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FR 2007
Originaltitel:Chambre des morts, La
Alternativtitel:Melody's Smile
Länge:112:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Alfred Lot
Buch:Alfred Lot, Franck Thilliez
Kamera:Jérôme Alméras
Musik:Nathaniel Mechaly
SFX:Duboi
Darsteller:Mélanie Laurent, Eric Caravaca, Gilles Lellouche, Jonathan Zaccaï, Céline Sallette, Laurence Côte, Jean-François Stévenin, Nathalie Richard, Stéphane Jobert, Antoine Oppenheim, Alexandre Carrière, Fanny Cottençon, Jean-Pierre Gos
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:04.09.2008 (Verleih) / 09.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Mitten in der Nacht überfahren zwei arbeitslose Computerprogrammierer auf dem einsamen Gelände eines Windkraftwerks einen Mann, der noch am Unfallort stirbt. Neben dem Toten finden sie eine Tasche voller Bargeld. War er ein Bankräuber? Oder ein Dealer? Wen kümmert's? Zwei Millionen Euro fallen dir in den Schoß. Es gibt keine Zeugen. Was würdest du tun? Die Cops rufen, oder das Beste aus diesem unglaublichen Glücksfall machen? Vigo und Sylvain fällt die Entscheidung nicht schwer. Am nächsten Tag wird ein blindes Mädchen tot in einem Lagerhaus in der Nähe des Unfallorts gefunden. Wenn die Scheine nun als Lösegeld für sie bestimmt waren? Und wenn der Mörder die beiden Todesfahrer am Ende gesehen hat?
Dann wird ein weiteres Mädchen entführt; eine Diabetikerin - jetzt tickt die Uhr und die Polizei in der Provinzstadt Dünkirchen gerät in Panik. Mit derartigen Verbrechen fühlen sich die örtlichen Beamten überfordert, und obendrein fehlt ihnen die notwenige Ausrüstung. Mit Unterstützung ihres aufmerksamen Kollegen Pierre wagt sich Polizeineuling Lucie an ihre erste große Ermittlung.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Film erfährt auf DVD eine durchschnittlich gute Aufarbeitung, was wohl daran liegt, dass das Filmmaterial keine besonders gute Ausgangslage erbringt. Charakteristisch ist das sehr körnige Rauschen und das beständige Verharren in einer Schärfedarstellung, die für einen kleinen Film zufriedenstellend ausfällt. Vielleicht wollte man das Bild auch so belassen, wie es ist, denn es gibt keine großen Anzeichen für eine Nachschärfung oder den Einsatz deckender Farbfilter. Vielmehr wird auf Natürlichkeit gesetzt, die bei den etwas detailschwachen Aufnahmen aber ihre Grenzen findet. Da aber weder Schwankungen auftreten, noch die Kompression auffällig wird, Verschmutzungen auftreten oder ein ungleiches Verhältnis zwischen Detail- und Konturenschärfe auftritt, darf man schon zufrieden sein mit dem 2,35:1er Format.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Kaum existente Action-Anteile machen "Die Kammer der toten Kinder" zu einem tontechnisch zurückhaltenden Film. Ortsänderungen von Tönen über die fünf Boxen passieren sehr selten, spielen praktisch keine Rolle. Wie bei vielen Filmen hilft aber die Musik aus, die sich einigermaßen dynamisch, wenn auch sehr dezent auf das gesamte Boxensystem verteilt. Bassattacken oder besonders glasklare Klangspektakel bleiben zwar aus, an Natürlichkeit fehlt es aber nie. Besonders der französische Ton ist sehr präzise, wenn es um die Sprechaufnahmen geht. Ich finde die Originalsprecher sogar so reizvoll, dass ich mich besonders dem französischen Ton gewidmet habe, der mir dank deutscher Untertitel verständlich gemacht wird.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making Of (28:25 Min.)
  • Das Lachen der Mélanie Laurent (8:04 Min.)
  • Trailer:
    • Die Kammer der toten Kinder (1:43 Min.)
    • First Sunday (1:44 Min.)
    • 21 (2:00 Min.)
    • Verliebt in die Braut (2:21 Min.)
    • Mammut (2:05 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben Trailern zu diesem Film und vier weiteren, die übrigens auch beim DVD-Start ablaufen, bietet die DVD ein interessantes Making Of an, das eine Mischung aus Inhaltsangabe und Behind The Scenes-Material darstellt. Zu Beginn werden jedoch ein paar kurze "Heißmacher" gezeigt, also Kurz-Making Ofs, die den Kinostart ankündigen. In diesem als auch im folgenden Extra fällt besonders Hauptdarstellerin Mélanie Laurent durch ihre frische Art auf.
 ++----

Fazit
Zwei Stunden sind wie im Flug vergangen, als ich "Die Kammer der toten Kinder" angeschaut habe, einem überaus spannenden, intelligenten und feinfühligen Thriller. Selbst bei der Thematisierung von Klischees wird Geschick bewiesen, das nur entstehen kann, wenn eine sehr gute Regie dank charismatischer Darsteller und des ideenreichen Scripts zum Zuge kommt.
Die französische Produktion verbindet mehrere Aufhänger miteinander, u.a. das beliebte Prinzip der Verkettung von Zufällen (zwei Arbeitslose überfahren einen Mann, der auf dem Weg zur Lösegeldübergabe seiner entführten Tochter ist), Misshandlung bzw. Vernachlässigung von Kindern (bestätigt beim Täter, vermutet bei der Polizistin, die als Kind adoptiert wurde) und natürlich der etwas irre Täter an sich, der sich ein ganz besonderes Umfeld als Tarnung ausgesucht hat (hier: das morbide dargestellte Gewerbe des Tierpräparators). In mehreren Erzählsträngen, die sich zwischenzeitlich kreuzen, sieht man einer Neueinsteigerin der Kripo zu, wie sie sich als Profilerin in ihrem Job, aber auch als zweifache Mutter in ihrem Privatleben behaupten muss und dabei mit Erinnerungen und Gefühlen konfrontiert wird, die ihr großes Unbehagen bereiten, sie aber auch antreiben, sich dem Fall intensiv zu widemn. Glücklicherweise hat der Film nicht nur eine sehr sympathische Hauptdarstellerin, sondern einen insgesamt charismatischen Support-Cast mit interessanten Charakteren, in deren Psyche der Film oft Einblicke gewährt.
An Nervenkitzel fehlt es auch nicht, denn man ist als Zuschauer immer direkt dabei, wenn die einzelnen Puzzle-Teile zusammengesetzt werden, denn der Fall ist realistisch arrangiert und bietet ein paar wirklich überraschende Momente, beispielsweise wenn man mitbekommt, dass der Bruder des verantwortliche Unfallfahrers bei der Polizei arbeitet und mit dem Fall vertraut ist oder wenn man über die wahre Vergangenheit des Mörders aufgeklärt wird. Besondere Erwähnung sollen Montagen finden, bei denen der Zuschauer mittels geschicktem Schnitt auf den Holzweg geführt wird und erst am Ende herausfindet, dass die Szenenabfolge, die er gerade gesehen hat, zwar zusammenpasst, sich aber an unterschiedlichen Orten abgespielt hat.

Unbekannter, aber absolut lohnenswerter, weil intensiver Horror-Thriller, der die Entdeckung lohnt. Leider ist der Film zur Zeit für das wenige Bonusmaterial und das etwas zu weiche Bild noch überteuert und besitzt noch dazu einen schludrigen Zusatzkopierschutz, der einem mal wieder den Spaß an der DVD vermiesen kann.



Bilder der DVD




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