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| Als die verführerisch schöne Violet und die herb-aparte Corky sich im Aufzug begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie beschließen, zusammen ein neues Leben zu beginnen. Das nötige Startkapital hierfür wollen sie sich von Violets Nochfreund Caesar besorgen. Der Mafioso hat den Auftrag, seinem Boss Mickey zwei Millionen Dollar zu überbringen. Ein geschickter Schachzug soll den beiden Frauen dieses Geld sichern. Doch das Liebespaar hat nicht mit Caesars Kaltschnauzigkeit gerechnet. |
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| Format | 1,78:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| "Bound" liegt uns mit dieser Neuauflage erstmalig im Originalformat von 1,85:1 vor und wurde anamorph abgetastet. Die alte Vollbildfassung war grausam. Auch wenn das Bild der Neuauflage alles andere als perfekt ist, so dürfen wir uns dennoch über eine wirklich gesteigerte Bildqualität freuen. Die Farben sind meist sehr natürlich und satt und auch der Kontrast bietet gute Werte, zeigt einen satten Schwarzwert und eine zufriedenstellende Durchzeichnung, ohne allzu viele Details in dunkleren Szenen zu verschlucken. Die Schärfe hätte insgesamt aber etwas besser sein dürfen. So erscheint das Bild etwas weich und in Bewegungen etwas zu schwammig. Zudem macht sich leichtes Rauschen im Hintergrund breit, was aber nicht unbedingt stört. Dies gilt auch für gelegentlich auftauchende Defekte und Drop-Outs. Nahaufnahmen zeigen sich äußerst detailliert und scharf, es wäre aber sicherlich noch mehr möglich gewesen. Die Kompression arbeitet solide, zeigt auf größeren Bildschirmdiagonalen jedoch leichte Unruhen. Trotz dieser kleineren Mängel ist uns der Transfer aber volle 4 Punkte wert. | |
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| Formate | Dolby Digital 5.1 |
| Sprache | Deutsch, Englisch |
| Untertitel | - |
| Wir müssen leider auf deutsche Untertitel verzichten, was heutzutage allein schon für Hörgeschädigte Pflicht sein sollte. Dafür spendiert man uns aber gleich drei Tonspuren. Einmal eine Stereospur, welche hier als "Original-Mischung" betitelt wird. Diese klingt weitgehend gut und bleibt stets verständlich, lässt dafür aber leichtes Rauschen im Hintergrund erklingen. Zudem gibt es eine deutsche "DVD-Mischung", sprich einen 5.1-Upmix. Da "Bound" bis auf die Verteilung des Scores keine Verwendung für die Effektkanäle hat, bleibt die Abmischung auch weitgehend frontlastig, bietet dafür aber eine gute Wiedergabe der Dialoge und einen sehr präsenten Einsatz der Musik, welcher aber etwas zu undifferenziert aus sämtlichen Kanälen schallt. Der Dynamikumfang ist grundsolide, ein etwas kräftigerer Basseinsatz wäre aber sicherlich wünschenswert gewesen. Der englische Mix klingt der deutschen Spur sehr ähnlich, in der Stimmwiedergabe jedoch etwas homogener. | |
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| Extras |
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| Verpackung | KeepCase |
| Beim Bonusmaterial vermisst man leider den wirklich guten Audiokommentar der US-DVD. Stattdessen gibt es sechs nichtssagende und langweilige Promo-Interviews. Der 9minütige Blick hinter die Kulissen besteht aus unkommentiertem B-Roll-Material und ist der eigentliche Höhepunkt der mageren Bonusausstattung, denn weder die Interviews, noch die Darstellerinfos im beiliegenden Booklet oder die Filmografien in Form von Texttafen reißen hier etwas heraus. Zum Schluss gibt es noch eine Trailershow, den Trailer zum Film findet man auf dieser Disc aber nicht. Sehr schade. Optional gibt es deutsche Untertitel für das B-Roll-Material und die Interviews. | |
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| Das Ungewöhnliche an "Bound" ist nicht der lesbische Appeal, mit dem diese Gangster-Liebesballade gewürzt ist, sondern vielmehr die Art der Inszenierung durch die Wachowski-Brüder. Gut, es gibt eine beeindruckende (für Hollywood beeindruckend) Sexszene zwischendurch, aber letztendlich verlässt die Partnerschaft von Gangsterliebchen und rotziger Ex-Knackine-Hausmeisterin kaum die ausgetretenen Pfade. Als was "Bound" hervorsticht, ist als Kammerspiel. Der komplette Film spielt praktisch-faktisch nur in einem teilweise renovierungsbedürftigen Appartmenthaus und gönnt sich als Locations lediglich zwei Wohnungen und den Hausflur. Es gibt zwar noch ein paar kurze Ortswechsel, aber die sind marginal. Der echte Hingucker ist hier die Kameraführung. Ungewöhnliche Plazierung, ungewöhnliche Blickwinkel. Die Regie rückt immer wieder kleine Gegenstände in den Vordergrund, hebt sie hervor, misst ihnen optische Bedeutung zu, unterstreicht ihre Wirkung in der Handlung. Die wiederum springt in der Zeit hin und her, ohne den Faden zu verlieren, arbeitet mit einer großen Rückblende, lässt einen gerade ausgearbeiteten Plan vor den Augen des Zuschauers sofort ablaufen und führt Erzählung und Bild in eine ungewöhnliche Zusammenarbeit. Dabei bevorzugt das Buch schön überzogene Charaktere, die das Groteske, Plastische, fast schon comichaft Überzeichnete in den Bildern hervorhebt. Da passt es gut, dass Joe Pantoliano seinen Gangsterhelfer so überdreht anlegt, dass es schon fast monströs ist, ein Maniker vor dem Herrn, dessen langsames Abdriften in den Wahnsinn aufgrund des Stresses durch die Kamera illustriert wird, die beizeiten seine verzerrte Sichtperspektive annimmt. Ebenso übergrößert dann die dazugehörenden Gewaltsequenzen, die schon mal zusammenzucken lassen. Dazu gehören das brutale Niedermachen eines Mitarbeiters (graphisch aufbereitet: blutrotes Gesicht in einem über und über reinweißen Badezimmer), das Abtrennen von Fingern mit einer Geflügelschere, sowie ein paar blutige Schussszenen. Reichlich schwarzer Humor garniert das alles, wenn Pantoliano für zwei kontrollierende Polizisten in Rekordzeit das Apartment wohnlich macht, die Spuren der Gewalt notdürftig versteckt und einen Haufen Leichen in der Dusche verbirgt, neben der dann ein Polizist pinkeln geht. Sympathiefiguren braucht das alles nicht: Pantoliano ist der Psycho, wie man ihn sich vorstellt, Tilly gibt das zögernde Mäuschen, das zunehmend abgebrühter wird und Gershon kann wie üblich nur mit den Lippen schmollen, wobei man stets erwartet, dass sie in die nächste Ecke spuckt. Ergo ein Fest für die Augen, aber sicher kein Skandalfall. Sollte man nach Erstansicht nur noch unter filmischen Gesichtspunkten betrachten, da fällt einiges auf, was dann in "The Matrix" verfeinert wurde. Sicherlich keine perfekte Neuauflage, jedoch liegen Welten zwischen dieser und der fast 9 Jahre aten Erstauflage von MAWA. Desweiteren liegt uns "Bound" hier auch wieder in der ungekürzten Fasung vor. Zum Vergleich: Die US-DVD wurde bei einigen Lesbenszenen zensiert. |
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![]() | Druckbare Version |
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