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USA 2002
Originaltitel:Angels Crest
Länge:78:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:J. Michael Couto
Buch:J. Michael Couto, Grant Holly
Kamera:Cameron Cutler
Musik:Fuzzbee Morse
SFX:Samuel Nathan Primero
Darsteller:Chris Bauer, Currie Graham, J. Michael Couto
Vertrieb:Savoy Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.07.2008 (Verleih) / 15.08.2008 (Kauf)



Inhalt
Jeden Tag nimm Teddy seinen Arbeitskollegen Richard im Auto mit zur Arbeit. Doch eines Tages biegt Teddy völlig überraschend auf einen kleinen Weg ab, der sie zum nahe gelegenen Wald bringt. Und dort hat er eine grausame Überraschung für Richard geplant ...

Bild
Format1,78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Der Transfer läuft seiner Zeit etwas hinterher und liegt lediglich im Letterbox-Format vor. Sowohl Kanten- als auch Detailschärfe gehen für einen Film dieses Produktionsstandards völlig in Ordnung, wobei letztere bedingt durch ein kontinuierliches Rauschen an Intensität verliert und besonders in Totalen etwas weich erscheint, was zu Detailverlusten führt. Die Farben passen sehr gut zum Film, auch der Kontrast ist gut gelungen und balanciert helle als auch dunkle Bildbereiche gut aus ohne Details zu verschlucken oder zu überstrahlen. Die Kompression zeigt kleinere Schwächen in Form von dezenten Artefaktbildungen, die für eine leichte Unruhe im Bild sorgen. Ansonsten darf man mit dem Bild zufrieden sein, was uns, insbesondere da es sich um einen Low Budget-Film handelt, vier Punkte wert ist.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Deu, En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Eigentlich könnte man sich die Arbeit für einen Upmix sparen, da man nicht wirklich mehr geboten bekommt als bei der ebenfalls vorhandenen Stereovariante. Nur dass sich die Front auch auf die Rears verteilt, und garantiert nicht für ein räumliches Klangerlebnis sorgt, sondern eher die Natürlichkeit beeinträchtigt und störend wirkt. So sollte man der Stereospur den Vorrang geben, wobei die Dialoge in beiden Abmischungen klar und deutlich wiedergegeben werden. Der O-Ton darf mit einem Surround-Mix auch die Rears ansprechen, der ebenfalls gut verständlich mit einer deutlichen und sauberen Front aufwarten kann, aber zudem auch etwas natürlicher klingt. Anzulasten wäre höchstens eine gewisse Dynamik, die bestimmten Szenen des Films sicherlich gut getan hätte, so aber in allen Tonspuren etwas kraftlos wirkt. In keiner der Tonspuren kommt es zu Überlagerungen und auch störendes Hintergrundrauschen ist nicht zu vernehmen. Zum O-Ton können noch deutsche Untertitel hinzugeschaltet werden.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur J. Michael Couto, Editor Robert Komatsu und Kameramann Cameron Cutler
  • Originaltrailer (1:36 Min.)
  • Trailershow:
    • Shadow: Dead Riot (2:23 Min.)
    • I Am Omega (0:51 Min.)
    • Trigger Man (1:23 Min.)
    • The Rage (1:41 Min.)
    • Numb (2:00 Min.)
    • Jack Brooks: Monster Slayer (2:05 Min.)
    • The Last Man on Earth (3:45 Min.)
    • Tampopo (1:47 Min.)
    • Minbo (2:05 Min.)
    • Martial Arts Finest-Reihe (3:57 Min.)
    • Recon 2020 (0:53 Min.)
    • Die letzte Rechnung zahlst du selbst (2:54 Min.)
    • Mortal Fighters ( 1:24 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Extras gibt es den Originaltrailer und einen sehr interessanten Audiokommentar mit dem Regisseur J. Michael Couto, seinem Cutter Robert Komatsu und dem Kameramann Cameron Cutler, die viele Hintergrundinformationen zur Produktion vermitteln und auch einzelne Szenen genau erläutern bzw. kritisch begutachten. Hinzu gesellt sich noch eine Trailershow. Leider sind für den Audiokommentar keine deutschen Untertitel verfügbar.
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Fazit
Zwei Männer allein im Wald und ein düsteres Geheimnis aus der Vergangenheit sind die Zutaten für ein sehr gelungenes Psychospiel, das ganz in Tradition von Interner Link"Broken" der Herren Simon Boyes und Adam Mason steht, aber im eigentlichen Sinn nichts mit dem Film außer dem Namen zu tun hat. Inszeniert wie ein Kammerspiel wird der Zuschauer in einem Sog hineingezogen, den man bei Betrachtung der ersten halben Stunde nicht erwartet hätte. Genau darin liegt auch die Stärke von "Broken - Engel des Todes", denn es gibt nur zwei Darsteller, die einen ganzen Film von knapp 80 Minuten tragen müssen. Dazu kommt noch ein geringes Budget und der begrenzte Handlungsort. Doch alles, was möglich gewesen war, wurde von J. Michael Couto ausgenutzt, um dem Thriller eine unglaubliche Tiefe zu verleihen. Gerade da nur wenig Geld zur Verfügung stand, kann der Film seine enorme Wirkung entfachen, als Hochglanzproduktion würde er sicher nicht in der jetzigen Form funktionieren, denn diese besondere makabere Art, einen Menschen psychisch zu unterwerfen, geht deutlich an die Nieren. Chris Bauer und Currie Graham leisten hierbei sehr gute Arbeit und man kann den beiden nur gratulieren, die Rollen angenommen zu haben, denn die aufkommende Spannung zwischen den beiden kann der Zuschauer förmlich mitfiebern lassen. Zwar darf man keinen neuen Meilenstein im Film erwarten, doch die Story ist originell erzählt und hebt sich vom Einheitsbrei deutlich ab. Dies liegt vor allem an den Wendungen, die J. Michael Couto zusammen mit Grant Holly im Drehbuch einbaute. Die Handlung verläuft nicht unbedingt geradlinig und fordert auch vom Zuschauer eigene Gedankenwege, was sich denn nun wirklich zuträgt oder zugetragen hat. Zur Unterstützung wird der Handlungsverlauf durch Zeitsprünge unterbrochen, wobei dies eine beabsichtigte Desorientierung beim Zuschauer schafft, die dafür sorgt, dass nicht alles immer logisch erscheint. Mit Gewalt spart "Broken - Engel des Todes" nicht, wobei J. Michael Couto keine billigen Effektorgien zelebriert, sondern sich lieber auf die psychische Ebene begibt und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Geistes ausnutz anstatt mit unpassenden Blutfontänen die niederen Instinkte anzusprechen.
Technisch gesehen bietet die DVD aus dem Hause Savoy Film eine solide Qualität, die dem Medium zwar nicht mehr gerecht wird, aber für einen Low Budget-Film durchaus in Ordnung geht.



Bilder der DVD




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