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UK 1974
Originaltitel:Who?
Alternativtitel:Man with the Steel Mask, The
aka. Robo Man
aka. Phantom mit der Stahlmaske, Das
Länge:88:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jack Gold
Buch:Algis Budrys, John Gould
Kamera:Petrus R. Schlömp
Musik:John Cameron
SFX:Richard Richtsfeld
Darsteller:Elliott Gould, Trevor Howard, Joseph Bova, Edward Grover, John Lehne, James Noble, Lyndon Brook, Michael Lombard, Kay Tornborg, Joy Garrett, John Stewart, Bruce Boa, Fred Vincent, Alexander Allerson, Ivan Desny
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:30.08.2007 (Kauf)



Inhalt
Bei einem Unfall in der DDR wird US-Physiker Dr. Martino schwer verletzt. Russische Ärzte ersetzen seine Gesichtshaut und Teile seines Körpers durch Metall. Wieder zurück in den USA will ihm niemand glauben, da er seine Identität nicht mehr zweifelsfrei nachweisen kann. Der Mann aus Metall wird für einen gefährlichen Geheimagenten aus dem Osten gehalten.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die ersten Szenen des Films sind nicht gerade erquicklich, weil Unmengen an weißen Kratzern das Bild bevölkern. Dieser Film aus den 70ern ist aber auch nicht unbedingt mit einem hervorstechend guten Master gesegnet, weil diese Kratzeransammlungen immer mal wieder über das Bild herfallen. Ansonsten ist das Vollbild dem Durchschnitt verfallen. Vor allem fehlt ihm wegen der etwas bleichen Farben die Lebendigkeit. Zumindest die Schärfedarstellung ist dem Alter angemessen, so dass man zwar nicht von einer guten Detaildarstellung, aber einer insgesamt ganz angenehmen Plastizität sprechen darf. Dezentes Rauschen ist da nicht weiter schlimm. Manchmal wird ja auch ein Eindruck geboten, der über 3 Punkten liegt.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der deutsche Ton ist die einzige Möglichkeit, den Film zu verfolgen. Sonderliche Charakteristika besitzt er nicht, denn die Tonspur klingt schlicht und relativ sauber. Ein wenig Kernigkeit und dumpfes Rauschen schwingen natürlich mit, es macht die Tonspur aber nicht wirklich schlecht. Interessant wäre der Vergleich zum Originalton gewesen, denn ich vermute, dass gerade die Hintergrundgeräusche etwas verdeckt sind im Deutschen.
 ++/---

Extras
Extras
  • Weitere DVDs:
    • Petroleum Miezen (1:14 Min.)
    • Die Wildgänse kommen (3:52 Min.)
    • Der letzte Countdown (2:57 Min.)
    • La Carne - Fleisch (1:53 Min.)
VerpackungKeepCase
 Nicht außer Trailer.
 ------

Fazit
Vor dem Sichten des Films hatte ich den Eindruck, mich erwartet ein SciFi-Thriller, der Inhaltsangabe nach auch mit etwas Agenten-Action, aber dass sich hinter der Eisenmaske ein modernes Phantom der Oper versteckt (siehe auch den dt. Alternativtitel: "Das Phantom mit der Stahlmaske"), wäre mir vorerst nicht in den Sinn gekommen. Deswegen ist "Der Mann aus Metall" aber nicht minder empfehlenswert, auch wenn seine Machart auf ein nicht allzu hohes Budget schließen lässt. Gerade einmal zwei Autoverfolgungsjagden sind als Action-Elemente vorgesehen, von denen beide nach relativer unspektakulärer Fahrt auf einer geraden Straße bzw. dem etwas hügligeren Flughafengelände in einer Explosion enden.
Darüber hinaus geht es nämlich gar nicht so sehr um das oft verfilmte Motiv des Doppelagenten, der sich seiner Haut erretten muss, weil eine oder beide Seiten seiner Arbeitgeber seine wahren Gesinnung erkennen. In diesem Falle ist es ein hochrangiger Wissenschaftler, der vor seinem DDR-Urlaubsunfall an einem strengstens geheimgehaltenen Projekt arbeitete und nach sechsmonatiger Genesung in einem russischen Krankenhaus zurück in sein Heimatland soll. Problematisch wird es nur, weil das FBI nicht genau weiß, ob man Dr. Martino möglicherweise abgeworben hat und er nicht etwa nur zur Industriespionage an seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren kann. Denn Martinos Gesicht und große Teile seines Körpers wurde nach dem Unfall durch Metalle ersetzt, so dass allein über sein Gesicht keine Identifikation möglich ist. Daran hat natürlich das FBI schwer zu knacken, denn in den folgenden Anhörungen bzw. Verhören gilt es herausfinden, ob Dr. Martino wirklich der ist, der er vorgibt zu sein.
"Der Mann aus Metall" ist dahingehend geschickt gemacht, dass der Zuschauer stets zwei Möglichkeiten angeboten bekommt, also dass Martino wirklich er selbst ist oder dass er durch die Russen ausgetauscht bzw. einer Gehirnwäsche unterzogen wurde. Gleichzeitig bietet sich in dieser Gegenüberstellung der Verhörtechniken die Möglichkeit aufzuzeigen, dass sich die Russen und die Amis in ihren Vorgehensweisen ziemlich ähnlich sind und wie der Dazwischenstehende an diesem gegenseitigen Misstrauen, bedingt durch die politischen Zustände der 70er Jahre, seelisch zu zerbrechen droht. Außergewöhnlich stellt der Mann unter der Maske seine Misere dar, dass er sich selbst nicht mehr trauen kann, weil die starre Hülle auf seinem Gesicht seine Persönlichkeit so weit ändert, dass er sich von sich selbst entfernt fühlt. Wie die Regie und das Drehbuch diese Balance aufrecht erhalten können, die den Zuschauer bis kurz vor Ende des Filmes über die Identität des Dr. Martino im Unklaren lässt, ist wirklich großartig gelungen. Darüber hinaus treten die politischen Fehden immer mehr in den Hintergrund, um sich mit Dr. Martino zu beschäftigen, der vergeblich versucht, seine Identität sich und anderen zu beweisen. Dass kann er aber nur gegenüber anderen, die Schwierigkeiten haben, Martino mit seinem entstellten Gesicht zu akzeptieren ...

"Der Mann aus Metall" ist ebenso fein durchdacht wie gespielt und lässt einen interessanten Blick auf die Psyche eines Menschen zu, dem seine Menschenwürde mit aller Macht entzogen wird und der seinen Platz in der Gesellschaft verliert, weil ihm mit Angst und Misstrauen begegnet wird. Die deutsche DVD ist leider nur ein Durchschnittsprodukt, ist aber allemal zum Anschauen geeignet.



Bilder der DVD




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