernden wie beliebigen Metal-Soundtrack. Ungünstig nur, dass "Feast", produziert u.a. von Matt Damon, Ben Affleck und Wes Craven, bereits zu Beginn mächtig kaschieren muss, wo für gewöhnlich erst dann auf technisches Gezappel zurückgegriffen wird, wenn sich alles etwas verfangen haben sollte. So will dieser postmoderne Splatterhappen leider keinen rechten Rhythmus finden und krankt besonders anfänglich und in der Mitte an langatmigen Hängern.
Es liegt wohl an Regieneuling John Gulager (Sohn des beinahe legendären Clu Gulager, Interner Link"Return of the Living Dead"), dass dieser eindeutig retrospektiv orientierte Low-Budget-Horror einigermaßen Spaß bereitet. Etwas naiv und auch verspielt versucht er der einfallslosen Geschichte - eine weitere einfältige Wiederholung der Hitchcockschen Grundprämisse aus "The Birds" - durch einige Klischeebrüche und verhältnismäßig überraschend eingestreute Einfälle hier und da frischen Wind entgegen zu blasen. Die Bemühungen sind ersichtlich, über die vermutlich kurzweilig veranschlagten, aber doch ziemlich zähen 85 Minuten Spielzeit retten sie indes kaum, dafür bedient man sich zu deutlich beim 08/15-Genretopoi und verschenkt spannend variierbare Konflikt- und potentielle Ausbruchssituationen durch die leider merklich schnöde Dramatis personae.
Unnötig zu erwähnen, dass der Gorehound mit schnell montierten, aber drastisch-blutigen Bildern verwöhnt wird, die in ihrer ausnahmsweise nicht komisch überzogenen Darstellung an die Matschorgien vieler Vorbilder von Scotts Interner Link"Alien" bis zu Carpenters Interner Link"The Thing" erinnern, mit unübersichtlicher Rasanz durch die eindeutig künstliche Inszenierung aber entschärft werden. Da auch die Action, mit Western-Elementen und trockenem Humor angereichert, betont im Vordergrund steht, ist "Feast" ordentlich heruntergekurbeltes Videofutter, das von Connaisseurs wohl dankbar aufgenommen wird. Immerhin ruft das Ganze zeitweise Erinnerungen an vergangene Genretage hervor, das ist ja schon mal was.

Die deutsche DVD ist in vielerlei Hinsicht eine herbe Enttäuschung. Zwar sind die Extras nett, die Soundabmischung sehr gut, aber neben der wirklich eher mittelmäßigen Bildqualität und dem falschen Bildformat ist es vor allem die Tatsache, dass uns ein gekürzte Fassung als ungekürzt verkauft wird, ein wahres Ärgernis. So fehlen fünf kurze Gore-Szenen und bei einer Szenen sehen wir eine alternative Einstellung. Dies macht knapp 9 Sekunden aus, fällt nicht auf, aber dennoch ist es nicht zu entschuldigen, dass hier die Unrated-Fassung angepriesen wird. Sicherlich, auf der DVD steht nirgendswo "ungekürzte Fassung" drauf, doch das "Unrated"-Logo dürfte für die meisten Käufer gleichbedeutend mit "uncut" sein. Wer also den deutschen Ton nicht braucht, der greift lieber zur US-DVD oder zur HD DVD.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Feast (Unrated)
NewsSenator bringt "Feast"
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