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USA 2008
Originaltitel:No Man's Land - The Rise of Reeker
Alternativtitel:Reeker 2
Länge:84:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Dave Payne
Buch:Dave Payne
Kamera:Mike Mickens
SFX:Graham Denman
Darsteller:Michael Muhney, Wilmer Calderon, Mircea Monro, Desmond Askew, Valerie Cruz, Robert Pine, Alejandro Patino, Katie Lowes, Stephen Martines, Ron Roggé, Shelly Desai, Lyne Odums
Vertrieb:Universum Film / Capelight
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Eine Tankstelle in Death Valley, mitten im Nirgendwo. Drei Casino-Räuber auf der Flucht treffen ausgerechnet an diesem gottverlassenen Ort auf den zuständigen Sheriff. Bei einem blutigen Shoot-Out kommt es zu einer gewaltigen Explosion. Doch die Überlebenden wiegen sich zu früh in Sicherheit, denn noch jemand scheint in dieser Gegend sein Unwesen zu treiben. Der Reeker! Gefangen zwischen Leben und Tod wandelt er abermals umher, auf der Suche nach neuen Opfern. Dabei geht er noch erbarmungsloser und brutaler als bisher vor. Können die Überlebenden dem Reeker entkommen oder wartet am Ende erneut eine grausame Wahrheit auf sie?

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Trotz Independent-Produktion überzeugt der Transfer sogar hochskaliert und liefert eine beachtliche Bildbrillanz und Schärfe ab. Die Konturen sind sauber, das Bild erscheint plastisch und wartet mit einer guten bis sehr guten Detailzeichnung auf. Hinzu kommen stilistisch veränderte Farben, welche aber dennoch sehr satt und kräftig sind, jedoch je nach Sequenz mal kühl, dann wieder matt oder warm erscheinen. Der Kontrast neigt in dunklen Szenen dazu ein paar Details zu verschlucken, arbeitet ansonsten aber sehr gut, obgleich Aufnahmen bei Tageslicht etwas steil erscheinen. Bildrauschen ist nur sehr geringfügig vorhanden, dafür arbeitet die Kompression nicht immer einwandfrei und zeigt desöfteren Blockbildung und Unruhen auf homogenen Flächen. Dennoch ein sehr guter Transfer, da sind wir doppelt so gespannt auf die bald erscheinende Blu-ray-Veröffentlichung.
 ++++/-

Ton
FormateDTS 5.1 (nur dt.), Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Soundtechnisch überzeugt die DVD ebenso wie in der Bildqualität. Spendiert wurde uns hierbei ein deutscher DTS-Mix, welcher sich aber nicht sonderlich vom deutschen Dolby-Track unterscheidet. Dieser wirkt durchweg klar und sauber, bietet eine hervorragende Sprachwiedergabe. Dank gut platzierter Effekte bietet der Mix reichlich Surroundatmosphäre, wobei sich ein Großteil leider immer noch im Frontbereich abspielt. Dennoch reichen die gut ortbaren Effekte und eine Vielzahl an Umgebungsgeräuschen, um von einem gelungenen Soundmix zu sprechen. Lediglich der Subwoofer hätte etwas prägnanter ins Geschehen eingreifen dürfen. Der englische Mix bietet die selbe Klangqualität, wobei die Dialoge etwas dumpfer, aber auch natürlicher erscheinen. Wie immer gibt es deutsche Untertitel.
 ++++--

Extras
Extras
  • Trailer bei DVD-Start: "An American Crime" (1:05 Min.)
  • Featurettes:
    • Hinter den Kulissen (11:17 Min.)
    • Das Team (5:08 Min.)
    • Cast und Crew (1:46 Min.)
  • Trailershow:
    • Reeker (1:56 Min.)
    • No Man's Land - The Rise of Reeker (1:32 Min.)
    • Haus der Toten Seelen (1:36 Min.)
    • Streets of London (2:05 Min.)
    • An American Crime (1:05 Min.)
    • Out of the Blue (2:20 Min.)
VerpackungSteelbook
 Die drei Mini-Featurettes bieten leider nicht sonderlich viel an Hintergrundinformativen, gewähren uns aber einen kleinen Einblick hinter die Kulissen und lassen zudem die Macher und Crew zu Wort kommen. Leider kommt da nicht sonderlich viel bei herum. Ansonsten gibt es noch diverse Filmtrailer und den Original-Trailer zu "No Man's Land - The Rise of Reeker".
 +-----

Fazit
Guckt mal, es geht doch. In gut strukturierten 85 Minuten kann der Horrorfilmfan anscheinend doch noch inklusive eines unheimlich-übernatürlichen Killers unterhalten werden, ohne dass brutalblöde Pappmaché-Figuren und selbstzweckhafte Gewalt dem guten Eindruck den Garaus machen.
"No Man's Land - The Rise of Reeker" ist die Quasi-Fortsetzung zu dem bereits gut aufgenommenen Interner Link"Reeker", erzählt jedoch auch im Prolog die Vorgeschichte des mordenden Todesgeists, der mit allerlei technischen Mordwerkzeugen und Gasmaske die Lebenden heimsucht. Natürlich ist auch das hier kein ernsthaftes Oscar-Material, bedient sich aber höchst effizient einem bei der "Twilight Zone" und ähnlichen TV-Serien abgeschauten Plot, nämlich der Gruppe von Menschen, die sich plötzlich von der übrigen Welt abgeschnitten sehen und offenbar in einer Art Zwischenwelt gefangen sind, in der die Gesetze des Reekers gelten. Dabei kommen die Macher mit einer einzigen Location, einem kleinen Wüstenmotel cum Tankstelle cum Restaurant aus, an dem ein alternder Sheriff samt Sohn, drei Geldräuber, eine Ärztin, ein Indianer und eine blonde Angestellte nach einer Tankstellenexplosion im Irgendwo stranden und baldigst feststellen, dass eine unsichtbare Barriere sie von der Realität trennt.
Dave Payne und sein Team halten sich gar nicht lange mit der Vorrede auf, sondern liefern stattdessen Veränderungen und kleine Überraschungen im Drei-Minuten-Takt, würzen das mit etwas Gore und streuen darüber ein wenig Splatterhumor, wenn die Eingeschlossenen auch nach schweren Unfällen und Verbrennungen munter durch die Szenerie geistern und die Vorgänge kommentieren. Überall werden mysteriöse Hinweise und Erscheinungen gestreut und selbst wenn man den Braten nach etwa der Hälfte schon riecht, bleibt das alles abwechslungsreich und streckenweise in der Abgeschiedenheit der Wüste etwas unheimlich.
Was ein Gematsche hätte werden können, glänzt mit nicht tiefgründigen, aber unterhaltsamen Charakteren und einer abwechslungsreichen Storyline, die nur am Schluss etwas darunter leidet, die Backgroundstory noch nachliefern zu müssen und das tatsächliche Geschehen in der Realität zu rekapitulieren, wobei der eigentliche Schwachpunkt der relativ überschaubare Kampf gegen den Reeker ist, den man recht "menschlich" ausschalten kann. Hier mangelt es dann doch an der finalen großen Überraschung. Dennoch ein kleiner, feiner DVD-Abendsnack, über den man mal nicht nölen muss, außer man will permanent Eingeweide fliegen sehen.

Die DVD erscheint überraschenderweise völlig unzensiert und wird als hübsches Steelbook ausgeliefert. Bild- und Tonqualität sind für einen Independentfilm ausgesprochen gut, lediglich beim Bonusmaterial hat man etwas gespart.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Reeker (Uncut Version)
News"No Man's Land - The Rise of Reeker" von Capelight
IMDb.com OFDb.de



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