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D 2006
Originaltitel:Waldbewohner, Die
Länge:85:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Ralf Kemper
Buch:Ralf Kemper
Kamera:Ralf Kemper
Musik:Jan Luis Martinez, Die Schnitter, Violet, Ankou, Volkstrott, Violetta, Heavy Current
SFX:Ralf Kemper
Darsteller:Alexandra Desoi, Gerrit Reinecke, Monica Cornelia de Reza, Ralf Kemper, Tino Rakut, Michael Kania, Christina Pflüger, Eva Balkenhol, Corinna Hartmann, Britta Fleischhut, Kerstin Gasch, Jan Vespermann, Katrin Töppe
Vertrieb:Spontitotalfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:13.09.2008 (Kauf)



Inhalt
Sanjonara, Kräuterfee und Zauberkundige, rennt um ihr Leben. Die Waldbewohner jagen sie, denn nur ihr Tod kann sie ihrem zerstörerischem Ziel näher bringen. An der Seite von Achilles dem Fährtensucher und der Amazone Samantha tritt Sanjonara eine Reise an, die sie durch eine skurrile Welt führt. Die Gefährten treffen auf Dämonen, Zauberer und Untote, bekommen es mit Liebe, Verrat und Tod zu tun und ahnen doch nichts von dem düsteren Schicksal, das auf sie lauert ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die DVD zeigt ein sehr sauberes und für Kleinproduktionen auch ordentliches Bild. Wenn man Abstriche machen muss, dann sind das jeweils nur geringe, z.B. bei Farben und Kontrast, die beide etwas kräftigere Ausprägung haben könnten. Typische Überhellungen sind kaum vertreten. Für eine plastische Abzeichnungen der Figuren ist gesorgt, Objekte im Hintergrund werden aber schon schnell weich, was insgesamt auch auf die Konturen zutrifft. Für die Detailschwächen ist der einzig wirklich vermeidbare Makel der DVD zuständig: die immer am unteren Limit arbeitende Kompression. Große Verpixelungen treten im normalen Betrieb zwar nicht auf, aber eine Blockbewegung ist auf den meisten Flächen unvermeidbar. Deswegen verschwinden auch schnell mal Details auf Gesichtern. An der Kapazität der Scheibe soll es nicht liegen, denn es wäre noch genügend Speicherplatz für etwas mehr Spielraum des Streams gewesen. Dass es ein Letterbox-Bild gibt und keine anamorphe Version geworden ist, soll nicht weiter schlimm sein, da beim Aufzoomen das Bild beständig bleibt und die anamorphe Technik möglicherweise nicht durch die Auflösung der Vorlage gedeckt gewesen wäre.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der wirklich lautstarke deutsche Ton stößt zwar manchmal an seine Grenzen, wenn es durch sehr laute Signale ein wenig Verzerrungen gibt, insgesamt ist der Klang aber ziemlich sauber. Dabei kommt es auch ein wenig drauf an, ob der Ton direkt am (Außen-)Set abgenommen wurde, was für ein wenig Rauschen bzw. Windgeräusche sorgen kann, oder ob man im Nachhinein den meist kraftvollen Score drüber gelegt hat. Die Dialoge sind ziemlich gut verständlich, auch wenn man den typischen Underground-Klang nicht ganz wegbekommt. Unpassend ist es zumindest nicht. Interessant wäre eine echte Surround-Abmischung gewesen, denn die Effekte im Stereobereich haben eine mitunter agile Abmischung erfahren, die sich für einen 5.1-Modus eignen würde.
 +++---

Extras
Extras
  • Outtakes (13:15 Min.)
  • Kurzfilm "Unter Merryland" (14:59 Min.)
  • Trailer "Überfall der Mörderrucksäcke" (1:51 Min.)
  • Trailer "Five" (2:50 Min.)
VerpackungKeepCase
 Unter "Outtakes" darf man etwas mehr verstehen als nur Versprecher und Pannen, denn es wird ein kurzer Überblick über die Drehbedingungen und die Spezialeffekte geboten. "Unter Merryland" ist ein ziemlich gelungener Kurzfilm im Stile von Interner Link"Blair Witch Project", bei dem drei Freunde mit der Kamera unter einer Disko den Ort eines einstigen Blutbades besuchen. Besonders gefällt mir hier die Art, wie Bild und Ton verfremdet werden, um damit gehörig an der Spannungsschraube zu drehen. Außerdem hat man Zugriff auf die Trailer zu Interner Link"Überfall der Mörderrucksäcke", der mir in Erinnerung ruft, dass von dort ein großer Teil der "Die Waldbewohner"-Darsteller übernommen wurde, und zu Interner Link"Five", den wir demnächst vorstellen werden.
 ++/---

Fazit
"Die Waldbewohner" liegt schon einer wilden Idee zugrunde, die vermutlich nicht jeder akzeptieren kann. Grob umfasst geht um das Thema Fantasy bzw. "Rollenspiele". Von diesen ist sichtlich die Figur der Kräutersammlerin Sanjonara inspiriert, die mit ihrem Beschützer im Wald ein paar Besorgungen macht, dann aber von Waldbewohnern (sehen aus wie Marsmännchen, verhalten sich wie Zombies) überrascht wird und fliehen muss. Fortan ist sie auf einer Odyssee, an dessen Ende die Aufgabe steht, einen Dämonen zu töten, der für den ganzen Waldbewohnertrubel verantwortlich ist. Natürlich trifft Sanjonara (ungewöhnlicher Name!) auf ihrer Reise auf einige Weggefährten, die mehr oder weniger gezwungen sind, die Reise zu begleiten ...
Erst einmal sei gesagt, dass "Die Waldbewohner" eine schlaue Art und Weise ist, die Nachteile der Wald- und Wiesenfilmerei einer Kleinproduktion zu einem Vorteil umzukehren und trotzdem irgendwie die üblichen Zombies reinzubringen, damit der Zuschauer auch ein paar SFX-Szenen zu sehen bekommt. Die Vermischung verschiedener Ideen, z.B. Zombies in einer mittelalterlichen Fantasy-Umgebung, zeigt sich auch bei den vielen Anachronismen des Films, die eigentlich keine sind, weil Sanjonara und ihre Freude in einer Parallelwelt leben, die mit der realen koexistiert, ja sogar einen Übergang in diese ermöglicht. Also ist es nicht mal falsch (wenn auch ungewöhnlich), dass der sonnenbebrillte Kämpfer mit einem Revolver schießt, an anderer Stelle dafür Amazonen ihre Schwerter sprechen lassen oder die Gruppe im Mittelteil einen Mittelaltermarkt betritt. Ohnehin nimmt sich "Die Waldbewohner" wenig ernst ohne wirklich trashig zu sein, was ihm ungezwungene, lustige Momente beschert. Der Spaß überträgt sich auch auf den Zuschauer, der es verzeihen muss, wenn die gesamte Reise nicht wirklich stetig spannender wird, um auf den großen Höhepunkt vorzubereiten. Ralf Kemper, der zuvor an Interner Link"Überfall der Mörderrucksäcke" arbeitete, hat vermutlich versucht, einfach einen unterhaltsamen Film zu drehen, der mit reizenden Darstellerinnen aufwartet und den Humor an der richtigen Stelle positioniert. Darüber hinaus ist die Kameraführung sauber, es werden einige billige, aber schön blutige Effekte geboten und die Sets sind weitaus abwechslungsreicher als man es von einem in freier Natur gedrehten Film vermuten würde: Das Portal zur Welt der "Stadtgeborenen" führt durch einen sehr schönen historischen Schauplatz (wie mir mitgeteilt wurde: der "Herkules") und das Ende spielt sich auf einem Hügel mit wunderbarem Blick in die Ferne ab, der durch die wechselhaften Wetterverhältnisse noch interessanter aussieht. Zwei Kriteleien noch, weil einiges etwas unpassend wirkt: Der Rocksong, der nach der Weiterreise mit dem Barden gespielt wird, könnte ruhig durch einen der viel stimmigeren, mittelalterlichen Gesänge ersetzt werden und das Signalgeräusch beim Aussprechen von Zauber, das wie eine Windows-Fehlermeldung klingt, darf man auch gern auswechseln.

Ein zweiter Teil wird angedeutet zum Schluss und ich würde mich darüber freuen, denn "Die Waldbewohner" ist zitierfreudig, frisch, durchweg sehenswert und vor allem einfallsreich. Also, lasst die fetzigen Amazonen, den Krieger, den Fährtensucher, den Magier und die kesse Kräutersammlerin ruhig noch mal auf die Reise gehen!



Bilder der DVD




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