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JP 2000
Originaltitel:Kôrei
Alternativtitel:Kourei: Ushirowo Miruna
aka. Seance (Ko-Rei)
aka. Seance
aka. Séance
Länge:93:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kiyoshi Kurosawa
Buch:Mark McShane, Tetsuya Onishi, Kiyoshi Kurosawa
Kamera:Takahide Shibanushi
Musik:Gary Ashiya
SFX:-
Darsteller:Kôji Yakusho, Jun Fubuki, Tsuyoshi Kusanagi, Hikari Ishida, Kitarou, Ittoku Kishibe, Ren Osugi, Sho Aikawa, Daikei Shimizu
Vertrieb:AFN / Ascot
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:16.02.2006 (Verleih) / 31.03.2006 (Kauf)



Inhalt
Jun, ein Medium, stellt spirituell Kontakte zu Verstorbenen her. Eines Tages bittet ein Polizist sie um Hilfe. Ein Mädchen wurde gekidnappt. Jun spürt die Präsenz des Maedchens in ihrem Haus und findet diese tot in einem der Ausrüstungskoffer ihres Mannes vor. Ihre Seele findet keine Ruhe und das Grauen nimmt seinen Lauf ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Leider ist die DVD beim Bild nicht so gut gelungen, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Fehler liegen aber offensichtlich nicht an der Verarbeitung der deutschen DVD, die beispielsweise der Kompression ordentlich Spielraum bietet, sondern an der Vorlage allein. Die ist zuerst einmal sehr sauber und das Vollbild entspricht dem Originalformat, weil "Seance" fürs japanische TV entstand. Wie bereits bei Interner Link"Cycle Of Fear", die Interner Link"Japan Ghost Stories" oder Interner Link"Ju-On: The Curse" macht der TV-Ursprung leider sämtliche Vorhaben zunichte, eine mehr als nur durchschnittliche Auswertung auf DVD zu erarbeiten. Ghosting oder stehendes Rauschen ist überaschenderweise nicht dabei, dafür aber sinkt die Schärfe in vielen Aufnahmen in den Keller. Mag sein, dass einige Aufnahmen in Ordnung sind, aber meist benötigt das Bild wirklich die an den Konturen deutliche Nachschärfung. Auch die Farbgebung ist trist und kraftlos, was bei kleineren Filmen aus diesem Land beinahe typisch ist.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Jp)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der Dolby Digital 5.1-Modus im Deutschen ist oftmals nur ein Alibi für eine aufgebesserte Stereospur. Zumindest lässt die Dominanz des Center-Kanals diesen Eindruck aufkommen. Ohnehin ist es bei "Seance" kaum möglich, für dauerhafte Surround-Geräusche zu sorgen. Wenn das dann aber mal möglich ist, finde ich die Chancen ein wenig verschenkt, weil die Rears etwas monoton und unbeweglich klingen, z.B. beim nächtlichen Gewitter oder dem Rauschen des Waldes. Die deutsche Synchro ist in Ordnung und kann durch deutsche Untertitel unterstützt werden, ist aber besonders im Dialogteil weniger fein als das japanische Original. Das klingt durch die Trennung auf die Stereokanäle insgesamt etwas offener. Manchmal vermutet man Hintergrundrauschen oder ein leises Brummen: Tatsächlich existieren diese Geräusche, sind aber so eingesetzt wurden, um bestimmte Motive zu verstärken.
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Extras
Extras
  • Interview (29:00 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Interview mit Regisseur Kiyoshi Kurosawa ist auf eine interessante Art und Weise verfasst, denn ihm wird für jeden Buchstaben des Alphabets ein passendes Stichwort genannt, das er assoziieren soll. Im Verlauf dieser halben Stunde kommt Kurosawa natürlich auf alle seine Filme zu sprechen, nicht nur "Seance". Ein paar Filmausschnitte visualisieren seine Aussagen und natürlich muss man auf eine Eindeutschung dank Untertitel nicht verzichten.
 +/----

Fazit
Variation heißt das Zauberwort von "Seance", der äußerlich eine typische Geistergeschichte erwarten lässt. Selbst die ersten Filmminuten weichen davon nicht ab, denn ein kleines Mädchen wird entführt und man glaubt zu wissen, dass die introvertierte Jun, die eine seherische Begabung besitzt, bald tief in die Ermittlungsarbeiten der Polizei eingespannt wird, was dem Filmtitel nahe kommen wird. Das Tolle ist aber, dass es eigentlich gar nicht so sehr um das junge Mädchen geht. Auch nicht um die Grabesstime, die Juns Mann im Tonstudio auf einer seiner aufgenommenen Geräuschspuren hört. Darüber hinaus sind auch die typisch inszenierten Geistererscheinungen, die dem Zuschauer das Gruseln lehren werden, nicht Hauptthema von "Seance". Findet euch damit ab, dass Kiyoshi Kurosawa bei seiner TV-Produktion kein zweiter Interner Link"Loft" oder "Pulse" vorschwebte, sondern ein bittres Drama, das in Teilen an die Vorgänge von Interner Link"Sympathy For Mr. Vengeance" erinnert.
Es geht um Jun und ihren Mann, zwei einfache Menschen, die von der großen Chance träumen. Als sie die Leiche des entführten Mädchens in einem ihrer Koffer finden, sehen beide darin die große Chance, ihr Leben grundlegend zu ändern: Jun könnte der Welt beweisen, dass sie wirklich übernatürlichen Fähigkeiten besitzt und somit zu Berühmtheit gelangen. Natürlich ist das gefährlich, denn die Polizei könnte auf die Idee kommen, das Pärchen mit der Tat in Verbindung zu setzen ...
Tja, wer jetzt auf ein höllisch spannendes Versteckspielchen mit der Polizei hofft, der ist bei "Seance" an der falschen Adresse. Im Grunde passiert nicht wirklich viel, aber es bleibt trotzdem spannend. Regisseur Kurosawa hat sich eine passive Betrachtungsweise seiner beiden Protagonisten ausgesucht und beschreibt dadurch, wie Träume durch Schicksalsschläge in Sekundenschnelle zerplatzen können ohne dass die "Opfer" Einfluss darauf haben. Geister sind ab dem zweiten Drittel auch keine übernatürlichen Erscheinungen mehr, sondern die Folge von hohem psychologischen Druck, von Schuldgefühlen und daraus resultierender Angst. Diese Herausarbeitung ist mir dann doch wesentlich lieber als der J-Horror nach Schema F, auch wenn man sich als Zuschauer an einigen Stellen mehr Handlung oder Schauwerte wünscht.



Bilder der DVD




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