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HK 1981
Originaltitel:Bai ga jai
Alternativtitel:Bai jia zi
aka. Prodigal Son, The
aka. Pull No Punches
Länge:99.46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sammo Hung
Buch:Sammo Hung, Jing Wong, Barry Wong
Kamera:Ricky Lau
Musik:Phil Chen, Frankie Chan
Darsteller:Frankie Chan Fan Kei, Sammo Hung, Lam Ching Ying, Dick Wei, Yuen Biao, Peter Chan Lung, Chung Fat, Wai Pak, James Tien, Lee Hoi Sang, Lee Man Tai, Lam Jing
Vertrieb:Savoy Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.09.2008 (Kauf)



Inhalt
Leung Chang (Yuen Biao), der Sohn einer reichen Familie, brüstet sich damit, einer der besten Kämpfer der Gegend zu sein. Was er nicht weiß: Sein Vater besticht jeden seiner Gegner vor den Kämpfen, damit sie gegen seinen Sohn frewiwillig verlieren. Eines Tages fordert Leung Chang einen Operndarsteller (Lam Ching Ying) heraus, der Wing Chun beherrscht und mit Leichtigkeit den jungen Schnösel besiegt. Nun wissend, dass er die ganze Zeit hinters Licht geführt wurde, bittet Leung Chang den Schauspieler, ihn in der Kunst des Kampfes auszubilden. Nachdem der Vater die gesamte Operntruppe kauft, willigt dieser sogar ein.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Sammo Hungs 1981 entstandene Regiearbeit "Die Todesfaust des kleinen Drachen" liegt im anamorphen Bildformat vor, das trotz des Alters einen zufrieden stellenden Eindruck hinterlässt. Die Schärfe bewegt sich in Nahaufnahmen auf angenehmen Niveau, lässt aber in Totalen, gerade in der letzten Hälfte des Films, deutliche Unschärfen aufkommen, die auch durch ein Bildrauschen verdeutlicht werden. Auch in Bewegungen sind Schwankungen in der Schärfe festzustellen. Die Farben sind stets natürlich, hätten jedoch ruhig kräftiger ausfallen können, da die Töne in einigen Szenen etwas matt wirken. Der Kontrast wirkt ausgewogen, leidet aber etwas unter einem nicht optimalen Schwarzwert, der szenenabhängig ins Gräuliche tendiert. Die Kompression sorgt für Unruhen, die sich in homogenen Flächen in Form von leichten Artefaktstrukturen zu erkennen geben. Auch sind vermehrt analoge Defekte auszumachen, wirken allerdings nicht störend, sondern unterstreichen den Flair des Eastern.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 1.0 Mono (Deu, Kan, En), Dolby Digital 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Kantonesisch, Englisch
UntertitelEnglisch
 Es ist schon etwas merkwürdig, wenn man sieht, dass die deutsche Synchronspur in Mono als auch in Dolby Digital 5.1 vorhanden ist. Zuerst denkt man sicherlich, dass es sich um zwei verschiedene Synchronisationen handelt, doch ist dem nicht so. Viel mehr wurde die Dolby Digital 5.1-Spur durch zusätzliche Effekte ergänzt, die auch die Rears mit Umgebungsgeräuschen versorgen und zudem sehr passend wirken. Meist handelt es sich um Klatschen in der Oper oder kräftigere Schläge bei den Kämpfen. Zwar ist man von einem räumlichen Klangerlebnis meilenweit entfernt, doch liefert man zumindest keinen unnötigen Upmix ab. Im Vergleich zum kleinen Mono-Bruder wirkt die Dialogwiedergabe aber ein wenig dumpfer, diese sind aber zu jeder Zeit gut zu verstehen. Neben dem Originalton ist eine englische Synchronfassung vorhanden, beide sind aber altersbedingt nicht mehr auf der Höhe der Zeit und klingen ebenfalls etwas dumpf und blechern. Rauschen ist in keiner der Tonspuren auszumachen und optional stehen noch englische Untertitel zur Verfügung. Leider hat man sich deutsche Untertitel gespart, was insbesonders bei der musikalischen Einlage schade ist, da die Wortgefechte dem deutschen Zuschauer ohne englische Sprachkenntnisse unterschlagen werden.
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailershow:
    • The Cook (1:49 Min.)
    • Trigger Man (1:23 Min.)
    • The Rage (1:41 Min.)
    • Numb (2:00 Min.)
    • Broken: Engel des Todes (1:36 Min.)
    • Tomas Milian: Der Superbulle:
      • Der Superbulle auf dem Ku-Damm (2:08 Min.)
      • Der Kuckuck (2:05 Min.)
    • The last Man on Earth (3:45 Min.)
    • Tampopo (1:47 Min.)
    • Minbo- Die Kunst der Erpressung (2:05 Min.)
    • Martial Arts Finest-Reihe:
      • Die Todesfaust des kleinen Drachen (3:57 Min.)
      • The Magnificent Butcher (4:06 Min.)
    • Recon 2020 (0:51 Min.)
    • Die letzte Rechnung zahlst du selbst (2:54 Min.)
    • Mortal Fighters (1:24 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial besteht aus einer recht umfangreichen Trailershow, die auch den Originaltrailer zum besprochenen Film beinhaltet.
 /-----

Fazit
Leung Chang (Yuen Biao) ist ein verhätschelter reicher Sohn, dessen Kung Fu-Künste zwar mäßiger Art sind, der dafür aber auch unwissenderweise nur gestellte Kämpfe vorgesetzt bekommt. Als er durch den Theaterschauspieler Leung Yee-tai (Lam Ching Ying) vorgeführt wird, will er unbedingt bei ihm in die Lehre gehen, dieser weigert sich aber. Erst als die gesamte Theatertruppe durch die Schergen von Ngai Fai (Frankie Chan) ermordet wird, stimmt Tai samt seinem Bruder Wong Wa-po (Sammo Hung) dem Unterrichten zu ...

Einer der Höhepunkte der Sammo Hung-Regiearbeiten und gleichzeitig des 80er Jahre Martial Arts-Kinos, der bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat und so frisch wie vor einem Viertel Jahrhundert wirkt. Die authentische Zeichnung von Wing Chun zusammen mit der weit mehr als üblichen Haudrauf-Geschichte und der ausgezeichneten Produktion sorgen für blendende Unterhaltung, wobei die rundum exzellente Besetzung ihr Übriges leistet.
Hervorstechen tun da natürlich vor allem erst einmal die formidablen Kampfszenen, obwohl relativ wenig an der Zahl, dafür geschickter in die Handlung eingebettet und mit dem nötigen dramatischen Appeal versehen. Die gleich von 5 Choreographen entwickelten Actionszenen sind abwechslungsreich und faszinierend gefilmt, schnelle und flüssige Bewegungen beherrschen, die Übersichtlichkeit wird trotzdem ständig bewahrt. Erfreulicherweise wird sich im Gegensatz zu anderen Filmen der Ära auch nicht die ganze Zeit im Grünen bekämpft, sondern das Können der Darsteller zumeist zwischen Mobiliar abverlangt, wobei die Körperbeherrschung gewohnt beeindruckend ist. Optisch am bestechendsten sind neben der Kalligraphie-Aktion von Sammo Hung und den zeitlupengetränkten Sprüngen von Yuen eindeutig die Einlage mit dem Feuer; schade, dass so was nicht öfters in Verbindung mit Martial Arts gebracht wird. Stimmungsmäßig wird auch etwas herum gesprungen, beispielsweise zwischendurch ein ernsterer Ton mit einigen graphischen Gewaltschüben angeschlagen, danach wieder auf höherem Niveau herumgehampelt, sollte diesmal nicht weiter stören.
Bei den Darstellern sticht neben dem wie üblich überzeugenden Triumvirat Yuen, Hung und Lam der Neuling Frankie Chan Fan Kei in seiner erst zweiten Rolle (nach Richard Yeung Kuens Komödie "Read Lips") hervor, der seine Bad Guy-Rolle auch differenzierter als gewohnt ausfüllt und auch physisch mit den anderen mithalten kann; sein Score ist im übrigen auch nicht zu verachten.

Nach dem knackigen Showdown bringt die abschließende "Du kannst mich mal"-Geste von Yuen gegenüber seinen Erzfeind den idealen Abchluss für diesen klassischen Kung Fu-Film, der zum Pflichtprogramm gehört.



Bilder der DVD




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