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JP 2000
Originaltitel:Hyôryuu-gai
Alternativtitel:Hyoryu gai
aka. City of Strangers, The
aka. Hazard City, The
Länge:102:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Takashi Miike
Buch:Seishu Hase, Ichiro Ryu
Kamera:Naosuke Imaizumi
Musik:Kôji Endô
Darsteller:Teah, Michelle Reis, Patricia Manterola, Mitsuhiro Oikawa, Koji Kikkawa, Ren Osugi, Akaji Maro, Anatoli Krasnov, Sebastian DeVicente, Terence Yin, Atsushi Okuno, Akira Emoto, Eugene Nomura
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Nach einer spektakulären Aktion rettet der Gauner Mario (Teah) seine chinesische Geliebte Kei (Michelle Reis) aus den Fängen der Polizei. Als wenn die Cops nicht schon hartnäckig genug wären, nehmen auch die Yakuza und die Triaden die Spur der beiden Liebenden auf und jagen sie durch Japan. Für das Paar wird schnell klar, dass sie das Land schnellstmöglich verlassen müssen, aber leider fehlt das nötige Geld für diese Flucht. Schnell drehen sie den Spieß um und stehlen der asiatischen Mafia einen Koffer. Unerwarteterweise befinden sich aber darin statt der erhofften Yen ein größerer Posten illegaler Drogen. Und damit beginnen dann erst die eigentlichen Probleme ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild dieser DVD kann man eher als unterdurchschnittlichen Transfer eines Miike-Films betrachten. Bereits die Farbgebung wirkt teils blau- und gelbstichig, so dass die gesunde Bräune einiger Darsteller in Übelkeitsgefühle unter den selbigen umschwingt. Auch der Kontrast wirkt schwach und trist, als ob in jeder dunkleren Szene ein Grauschleier drüberliegen würde. Das stört teilweise immens. Auch die technische Seite erbringt keine Besserung. Die Abtastung des anamorphen Materials muss wohl etwas unscharf gewesen sein, weswegen sie in diesem Bereich nachgebessert wurde. Außer ein wenig Zeilenflimmern bringt dies nicht viel, Bewegungen sind durch störende Ghosting-Effekte ohnehin schon wenig erbaulich. Dazu kommt noch eine Kompression, die in unbewegten Szenen ausreichen mag, in aufwendigen Szenen aber hemmungslos versagt. Schlechtestes Beispiel ist mit Sicherheit die von bunten Konfetti getränkte Heiratsszene, die völlig verpixelt. Besser als 2 Punkte ist es, aber nicht besonders viel.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Man wird mit der dem Klang des deutschen Tones nicht enttäuscht, auch die Aufteilung auf den Raum ist hier gut gelungen. Nur gibt es wieder einige Dinge, die den Verdacht aufkommen lassen, hier hätte man dran rumgespielt: Die Front ist etwas zaghaft und wesentlich leiser als die des Originaltons. Somit wirken in der deutschen Version natürlich die Effekte auf den hinteren Lautsprecher, die mit erfreulicher Häufigkeit auftauchen und ein Gespür für den richtigen Einsatz erkennen lassen, etwas kräftiger. Die Klangqualität bezieht den Subwoofer gut mit ein, vor allem wenn es um die mächtige Vertonung von Schussgeräuschen geht, und rauscht nur selten leise im Hintergrund. Wieder störend bei der Synchronisation ist (wie oft habe ich das schon erwähnt?) die Auswahl der Sprecher. Zwar bekommt man nicht mehr Spackenkino vorgesetzt wie bei einigen Vorgänger-DVDs, aber es würde mich doch freuen, wenn man das südländische Temperament des Originaltons ein wenig durch eine gute Auswahl renommierter deutscher Sprecher unterstützen könnte. Die 4 Punkte sind auch hier nur knapp, hauptsächlich wegen der leisen Front.
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Extras
Extras
  • Making Of (5:38 Min.)
  • Interview (9:56 Min.)
  • Trailer (1:33 Min.)
  • Teaser (1:38 Min.)
  • TV-Spots (1:01 Min.)
  • Trailershow:
    • Dead Or Alive Final
    • Elysium
    • Eternal Blood
    • Freeze Me
    • Gozu
    • The Happiness Of The Katakuris
    • Save The Green Planet
    • Sympathy For Mr. Vengeance
    • Unborn But Forgotten
  • DVD-Info
 Sieht man mal von der Menge an Trailern (vor allem zu weiteren Veröffentlichungen von I-On), Teasern und TV-Spots ab, die oftmals nur im Originalton vorliegen, bietet die DVD genau zwei erwähnenswerte Extras. Das Erste ist als 5minütiger Blick hinter die Kulissen gut gemeint, enthält aber nur wenig B-Roll-Material, welches den Regisseur bei seiner Arbeit zeigt. Das Interview dagegen ist wirklich gut geworden und zeigt einen aufgeschlossenen Miike, der innerhalb von 10 Minuten die wichtigsten Äußerungen zu seinem "Baby" anbringt. Das DVD-Menu ist wiederum hübsch animiert in den Übergängen und musikalisch verziert, gerade aber bei der Qualität der Trailershow muss man mitunter schwere Qualitätseinbußen hinnehmen.
 +-----

Fazit
Dass Miike jemals schlechte Filme gedreht hätte, wäre mir neu, und so ist auch "City Of Lost Souls" wieder ein Sammelsurium schriller Einfälle, experimenteller Erzähltechniken und kontroverser Thematiken geworden, die in teils überwältigender Fülle auf Celluloid gebannt wurden. Grob zusammengefasst ergibt das eine ereignisreiche Roadmovie-Romanze und einen deftigen, aber kunterbunten Yakuza-Actioner, wobei beide den Handlungsort als multikulturellen Treffpunkt beschreiben. Psychopathische Vorzeigegangster sorgen für plötzliche Gewaltausbrüche, Machtspiele innerhalb der Rangordnung für den nötigen Zündstoff und zwischen all dem befindet sich ein Pärchen, welches der Raub eines Geldkoffers die Flucht finanzieren sollte, nun aber mit einer Ladung Drogen auf dem Trockenen sitzt. Nicht nur ihre eigenen Freunde wenden sich fortan gegen die beiden, auch die Banden gehen vehement gegen jeden vor, der ihnen bei der Rückbeschaffung des Stoffes im Wege steht, was Miike unverkennbar direkt, oft auch überspannt in Szene setzt, wie der extrem blutige finale Shootout aufzeigt. Dabei landeten letztlich so viel verschiedene Ideen im Film, von seltsam ekelhaften Blicken durchs Sanitärwesen über Fehden, die im kreuzgefährlichen Tischtennisspiel münden, bis hin zum animierten CGI-Hahnenkampf mit Bullettime-Effekt (!!), dass man diesen gern in zwei Teile hätte aufsplitten können. Vergleichbar vielleicht mit dem etwas wirren Interner Link"Dead Or Alive" Teilen 2 und 3, da "City Of Lost Souls" etappenweise ebenso wenig konzipiert in seiner Stilistik wirkt, einfach zu sehr zerstückelt auftritt und vor allem unter den Darstellern keine professionelle Stimmung aufkommen mag.
Trotzdem eine Empfehlung, wenn man sich für die Launigkeit eines Miike begeistern kann und dessen einzigartige Weise der schnellen Unterhaltung schätzt, die zwischen Action, Tragik und Komik stets Überraschungen bereithält. Bei weitem nicht sein bester, aber sehenswert, was wohl auch für die deutsche DVD-Auswertung zutrifft. Diese fällt durch ihre etwas überzogene Farbgebung, die leichten Ausfälle bei der Kompression und Defizite in der Schärfedarstellung nicht sonderlich positiv auf, ist aber mit ordentlichem Klang und einer handvoll Extras ausgestattet.



Bilder der DVD




Druckbare Version
City of the Lost Souls, The
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