Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
NO 2006
Originaltitel:Fritt vilt
Alternativtitel:Cold Prey
Länge:93:20 Minuten (ungekürzt)3807
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Roar Uthaug
Buch:Roar Uthaug, Thomas Moldestad, Martin Sundland, Jan Eirik Langoen, Magne Lyngner
Kamera:Daniel Voldheim
Musik:Magnus Beite
SFX:Ghost ApS
Darsteller:Ingrid Bolsø Berdal, Rolf Kristian Larsen, Tomas Alf Larsen, Endre Martin Midtstigen, Viktoria Winge, Rune Melby, Erik Skjeggedal, Tonie Lunde, Hallvard Holmen
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:09.11.2007 (Verleih) / 07.12.2007 (Kauf)



Inhalt
Tiefster Winter - fünf junge Freunde machen einen Snowboard-Trip in die Berge. Sie heizen die Hänge runter, bis einer stürzt und sich das Bein bricht. Kein Handyempfang, kein Mensch weit und breit und die Dunkelheit bricht langsam herein. Sie suchen Zuflucht in einem verlassenen Berghotel, doch sie wissen noch nicht, dass sie dort ein brutaler Psychopath erwartet. Dem Killer schutzlos ausgeliefert, beginnt ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Ich bin ein wenig enttäuscht vom Bild, das im Format von 2,35:1 zwar erstmal einen interessanten Eindruck macht, dieses nach großem Kino klingende Niveau aber nicht erreicht. Das Rauschen ist vor seiner Bearbeitung offensichtlich sehr stark gewesen, wurde durch Filterung auf ein Maß abgesenkt, das fürs Kino zwar immer noch etwas zu viel wäre, leider aber auch keine wirklich gute Detailschärfe mehr zulässt. Dabei hat man als Zuschauer doch gar nicht unbedingt etwas gegen ein körniges Bild, solange es nicht flimmert. Nun werden mit dieser DVD aber maximal gute Werte im Detail erreicht, wobei die Konturen trotz des angezogenen Kontrastes auch nicht sonderlich herausgearbeitet werden können. Etwas überdecken lässt sich dieser Makel mit der Farbgestaltung: Von Anfang an wird dem Bild die Farbe entzogen, was soweit geht, dass bei der Ankunft im Hotel sogar ein beinahe graufarbenes Bild entsteht. Die strahlenden Blau- und Gelbtöne der Coverabbildung werden zwar anvisiert, aber nicht ganz erreicht. Bei der Anpassung des Kontrastes kommt es zu keinerlei hellen Überstrahlungen des Schnees, aber ein paar Szenen hätten durchaus weniger milchig sein dürfen. Insgesamt sieht "Cold Prey" zwar nicht schludrig aus auf dieser DVD, aber sicherlich hätte es noch etwas mehr Eindruck gemacht, wenn die kühle Szenerie mit eisig scharfen Konturen und Details nachgebildet worden wäre.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Nor), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Norwegisch
UntertitelDeutsch
 Die Leistung in diesem Bereich ist ordentlich für einen Horrorfilm. Bemerkenswert finde ich die sehr dynamische Einbindung des Scores, der sich durch klassische Stücke und eine sehr feinen Klang vom im Genre leider oft misbrauchten Rock/Pop-Fundus abhebt. Die vielen kleinen Geräusche innerhalb der Herberge machen einen großen Reiz des Filmes aus, weil man sie stets aus einer bestimmten Richtung wahrnehmen kann. Auch die stapfenden Geräusche des Unbekannten sind ein akustischer Leckerbissen, der Arbeit für sämtliche Boxen verspricht. Es ist fast schon ein wenig schade, dass sich dies nicht etwas stetiger den Film über umsetzen ließ. Die deutsche Synchro gibt sich keine Blöße und entspricht klanglich dem norwegischen Originalton, ist also rundum ausgeglichen und wohlklingend. Den DTS-Ton hätte man nicht unbedingt benötigt, denn wirklich aufbrausend oder füllig klingt "Cold Prey" nur selten und lässt dann Unterschiede zwischen Dolby Digital und DTS auch nur erahnen.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making Of "Cold Prey" (20:49 Min.)
  • Postproduktion:
    • Digitale Effekte (10:27 Min.)
    • Farbkorrektur (4:19 Min.)
    • Sound Design (6:08 Min.)
    • Plakatentwürfe (1:41 Min.)
  • Proben (10:34 Min.)
  • Kurzfilm (3:35 Min.)
  • Bloopers (8:23 Min.)
  • Trailer dt. (2:08 Min.)
  • Trailer nor. (2:09 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Hatchet (1:43 Min.)
    • Underground Fighter (1:20 Min.)
    • The Hamiltons (2:30 Min.)
    • The Last Winter (1:39 Min.)
    • Buenos Aires 1977 (0:44 Min.)
  • Hidden Feature
VerpackungKeepCase im Schuber
 Die deutsche DVD ist zwar nicht so prall gefüllt wie das Doppel-Disc-Set aus dem Ursprungsland des Filmes, sollte aber trotzdem niemanden enttäuschen. Im Making Of wird zwar viel über den Inhalt erzählt bzw. Ausschnitte gezeigt, aber auch Interviews mit Regie und Darsteller. Außerdem wird ein erster Eindruck davon gegeben, wie es ist, unter solch schwierigen Bedingungen (Kälte und Höhenlage) zu drehen. Die Postproduktions-Making Ofs sind jeweils sehr sehenswert, weil sie stets anschaulich gestaltet wurden. Zwei davon befassen sich mit den Schönheitskorrekturen am Computer, die von der leichten Farbveränderung bis hin zum Rendern kompletter Hintergründe (der Berg) gehen. Im "Sounddesign" wird sehr schön deutlich gemacht, welche Arbeit in einigen Szenen steckt und wie kleine Geräusche sich zu einem spannenden Moment aufsummieren können. Auch ein Gang ins Aufnahmestudio wird unternommen, wo man mitgeteilt bekommt, wie einige Geräusche simuliert werden. Die Plakatentwürfe sind ebenfalls sehr interessant, leider fehlt hier die Eindeutschung der norwegischen Randbemerkungen. Etwas monoton ist die doppelte Probe der Dialogsequenz zu Beginn des Filmes: Das zweite Mal wird mit einem anderen Akzent geprobt und danach folgt die etwas zu lange, fertige Filmsequenz zum Vergleich. Dafür ist der Kurzfilm (ein zweiter hat sich als Hidden Feature versteckt) umso lustiger und wird vom Regisseur eingeleitet. Ebenfalls amüsant sind die Aufnahmepatzer und Versprecher, die wie alle anderen Extras (abzüglich der Artworks) deutsch untertitelt worden. Negativ stößt lediglich ein Detail auf dem Backcover der DVD auf. Der Film hat es nicht nötig, mit solchem Quatsch wie "MTV trifft auf Freitag der 13. - Das blutigste Rock-Video des Jahres!" beworben zu werden, denn er ist sicher kein zappliges Trend-Produkt, sondern qualitativ hochwertige Horror-Unterhaltung.
 +++/--

Fazit
Slasher, bei denen es dem Zuschauer eiskalt den Rücken runterläuft, machen sich regelrecht rar, weil es selten mal einem Film gelingt, aus der Unmenge an billigen Genreproduktionen herauszuragen. Den Norwegern ist es mit ihrem "Cold Prey" dank Eurofilmbonus (bodenständigere Charaktere und besseres Gespür für Spannung im Vergleich zu den meisten US-Kollegen) mal wieder gelungen. Neues hat der zwar auch nicht zu bieten, ist wegen einiger Story-Kniffe und dem monströsen Unbekannten sogar eine Art Interner Link"Halloween" im Eis, aber Nervenkitzel und brutaler Horror wurden richtig miteinander verknüpft. Zuerst einmal punktet die nicht einmal groß herausgeputzte Produktion durch ihre Drehorte: Die verschneiten, vereisten Berge sind sowohl schön als auch gefährlich und bieten eine einfache Möglichkeit fürs Skript, die sympathische Fünfergruppe glaubhaft von der Außenwelt abzuschneiden. In der Herberge ist es vom ersten Moment an unheimlich, denn niemand weiß so recht, was sich möglicherweise in einem der Zimmer oder tief unten im Keller wirklich verbirgt. Man hat tatsächlich mal das Gefühl, dass der Schlitzer, der mit einem Eispickel bewaffnet sein Revier Leiche für Leiche zurückerobert, hinter jeder Ecke lauern könnte und die klaustrophobisch engen Gänge mit ihrer fahlen Ausleuchtung die Protagonisten nacheinander zu verschlingen drohen.
Ohne große Faxen kommen übrigens die Jungdarsteller bzw. ihre Figuren aus. Zwar riecht der Beginn nach überheblichem Partyvolk, das bald zurecht in die Tiefkühltruhe kommen wird, aber so einfach macht es sich "Cold Prey" natürlich nicht. Überhaupt überrascht die geringe Anzahl von Szenen in ausgelassener Stimmung, denn der verunglückte Snowboardfahrer, das unheimliche Haus und das düstere Wetter senken die Stimmung auf eine passende Atmosphäre. Schockmomente sind dann nicht nur ihrer selbst Willen vorhanden, sondern passen in den Ablauf, der zwar wenige blutige Momente beinhaltet, die aber umso ergreifender inszeniert sind. Zwar sind Morde im Off, zu denen lediglich etwas Blut spritzt, wieder etwas in die Mode gekommen, vermutlich weil das Publikum frontaler Effektaufnahmen in den letzten 30 Jahren überdrüssig geworden ist, aber weder das, noch andere Details wirken aufgesetzt in dieser norwegischen Produktion. Vielmehr ist "Cold Prey" dermaßen gut umgesetzt und mitreißend, dass man gar nicht auf die Idee kommt, nach Genre-Klischees oder Logiklöchern zu suchen, die es übrigens sowieso nicht gibt.

Wenn man an dieser unabhängigen Produktion, die ein hohes Maß an Professionalität versprüht, also etwas kritisieren kann, dann lediglich, dass dieser beinahe perfekte Horrortitel um einen unnötigen zweiten Teil (bereits abgedreht) ergänzt wurde, was in Anbetracht dessen, dass es wirklich eine Fortsetzung der Geschehnisse ist, nicht gut gehen kann. Aber daran muss man beim Schauen von "Cold Prey" noch keine Gedanken machen ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
Fritt Vilt
Cold Prey III - The Beginning
NewsNorwegischer Slasher "Cold Prey" von Sunfilm
Alle Infos zum 21. Fantasy Filmfest
Fritt Vilt (2-Disk Spesialutgave)
Cold Prey - Eiskalter Tod
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.