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KR 2005
Originaltitel:Gabal
Alternativtitel:Scary Hair
Länge:98:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendreigabe
Regie:Won Shin-yeon
Buch:Do Hyun-jung
Kamera:Kim Dong-eun
Musik:Kim Jun-seong
SFX:Lee Eun-ah
Darsteller:Chae Min-seo, Yu Seon, Sa Hyun-jin, Rah Kyeong-bin
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:10.07.2008 (Verleih) / 25.07.2008 (Kauf)



Inhalt
Chi muss erfahren, dass ihre geliebte Schwester Su schon bald an ihrem Krebsleiden sterben wird. Sie holt sich zu sich nach Hause und besorgt ihr eine Echthaar-Perücke, um Su aufzuheitern und sie dazu zu bringen, sich nach draußen zu trauen. Doch grauenhafte Halluzinationen läuten eine komplette Veränderung Sus ein. Unter dem Einfluss der Perücke wirkt sie nicht nur gesünder, sondern auch immer bösartiger, was Chi dazu bringt, die Herkunft des Haarteils zu erforschen. Ein schockierendes Geheimnis öffnet sich ihr, bei dem auch ihr Umfeld eine grauenhafte Rolle spielt ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Bedingt durch den Einsatz diverser Farbfilter wurde das Bild von "The Wig" etwas verfremdet und bietet eine zwar überwiegend natürliche, jedoch grünstichige Farbgebung. Der Kontrast macht eine gute Figur und verschluckt keine Details, doch wurde stilbedingt gerade in den Rückblenden mit Überstrahlungen des Bildes gearbeitet, um das Bild in einem Weiß zu verschleiern. Insgesamt wirkt der anamorphe Transfer etwas zu weich und lässt gerade in Totalen eine leichte Unschärfe aufkommen, die auch dem stehenden Rauschmuster anzulasten ist, das die Detailwiedergabe beeinträchtigt. Nahaufnahmen hingegen sehen deutlich besser aus und lassen gelegentlich auch feine Details in Gesichtszügen zu. In einigen wenigen Szenen sind minimale Verschmutzungen bei genauer Betrachtung auszumachen, doch wirken diese nicht weiter störend. Trotz kleinerer Defizite kann man von einem angenehmen Transfer sprechen, der die Stimmung des Films auch optisch gut rüberbringt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton macht sowohl in der deutschen Synchronfassung als auch im koreanischen Original einen guten Eindruck, wirkt aber bedingt durch den Film sehr frontlastig. Ein echtes räumliches Klangbild will sich nicht so richtig einstellen, da die Rears meist nur für den Einsatz spärlich gesetzter Surroundeffekte in Schockmomenten und ansonsten zur Unterstützung des Score benutzt werden. Wenn aber Effekte eingesetzt werden, passen sie perfekt zur Atmosphäre des Films. Etwas mehr Dynamik wäre zwar wünschenswert gewesen, aber auch in der vorhandenen Form wird der Subwoofer dezent angesteuert. Dies gilt für beide Tonspuren, wobei die Koreanische etwas natürlicher klingt, die Deutsche aber dank einer sehr gelungenen Synchronisation fast ebenbürtig ist. Probleme in der Verständlichkeit und auch Störgeräusche sind keine auszumachen. Um die koreanische Sprachfassung für westliche Zuschauer verständlich zu machen, werden optional deutsche Untertitel angeboten.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:22 Min.)
  • Making of (19:33 Min.)
  • Hair Shaving (8:58 Min.)
  • Photoshoot für das Artwork (5:29 Min.)
  • Trailershow:
    • Big Bad Wolf (2:08 Min.)
    • Carved (1:35 Min.)
    • Cherry Crush (1:50 Min.)
    • Dark Shadow (0:52 Min.)
    • Deadly End (1:11 Min.)
    • Killing Ariel (1:50 Min.)
    • Necromancer (2:38 Min.)
    • Memories of Matsuko (2:38 Min.)
    • The District (1:15 Min.)
    • Vexille (2:12 Min.)
  • Wendecover
VerpackungKeepCase im Schuber
 Neben dem Originaltrailer und einer Trailershow zu weiteren Titeln von I-On befinden sich noch zwei Making of auf der DVD, die neben kurzen Interviewsequenzen einen guten Blick hinter die Kulisse vermitteln können. Besonders interessant ist aber der "Photoshoot für das Artwork", in dem man verdeutlicht bekommt, wie die abgebildeten Szenen auf den Covern der weltweiten DVDs oder dem Kinoposter entstanden. Um auch keine Probleme mit der koreanischen Sprachbarriere zu bekommen, wurde alles mit deutschen Untertiteln versehen. Wem das Hauptmotiv der DVD nicht zusagt, kann auch als Alternative das vorhandene Wendecover nutzen.
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Fazit
Nach wirklichen Neuheiten im asiatischen Horrorfilm sucht man vergebens, denn meist wird eine Geistergeschichte geboten, die von Mädchen mit langen schwarzen Haaren auf der Suche nach dem Unrecht, das an ihnen begangen wurde, handelt. "The Wig" handelt zwar auch von langen schwarzen Haaren, ist aber erfreulich anders und hebt sich deutlich von der breiten Masse asiatischer Geisterfilme ab. Won Shin-yeons Film ist nämlich nicht einfach nur stupider Horror, der darauf aus ist, die Zehennägel beim Betrachter aufrecht zu stellen, sondern eine gelungene Mischung aus Horror und Drama, die mit dem realen Horror einer Krebserkrankung spielt und diese als Auftakt für einen aufkommenden Albtraum nutzt.

Ist der Blutkrebs nicht schon schlimm genug für Su-hyeon, weiß sie im Unterbewusstsein, dass sie nicht mehr lange zu Leben hat. Durch eine Chemotherapie sind ihr zudem alle Haare ausgefallen, so dass ihre ältere Schwester Ji-hyeon ihr ein würdevolles Sterben ermöglichen möchte und ihr aus diesem Grund eine Perücke kauft, damit sie optisch wieder dem Typ entspricht, welchem sie vor der Erkrankung entsprach. Zu aller Überraschung verändert sie sich nicht nur optisch, sondern auch ihre Krankheitssymptome verschwinden. Aus der dem Tode Geweihten erblüht eine lebenslustige junge Frau, die es nun auf den zukünftigen Mann ihrer Schwester abgesehen hat. Ji-hyeon und auch Ki-seok sind von der wundersamen Heilung eher schockiert als erfreut, was auch an den merkwürdigen Dingen liegt, die um sie herum passieren - immer dann, wenn Su-hyeon mit ihrer Perücke in der Nähe ist. Nach einem Unfall verliert Ji-hyeon auch noch ihre Stimme, was die Situation noch erschwert, Su-hyeon davon zu überzeugen, dass mit der Perücke etwas nicht stimmt. Um was es sich wirklich handelt, wird an dieser Stelle nicht verraten, da ansonsten ein wirklich hervorragendes Drehbuch vorweg genommen würde.

Sicherlich ist der Grundgedanke um einen möglicherweise besessenen Gegenstand nicht neu im Genre, schließlich gab es schon Videokassetten (Interner Link"Ring"), Handys (Interner Link"The Call") oder sogar Haarverlängerungen (Interner Link"Exte"). Dennoch überzeugt der Film von Won Shin-yeon mit einer bedingt durch die Krankheit sehr ernsthaften Geschichte, die technisch und auch optisch völlig überzeugen kann. Durch eben erwähnte Vertreter aus Asien, ist "The Wig" nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit und man wird beim Gruselfaktor nicht viel Neues erblicken können, dafür ist die Mischung aber sehr anspruchsvoll geraten und ermöglicht es, dass "The Wig" zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar wird. Viel ist auch den Darstellern zu verdanken, welche ihre Rollen glaubhaft in Szene setzen und den realen Horror mit dem Fiktiven gekonnt widerspiegeln. Die Geisterszenen sind eher zweitrangig für den Film und auch nur in wenigen Abschnitten vorhanden. Trotzdem fallen sie sehr stimmig aus, so dass sich die Nackenhaare aufstellen dürften. Fans des asiatischen Horrorkinos werden somit sehr gut bedient werden und dürfen sich an der "neuen" Geschichte erfreuen. Aber auch jeder weitere Interessierte wird mit "The Wig" schaurige, aber auch traurige Momente genießen dürfen.



Bilder der DVD




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